Die Durchführung des oralen Provokationstests bietet sich insbesondere bei Lebensmittelunverträglichkeiten und Medikamentenallergien an.

Die Reihe zu den Provokationstests möchte ich heute mit dem oralen Provokationstest fortsetzen:

Die orale Provokation wird in der Regel dann angewandt, wenn ein Pricktest ohne eindeutiges Ergebnis ausfällt, der Verdacht auf eine Sensibilisierung aber nichtsdestotrotz vorliegt. Der Test bietet sich vor allem bei einer möglichen Medikamente- oder Lebensmittelallergie an, kann aber beispielsweise auch zur Abklärung einer Laktoseintoleranz beitragen.

Der Ablauf des Tests ist ungefähr so zusammenzufassen: Dem Patienten wird abwechselnd und in ansteigender Dosierung eine Flüssigkeit oder Zubereitung mit und ohne Allergen zum Verzehr vorgesetzt. Hierbei weiß der Patient nicht, wann es sich um ein allergenversetztes Präparat handelt. Darüber hinaus wird die Zubereitung oft so stark verfremdet, dass er nicht weiß, was genau er zu sich nimmt. Treten Reaktionen wie Magenschmerzen, Durchfall oder Hautreizungen auf, wird der Test abgebrochen. Mehr Informationen zur Durchführung des oralen Provokationstests lassen sich u.a. hier auf Allum.de finden.

Als besonders sicher hat sich die „doppelblinde“ Testung, kurz: DBPCFP, erwiesen, bei welcher nicht nur der Patient, sondern auch der durchführende Arzt nicht weiß, um was für ein Produkt es sich bei der getrunkenen oder gegessenen Zubereitung handelt. Allerdings wird dieses recht aufwändige Testverfahren noch nicht überall angeboten.

Wie alle Provokationstests sollte auch der orale Provokationstest nur von einem Facharzt bzw. in einer Klinik durchgeführt werden, da er Risiken birgt. Schlimmstenfalls kann das Verfahren eine schwere Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock) auslösen. Außerdem sind Spätreaktionen möglich.

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