Allergien kommen, davon kann man wohl ausgehen, nicht aus dem Nichts.

Dennoch können Experten bis heute nicht zweifelsfrei beantworten, warum nur einer von zwei Zwillingen, die unter weitgehend gleichen Bedingungen aufgewachsen sind, an einer Allergie leidet – etwas genetische Lotterie oder dergleichen scheint auch eine Rolle zu spielen, oder kurz: Manche haben einfach Pech.

Ich gehöre dazu; mein Heuschnupfen plagt mich seit Jahren. Und wenn ich ehrlich bin, hätten die folgenden Ratschläge mir auch kaum geholfen – im Großen und Ganzen habe ich sie – völlig unabsichtlich, versteht sich – alle beherzigt, und bin dennoch ein passionierter Heu-Nieser. Seien Sie sich also darüber im Klaren, dass die folgenden Umwelt-, Wohn- oder allgemein Lebenssituationen, von denen man annimmt, dass sie Allergien provozieren, durchaus nicht die einzigen Allergieauslöser sind; bzw., dass manche von uns einfach allergisch werden, ganz gleich, was wir tun. Ein wenig fühlt man sich wie Charlie Brown, der nie ein Rendez-vous mit dem kleinen rothaarigen Mädchen haben wird …

Rauch und Abgase

Besonders Kleinkinder, die im Umfeld eines oder mehrerer Raucher aufwachsen, sind später allergiegefährdet. Ein plausible Begründung wäre beispielsweise, dass der Tabakqualm die Atemwegs-Schleimhäute übermäßig reizt und letztlich überempfindlich macht. Dasselbe gilt verständlicherweise für Abgase.

Kurze – oder gar keine – Stillzeit

Natürlich ist es jeder Frau überlassen, zu entscheiden, ob sie ihr Kind stillen möchte oder nicht. Nachweislich steigt aber das Allergierisiko bei Kindern, die nicht gestillt werden.

Soziales Umfeld

Keine Sorge, jetzt kommt kein Anna-Gavalda-Roman. „Soziales Umfeld“ meint: Mit umso mehr Menschen man täglichen Umgang pflegt, umso resistenter ist man gegen Allergien. Warum? Aus demselben Grund, aus dem Kinderärzte raten, Kinder möglichst viel im Freien spielen zu lassen: Der Kontakt mit verschiedenen Reizstoffen – alle in verträglichen Dosen, versteht sich – stärkt das Immunsystem. Eine Art natürliche Homöopathie also.

Ernährung

Dieser Punkt scheint auf den ersten Blick einleuchtend, wird aber bei genauerer Betrachtung zunehmend diffuser: Denn was der Eine verträgt, das löst beim Anderen nur noch Übelkeit aus. Ganz ähnlich verhält es sich mit den in Nahrungsmitteln enthaltenen Allergenen: Nicht alle mögen den Ausbruch einer Allergie provozieren; aber welche? Letztlich ist das individuell verschieden. Sollten die allergischen Beschwerden allerdings allzu stark sein, lohnt es sich, gemeinsam mit dem Hausarzt die eigenen Ernährungsgewohnheiten kritisch zu begutachten.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.