Viele Menschen leiden unter der weitverbreiteten Hausstauballergie

Was man umgangssprachlich als „Hausstauballergie“ bezeichnet, ist eigentlich eine Allergie auf den Kot der im Hausstaub lebenden Milben. Diese kleinen, nur unter dem Mikroskop erkennbaren Tierchen ernähren sich von den Schuppen menschlicher Haut und werden deshalb „dermatophagoides“, Hautfresser, genannt. Sie leben vorzugsweise an Stellen, wo sich Schuppen leicht festsetzen – etwa in Heimtextilien wie Kissen, Decken, Teppichen, Kuscheltieren etc. Man geht davon aus, dass nach 2 Jahren rund 10 Prozent des Inhalts eines Kopfkissens aus toten Milben und deren Ausscheidungen bestehen.

Die allergische Reaktion bei „Hausstauballergikern“ wird also nicht durch den Staub selbst, sondern durch den Kot der Milben ausgelöst; primär durch das Allergen Antigen 1. Als typische Symptome gelten Niesen, Augentränen, Ohrenjucken, Husten und dergleichen.

Was kann man tun?

Es ist nahezu unmöglich, eine für „Hausstauballergiker“ reizfreie Umgebung herzustellen. Dennoch gibt es laut Medizin genügend Möglichkeiten, die Belastung auf ein Minimum zu reduzieren: Allergiker sollten etwa niemals Staub „aufwirbeln“, sondern immer entweder saugen oder mit einem feuchten Staubtuch wischen. Dadurch wird verhindert, dass der Staub sich im Raum verteilt. Ferner sollten sämtliche Wohnräume regelmäßig und gründlich gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Eine spezieller Staubsauger mit HEPA-Filter kann weiterhelfen; außerdem das sogenannte Niem-Spray. Mit letzterem sollten Bettlaken usw. halbjährlich eingesprüht werden; es unterbindet das Wachstum von Pilzen, auf welche die Milben angewiesen sind.

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