Bei einem Angioödem schwellen Körperpartien innerhalb von Minuten stark an. Es tritt unter anderem im Gesichts-, Mund- oder Halsbereich auf. Gefährlich wird die Schwellung, wenn sie die Luftwege verengt und eine lebensbedrohliche Atemnot zur Folge haben kann.

Wenn plötzlich binnen weniger Minuten die Lippen, Augenlider, Füße, Hände, Wangen, das Kinn oder die Zunge anschwellen, könnte ein so genanntes Angioödem vorliegen. Diese oft stark ausgeprägte, in der Regel aber schmerzlose Schwellung tritt häufig ohne Juckreiz auf und ist auch als Quincke-Ödem bekannt.

Weil beim Auftreten eines Angioödems die unteren Hautschichten durch Botenstoffe plötzlich erhöht permeabel (durchlässig) sind, sammelt sich im Unterhautgewebe Wasser an. Von den Quaddeln bei einer Nesselsucht unterscheidet sich das Angioödem unter anderem dadurch, dass es großflächiger ist, da sich das Wasser in den tieferen Hautschichten weiträumig ausbreiten kann.

Insbesondere an den Schleimhäuten, Augenlidern und Lippen können Angioödeme sehr groß werden und entstellend wirken. Zur Bedrohung werden die Schwellungen aber insbesondere dann, wenn sie im Mund oder Hals auftreten. Dann droht Erstickungsgefahr, weil die Ödeme dort die Atemwege verschließen können.

Häufig tritt ein Angioödem dann auf, wenn im Körper eine erhöhte Ausschüttung von Histamin erfolgt – beispielsweise während einer Urtikaria. Ist dies der Fall, spricht man auch von einem histaminvermittelten Angioödem. Auch das so genannte idiopathische Angioödem beruht auf der Freisetzung von Histamin. Darüber hinaus kann ein Angioödem unter anderem auch als Folge einer Medikamentenunverträglichkeit (etwa bei der Einnahme von ACE-Hemmern) oder als hereditäre (vererbbare) Form auftreten (mehr dazu beispielsweise hier).

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