Was sich zunächst in Form von lästigen Blähungen und Durchfall äußert und im Umfeld durchaus für Belustigung sorgt, kann sich bei einer genauen Analyse als Laktoseintoleranz herausstellen. Die Ursache für diese Form der Allergie ist die fehlende Produktion des Verdauungsenzyms Laktose, welches den von der Nahrung aufgenommenen Milchzucker aufspaltet und somit für den Körper verwertbar macht.

Insbesondere die weltweit unterschiedliche Verbreitung der Laktoseintoleranz ist für Mediziner noch immer ein ungelöstes Rätsel, denn während in unseren Breitengraden fünf bis zehn Prozent davon betroffen sind, liegt der Anteil im asiatischen und afrikanischen Raum bei über 90 Prozent. Dort wird Milchzucker auch als unverträgliches Nahrungsmittel zugeordnet. Die eingangs erwähnten Symptome wie Durchfall oder Blähungen treten dadurch auf, dass der Milchzucker, statt wie üblich im Dünndarm verarbeitet, unbearbeitet in den Dickdarm gelangt, dort von den Dickdarmbakterien aufgenommen wird und schließlich vergärt.

Ist man jenen Symptomen betroffen, sollte man sich einen entsprechenden Test unterziehen. Einerseits kann eine Laktose-Diät, wo man auf sämtliche Milchprodukte verzichtet, einige Erkenntnisse liefern, wenn beispielsweise die Beschwerden sofort abklingen. Möchte man einen gängigeren Praxistest machen, sollte man wie eben erwähnt, auf Milchprodukte verzichten, um dann ein Glas Wasser mit 50 bis 100 g gelöstem Milchzucker trinken. Treten dann innerhalb kürzester Zeit die erwähnten Symptome auf, kann man eigentlich davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine Laktoseintoleranz handelt.

Angeborene Laktasemangel lässt sich nicht heilen, jedoch lassen sich die Auswirkung durch eine spezielle Ernährung erheblich abmildern.

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