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Die wohl am häufigsten anzutreffende Allergie ist die Haselnussallergie. Sie kann in den verschiedensten Altersstufen ausbrechen. Sie ist weiter verbreitet als z.B. die Erdnussallergie.
Selbst die Auswirkungen sind absolut unterschiedlich und reichen von Juckreiz im Mund und pelzigem Gefühl bis zu Erstickungsanfällen. Bei anderen Patienten kommt es zu Hautrötungen oder es bilden sich stark juckende Quaddeln.
Irritierend ist, dass diese Erscheinungsformen nach dem Genuß von Haselnüssen manchmal ganz ausbleiben. Sind Allergien auch von der gegenwärtigen Konstitution abhängig?
Andererseits genügen geringe Mengen, um eine schwere allergische Reaktion auszulösen. Das ist deshalb sehr bedenklich, da in vielen Süßigkeiten versteckt Haselnussanteile verarbeitet und oftmals nicht angegeben sind.
Meist ist die Haselnußallergie bei Patienten in Verbindung mit einer Pollenallergie gegen Haselnusspollen, Pollen der Frühjahrsblüher, Kern- und Steinobst anzutreffen. Eine Apfelallergie wird in dieser Korelation ebenfalls zu bemerken sein. Auch Erdnüsse können Allergieauslöser sein.
Die Allergene der Haselnuss sind weitestgehend hitzebeständig. Trotzdem wird berichtet, dass Haselnüsse im Kuchen vertragen werden. Je nach der Schwere der Allergie können sich manche Patienten auch diesen Genuß nicht leisten.
Die sicherste Empfehlung, den Symptomen einer Haselnussallergie zu entgehen, ist, die Haselnüsse gegen Mandeln auszutauschen oder sie gänzlich zu meiden.
MCS, multiple chemical sensitivity, bedeutet auf Deutsch nichts anderes als Multiple Chemikalienunverträglichkeit.
Andere Namen für diese leider immer öfter auftretende Erkrankung lauten Chemikalien-Intoleranz, multiple Chemikaliensensitivität, chemische Mehrfachempfindlichkeit oder idiopathische Chemikaliensensitivität.
Von der Umwelterkrankung MCS sind in Deutschland nach neuesten Schätzungen mindestens 1 Million Menschen betroffen, die meisten, ohne es zu wissen. weiter Lesen »
Mediziner des Deutschen Ärzteverbandes, Allergologen und Forscher verschiedener Universitäten (u.a. der Uni Lübeck) vermuten, dass Darmwürmer gegen Allergien, aber auch Morbus Crohn wirksam sein könnten.
Warum auch nicht, bekanntlich sind ja auch andere Parasiten wie zum Beispiel Blutegel bei verschiedenen Krankheiten sehr heilsam.
Der Wert der Darmparasiten zeigte sich Ende 2004 bei Morbus Crohn-Patienten: Die Eier des Schweine-Peitschenwurms Trichuris suis konnten die chronische Entzündung dauerhaft lindern, berichteten US-amerikanische Forscher. Der Wurm ist für den Menschen vollkommen harmlos, weil im Darm nur kurz lebensfähig. Die Eier bleiben etwa 14 Tage lang im Körper des Menschen. Diese Zeit reicht aus, um das Immunsystem zu stimulieren.
Ähnliche Erkenntnisse gewannen auch die Forscher aus Lübeck. So stellte man fest, dass Kinder, die öfter mal an Wurmerkrankungen wie z.B. Madenwürmern, litten, seltener an Neurodermitis oder Allergien erkranken. Das Risiko, an Allergien zu erkranken, sei um ganze 25% niedriger.
“Darmwürmer regulieren das menschliche Immunsystem regelrecht, indem sie Immunzellen dazu stimulieren, körpereigene antiallergische Botenstoffe auszuschütten”, erklären die Experten. Ganz uneigennützig ist dieses Verhalten allerdings nicht. “Parasiten müssen zum Überleben mit der Immunabwehr ihres Wirtes fertig werden, dürfen den Wirt dabei aber nicht töten, denn dann sterben sie selbst auch. Im Zusammenleben der Würmer mit dem Immunsystem des Menschen hat sich daher im Laufe der Evolution eine ausgeklügelte Zellkommunikation entwickelt”.
“Unser Immunsystem benötigt anscheinend während der Kindheit Trainingspartner, um den Unterschied zwischen krankmachenden und harmlosen Eindringlingen, beispielsweise Pollen, zu lernen. Das ist auch eine Erklärung dafür, dass Kinder, die auf Bauernhöfen häufig in den Tierställen waren, seltener an Allergien erkranken”.
An verschiedenen Therapiemethoden wird eifrig geforscht. Aktuell laufen beispielsweise an der Berliner Charité Forschungen über Nahrungsmittelallergien und ihre Therapie mittels Darmwürmer.
Womit mal wieder die Theorie bestärkt wird, dass es gesünder ist, Kinder auch mal im Dreck spielen zu lassen ![]()
Hallo liebe Blog-Leser,
da Christophe aus Zeitgründen kürzer treten muss, es aber sehr schade wäre, den schönen Blog ruhen zu lassen, werde ich mich nun häufiger zum Thema “Allergien” zu Wort melden.
Seit meinen Teenietagen -ich bin nunmehr 28 Jahre alt- schlage ich mich zunehmend mit Allergien herum. Von Lebensmittelallergien bis zu Kontaktallergien decke ich dabei ein breites Spektrum ab, das jeden Allergologen zu Jauchzern veranlasst. Und ich bin das lebende Beispiel dafür, dass auch eine Kindheit auf dem Bauernhof mit vielen Tieren, frischer Luft und Sport NICHT vor Allergien schützt. Leider leider…
Den größten Spaß habe ich derzeit mit einer verstärkten Hausstauballergie, die sich unter anderem durch Juckreiz und Neurodermitis äußert. Öfter mal was Neues!
Fatalerweise lebe ich in einer Altbauwohnung mitten in der Großstadt, unmittelbar an einer stark befahrenen Straße, sodass von reiner Luft oder wenig Staub kaum die Rede sein kann. Wie ich so meinen Alltag mit den Allergien meistere, was für Medikamente taugen und welche nicht und wie der aktuelle Forschungsstand in den verschiedenen Bereichen ist, werde ich in Zukunft also hier im Blog berichten.
Dabei geht mein herzlicher Dank an Christophe, der hier bereits so viele tolle Informationen und Fakten zusammengetragen hat
Eure Ariane
Erdnussallergiker haben es wirklich nicht leicht. Nicht nur, dass sie äußerst penibel auf Zutaten aller möglichen Lebensmittel achten müssen, selbst bei emotionalen zwischenmenschlichen Kontakten ist höchste Vorsicht geboten.
Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für allergische Schocks mit Kreislaufproblemen und Atemnot. Besonders gefährdet sind dabei Menschen, die auf Erdnüsse allergisch sind. Diese müssen stets auf Erdnussspuren in Lebensmitteln achten. Denn schon sehr geringe Mengen können schwerste allergische Reaktionen, in schlimmsten Fällen mit Todesfolge, auslösen. Bei allen Fertiggerichten, Süßigkeiten, Backwaren und Knabbereien ist höchste Vorsicht geboten. Am besten man geht zu einem auf Allergien spezialisierten Arzt, der zuverlässige Hinweise geben kann, welche Lebensmittel unbedingt gemieden werden müssen.
Vor sechs Jahren wurde in den USA eine Studie veröffentlicht, die Erdnussallergiker vor dem Küssen warnt. Da selbst zwei Milligramm Erdnuss-Proteine für allergische Reaktionen ausreichen, ist Zähneputzen allein nicht genug, um eine Übertragung von Allergenen (Substanz, die über Vermittlung des Immunsystems Überempflindlichkeitsreaktionen auslöst) zu verhindern. Wenn ein Allergiker daher von jemandem auf die Wange oder den Mund geküsst wird, der beispielsweise Erdnussflips gegessen hat, kann das zu verheerenden Folgen führen. Wer also einen Partner mit Erdnussallergie hat, sollte auch selber auf Erdnüsse verzichten.