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Werden bei einem Patienten - egal welchen Alters - durch eine genaue Diagnostik beim Spezialisten in Form eines Allergietestes auf der Haut und auch im Blut Allergene festgestellt, dann empfiehlt sich je nach Ausprägung der Beschwerden eine Desensibilisierung oder auch Hyposensibilisierung vorzunehmen. Wenn alles gut verläuft, ist der Patient am Ende der Therapie nach ca. 3 Jahren beschwerdefrei oder die Beschwerden sind zumindest auf einen erträglichen Rahmen zurück gestuft. Die Hyposensibilisierung erfolgt durch Tabletten, Tropfen und durch die häufigste Verfahrensweise, der Spritze.
Allerdings können bei einer Desensibilisierung auch Nebenwirkungen auftreten, die dazu führen können, dass die Therapie vorzeitig abgebrochen werden muss. Es können so zum Beispiel ein extremer Juckreiz am ganzen Körper auftreten oder an den Stellen, an denen die jeweiligen Einstichstellen der Spritze liegen. Es kann zu massiver Luftnot kommen oder es kommt zu Knötchenbildungen an den Einstichstellen. Die schlimmste Nebenwirkung überhaupt im Rahmen einer
Desensibilisierungstherapie ist der anaphylaktische Schock, der lebensgefährlich bzw. lebensbedrohend sein kann. Damit dies nicht passiert, muss der Patient in der Praxis des behandelnden Arztes nach der Injektion noch mindestens eine halbe Stunde warten und sollte auch später unbedingt auf Reaktionen seines Körpers achten, damit bei einer auftretenden Reaktion sofort der Arzt konsultiert werden kann, der dann ein Gegenmittel spritzen kann.
Bei mir und bei meinem Sohn hat eine Desensibilisierung vor vielen Jahren zu einer gravierenden Verbesserung unserer allergischen Erkrankung geholfen.
Tags: Desensibilisierung
10 Kommentare zu “Nebenwirkungen bei einer Desensibilisierung”
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Oktober 25th, 2008 at 17:19
Ich hab schon öfter gehört, dass eine Desensibilisierung die Allergie nur verschlimmert statt verbessert hat. Ein Grund für mich, dass nicht zu versuchen.
Januar 5th, 2009 at 14:04
Bisherige Studien konnten keine Verschlimmerung einer Allergie nach Desensibilisierung feststellen. Dies ist auch pathophysiologisch nicht möglich. Die Desensibilisierung ist die wirksamste Methode Allergien zu bekämpfen. Leider kann nicht jeder Patient davon profitieren.
Januar 18th, 2009 at 17:16
Ich mache diesen Januar das vierte desensibilisierungsjahr und muss sagen, dass es sich schon sehr gut verbessert hat, ich jedoch immer noch beim Allergietest reagiere, im Sommer jedoch der Heuschnupfen schon viel schwächer ist.
Nur die Nebenwirkungen sollten niht unterschätzt werden. Die sind bei jedem natürlich anders, doch ich leide mit steigender Dosis unter leichtn Kreislaufproblemen und Müdigkeit, alle in annehmbren Maße und relativ starker Schmerzen um die Injektionsstelle.
Dennoch kann ich es nur empfehlen, solang man selbst mit dem Arzt andere Möglichkeiten abgewogen hat.
Mai 11th, 2009 at 13:25
Hallo Leidensgenossen.
Habe nun seit Dezember letzten jahres auch mit einer Desensibilisierung gegen Hausstaubmilben angefangen. Bis jetzt habe ich sehr gute Erfahrungen machen können.
Seit zwei Monaten habe ich aber jeweils nach der Spritze einen starken Schnupfen bekommen.
Ist das nun Zufall oder kann dies wirklich mit der Spritze zu tun haben?
Gruß
Michael
Mai 12th, 2009 at 19:02
Hallo Michael,
leider bin ich nicht vom medizinischen Fach und kann Dir deshalb darauf keine Antwort geben.
Vielleicht sprichst Du vor der nächsten Spritze den behandelnden Arzt einmal darauf an? Der kann Dir sicherlich genau sagen, ob der Schnupfen mit der Spritze zusammenhängt.
Ich wünsche Dir auch weiterhin alles Gute mit der Desensibilisierung.
Viele Grüße
Nadine
September 6th, 2009 at 17:59
hallo, also ich kann die nebenwirkungen teilweise bestätigen. leichtes jucken an der einstichstelle und 2 tage später kreislaufprobleme und allg. unwohlsein. aber die allergiebeschwerden sind schwächer geworden. bin im 2ten jahr.
September 11th, 2009 at 09:14
Hallo Mark,
vielen Dank, dass Du Deine Erfahrungen zu Deiner Hyposensibilisierung mit uns teilst.
Ich wünsche Dir alles Gute und bestmögliche Beschwerdefreiheit!
Nadine
September 12th, 2009 at 13:56
Bin seit einem Jahr in einer SIT gegen Gräser, schon diesen Sommer hatte ich in der Gräser Hochzeit weniger Beschwerden. Aber die kleineren Kreuzallergien nebenbei die nicht von der SIT abgedeckt werden, schlagen scheinbar umso kraftvoller durch. Lästig an der SIT ist die dicke verfärbte heisse Beule am Arm die 2-3 Wochen bleibt. Kriegt man einen Insektenstich nahe der Beule, so wird der zu einer monströsen Quaddel die sich wochenlang hart verkapselt.
September 13th, 2009 at 15:02
Interessant zu wissen. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg dabei - und meide die Stechinsekten, damit Du zukünftig von solchen Mega-Quaddeln verschont bleibst.
Juli 1st, 2010 at 14:45
mache seit gut einem halben Jahr eine Desensibilisierung. Leider habe ich die verhärteten Einstichbeulen am Arm schon mehrere Monate, lasse mich darum schon in den Bauch pieksen. Auch ein starker Juckreitz in den Einstichstellen hält seit Monaten an. Hat Jemand ähnliche Erfahrungen?