Leidet man an einer Zöliakie, so verträgt man das in vielen Nahrungsmitteln enthaltene Klebereiweiß nicht. Bleibt die Krankheit unbehandelt, können schwere Spätfolgen auftreten.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hat sich Allergiewelle.de eingehend mit dem Wesen und den Symptomen einer Glutenintoleranz befasst. Dort wurde auch festgehalten, dass die bislang einzige Therapie der Krankheit darin besteht, ein Leben lang auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten.

Dieser strikte Verzicht hat gute Gründe, denn eine unbehandelte Zöliakie kann böse enden. Ernähren sich die Betroffenen auch weiterhin mit glutenhaltigen Lebensmitteln, so hat dies eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut zur Folge, die für gewöhnlich auch eine Zerstörung der Darmepithelzellen nach sich zieht.

Wird der kranke Verdauungstrakt auf längere Zeit dieser Problematik ausgesetzt, steigt beispielsweise die Gefahr, an Osteoporose oder Dünndarmkrebs zu erkranken. Auch der restliche Magen-Darm-Trakt wird in Mitleidenschaft gezogen, und so kann es hier auch an anderer Stelle zu Karzinomen kommen. Darüber hinaus ist es bei einer unbehandelten Glutenintoleranz möglich, dass sich ein so genanntes Non-Hodgkin-Lymphon ausbildet, ein besonders aggressiver Lymphdrüsenkrebs. Bei fünf bis zehn Prozent der Patienten tritt außerdem ein Diabetes mellitus Typ 1 auf.

Wie bereits erwähnt, besteht die einzige wirksame Behandlung der Zöliakie derzeit darin, die Aufnahme von Gluten strengstens zu vermeiden. Wissenschaftler stellen derzeit jedoch Forschungen zu einer neuen Behandlungsmöglichkeit an – mit einer Enzymersatztherapie soll aufgenommenes Gluten zukünftig auch für Erkrankte entzündungsfrei verdaubar werden. Noch scheint es hierzu aber keine abschließenden Ergebnisse zu geben.

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