Tipps zu Allergie, Pollenflug & Heuschnupfen

Eure Meinung

Nebenwirkungen bei einer Desensibilisierung

8. Oktober 2008
Autor: Christophe

Werden bei einem Patienten – egal welchen Alters – durch eine genaue Diagnostik beim Spezialisten in Form eines Allergietestes auf der Haut und auch im Blut Allergene festgestellt, dann empfiehlt sich je nach Ausprägung der Beschwerden eine Desensibilisierung oder auch Hyposensibilisierung vorzunehmen. Wenn alles gut verläuft, ist der Patient am Ende der Therapie nach ca. 3 Jahren beschwerdefrei oder die Beschwerden sind zumindest auf einen erträglichen Rahmen zurück gestuft. Die Hyposensibilisierung erfolgt durch Tabletten, Tropfen und durch die häufigste Verfahrensweise, der Spritze.

Allerdings können bei einer Desensibilisierung auch Nebenwirkungen auftreten, die dazu führen können, dass die Therapie vorzeitig abgebrochen werden muss. Es können so zum Beispiel ein extremer Juckreiz am ganzen Körper auftreten oder an den Stellen, an denen die jeweiligen Einstichstellen der Spritze liegen. Es kann zu massiver Luftnot kommen oder es kommt zu Knötchenbildungen an den Einstichstellen. Die schlimmste Nebenwirkung überhaupt im Rahmen einer

Desensibilisierungstherapie ist der anaphylaktische Schock, der lebensgefährlich bzw. lebensbedrohend sein kann. Damit dies nicht passiert, muss der Patient in der Praxis des behandelnden Arztes nach der Injektion noch mindestens eine halbe Stunde warten und sollte auch später unbedingt auf Reaktionen seines Körpers achten, damit bei einer auftretenden Reaktion sofort der Arzt konsultiert werden kann, der dann ein Gegenmittel spritzen kann.

Bei mir und bei meinem Sohn hat eine Desensibilisierung vor vielen Jahren zu einer gravierenden Verbesserung unserer allergischen Erkrankung geholfen.

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28 Kommentare zu “Nebenwirkungen bei einer Desensibilisierung”


  1. Rubi schreibt:

    Ich hab schon öfter gehört, dass eine Desensibilisierung die Allergie nur verschlimmert statt verbessert hat. Ein Grund für mich, dass nicht zu versuchen.

  2. Dr. Holger Dewes Says:

    Bisherige Studien konnten keine Verschlimmerung einer Allergie nach Desensibilisierung feststellen. Dies ist auch pathophysiologisch nicht möglich. Die Desensibilisierung ist die wirksamste Methode Allergien zu bekämpfen. Leider kann nicht jeder Patient davon profitieren.

  3. Katharina T. schreibt:

    Ich mache diesen Januar das vierte desensibilisierungsjahr und muss sagen, dass es sich schon sehr gut verbessert hat, ich jedoch immer noch beim Allergietest reagiere, im Sommer jedoch der Heuschnupfen schon viel schwächer ist.
    Nur die Nebenwirkungen sollten niht unterschätzt werden. Die sind bei jedem natürlich anders, doch ich leide mit steigender Dosis unter leichtn Kreislaufproblemen und Müdigkeit, alle in annehmbren Maße und relativ starker Schmerzen um die Injektionsstelle.
    Dennoch kann ich es nur empfehlen, solang man selbst mit dem Arzt andere Möglichkeiten abgewogen hat.

  4. Michael Says:

    Hallo Leidensgenossen.

    Habe nun seit Dezember letzten jahres auch mit einer Desensibilisierung gegen Hausstaubmilben angefangen. Bis jetzt habe ich sehr gute Erfahrungen machen können.
    Seit zwei Monaten habe ich aber jeweils nach der Spritze einen starken Schnupfen bekommen.
    Ist das nun Zufall oder kann dies wirklich mit der Spritze zu tun haben?

    Gruß
    Michael

  5. Nadine schreibt:

    Hallo Michael,

    leider bin ich nicht vom medizinischen Fach und kann Dir deshalb darauf keine Antwort geben.
    Vielleicht sprichst Du vor der nächsten Spritze den behandelnden Arzt einmal darauf an? Der kann Dir sicherlich genau sagen, ob der Schnupfen mit der Spritze zusammenhängt.

    Ich wünsche Dir auch weiterhin alles Gute mit der Desensibilisierung.

    Viele Grüße
    Nadine

  6. mark Says:

    hallo, also ich kann die nebenwirkungen teilweise bestätigen. leichtes jucken an der einstichstelle und 2 tage später kreislaufprobleme und allg. unwohlsein. aber die allergiebeschwerden sind schwächer geworden. bin im 2ten jahr.

  7. Nadine schreibt:

    Hallo Mark,

    vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen zu Deiner Hyposensibilisierung mit uns teilst.
    Ich wünsche Dir alles Gute und bestmögliche Beschwerdefreiheit!

    Nadine

  8. Eric Says:

    Bin seit einem Jahr in einer SIT gegen Gräser, schon diesen Sommer hatte ich in der Gräser Hochzeit weniger Beschwerden. Aber die kleineren Kreuzallergien nebenbei die nicht von der SIT abgedeckt werden, schlagen scheinbar umso kraftvoller durch. Lästig an der SIT ist die dicke verfärbte heisse Beule am Arm die 2-3 Wochen bleibt. Kriegt man einen Insektenstich nahe der Beule, so wird der zu einer monströsen Quaddel die sich wochenlang hart verkapselt.

  9. Nadine schreibt:

    Interessant zu wissen. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg dabei – und meide die Stechinsekten, damit Du zukünftig von solchen Mega-Quaddeln verschont bleibst.

  10. renate Says:

    mache seit gut einem halben Jahr eine Desensibilisierung. Leider habe ich die verhärteten Einstichbeulen am Arm schon mehrere Monate, lasse mich darum schon in den Bauch pieksen. Auch ein starker Juckreitz in den Einstichstellen hält seit Monaten an. Hat Jemand ähnliche Erfahrungen?

  11. Zehra schreibt:

    Hallo Allergiker,
    habe letzte Woche meine erste Spritze erhalten und just von Freunden erfahren, dass meine Desensibilisierung nicht gerade zu einem Erfolg beim Abnehmen beitragen werde, weil das enthaltene Cortison den Körper “aufgehen lasse, wie einen Hefeteig!!!”
    Welche Erfahrungen habt ihr mit desensibilierungsbedingter Gewichtszunahme?

  12. Eric Says:

    Ich bekomme Allergovit und das enthält nur die Allergene und kein Cortison oder seine Verwandten. Bei Bedarf oder zu starker allergischer Reaktion soll ich ggf zusätzlich einen Allergieblocker einnehmen, das muss dann auch kein Cortison sein.

  13. Nadine schreibt:

    Ich denke auch, dass eine Desensibilisierung nicht zwangsläufig mit Cortison einhergehen muss.

  14. Astrid Says:

    Unser 6-jähriger Sohn klagt seit dem Folgetag der Spritze gegen Gräserpollen über Unwohlsein und Übelkeit. Darüber hinaus hat er dunkle Augenringe bekommen und fühlt sich matt. Kann das was mit der Spritze zu tun haben? Muss ich zum Arzt mit ihm?

  15. Nadine schreibt:

    Hallo Astrid, da ich nicht vom medizinischen Fach bin, kann ich Ihnen hierzu keine Auskunft geben. Ich persönlich könnte mir zwar vorstellen, dass die geschilderten Beschwerden mit der Desensibilisierung zu tun haben, eine Diagnose kann aber nur der Arzt vor Ort stellen. Viele Grüße, Nadine

  16. Bla Says:

    Einstichstelle in der halben stunde mit Eis kühle. Hilft ungemein

  17. Nadine schreibt:

    Danke für den Tipp! LG, Nadine

  18. Anke Says:

    hallo allergiker!
    mein sohn wird jetzt das dritte jahr ,wegen seiner gräser und pollen allergie desensibilisiert.er leidet seitdem unter 10 kg übergewicht ,obwohl er 2 mal in der woche sport treibt…die ärztin sagt ,das hängt nicht der immunisierung zusammen.aber ich kann das nicht ganz glauben….wer hat einen tipp??

  19. Nadine schreibt:

    Hallo Anke! Ich persönlich habe noch nie davon gehört, dass man von einer Hyposensibilisierung zunehmen kann. Aber man weiß ja nie – jeder Körper reagiert anders.

    Als Tipp würde mir selbst spontan nur einfallen, die Kalorienzufuhr zu reduzieren und noch einen weiteren Tag mit Sport einzubauen.

    Viele Grüße, Nadine

  20. Birgit Says:

    Hallo, auch ich habe innerhalb von 2 Jahren Desensibilisierung 10 kg zugenommen. Da ich auch sonst sehr starke Nebenwirkungen hatte (2 Tage nach der Spritze war ich immer wie gerädert, das ging dann 2 Tage), habe ich nach 1,5 Jahren abgebrochen. Die 10 kg habe ich immernoch. Leider. Ich hatte gehofft, die gehn von selber wieder :-( ((.
    Allen gute Besserung.

  21. Birgit schreibt:

    Ergänzung: Es waren 1 3/4 Jahre (weder 1,5 noch 2). Und der Zeitraum der Gewichtszunahme war identisch mit dem Zeitraum der Desensibilisierung.

  22. Nadine Says:

    Hallo Birgit, vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und viel Gesundheit. Viele Grüße, Nadine

  23. Alex schreibt:

    Hallo,

    habe heute meine erste Spritze bekommen und fast den ganzen Tag geschlafen. Zudem habe ich einen Schnupfen bekommen und alle Symptome meiner Allergie!!! Ich wusste gar nicht, das da Kortison drin ist. Vor langer Zeit habe ich das mal bekommen, da gab es eine sogenannte Cushinggrenze, die, glaube ich, bei 5n mg lag. Damals bekam ich fast 30mg und ging auf wie ein Hefekloß: 20 Kilo Übergewicht. Die gingen aber wirlich schnell weg, als ich das Kortison absetzen durfte. Habe sogar 45 Kilo danach abgenommen. Mal sehen, was kommt. Was passier eigentlich bei dieser Desensililisierung? Euch allen viel, viel Glück bei der Therapie.

  24. Nadine Says:

    Hallo Alex, also erst einmal möchte ich Ihnen viel Erfolg für Ihre Desensibilisierung wünschen. Alle möglichen Informationen zum Thema Desensibilisierung finden Sie zum Beispiel rechts in der Tag-Leiste unter dem Stichwort “Desensibilisierung”. Alles Gute und viele Grüße, Nadine

  25. chiara schreibt:

    Hi,auch meine Tochter jetzt 11 hat nach 4 Jahren Terapie zugenommen.Auch wir hoffen das es wieder weggeht.Sie 4 mal die Woche Sport und hat trotzdem zugenommen.

  26. chiara Says:

    Wenn man die Bilder anschaut die letzen 4 Jahre kann man sehen wie das Gewicht sich verändert hat.Seit einem halben Jahr haben wir aufgehört und es tut sich noch nichts das sie wieder abnimmt.Bin mal gespannt wann und ob es wieder weggeht.Sie leidet sehr.

  27. Nina schreibt:

    Ich mache seit 4 Jahren eine Hyposensibilisierung mit Allergovit und Acaroid. Die Beschwerden sind deutlich zurückgegangen. Aber es erfordert viel Geduld.

    Kortison ist kein Bestandteil der Spritzen. Das wäre ja auch kontraproduktiv, weil es die Immunantwort auf die Spritzen dämpfen würde.

    Ich habe alle Kommentare hier gelesen und wundere mich, dass ihr bei Beschwerden nicht euren Arzt fragt! Stärkere Symptome als Müdigkeit und Wärme/Jucken an der Einstichstelle sind definitiv nicht normal und erfordern eine Dosis-Reduktion.

  28. Nadine Says:

    Hallo Nina, vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Ich kann Ihnen nur Recht geben. Auch ich denke, dass man beim Auftreten von Beschwerden unbedingt den behandelnden Arzt konsultieren sollte.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Hyposensibilisierung.

    Viele Grüße,
    Nadine

 

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