Wer an einer Zöliakie leidet, verträgt das in vielen Nahrungsmitteln vorkommende Klebereiweiß (Gluten) nicht. Bislang ist die Meidung von Gluten das einzige Mittel, um beschwerdefrei bleiben zu können. Doch es besteht Grund zur Hoffnung, dass bald eine Therapie gegen die Zöliakie entwickelt werden könnte.

Die Zöliakie ist keine Lebensmittelallergie, sondern eine Nahrungsmittelintoleranz. Die chronische Erkrankung, welche auch als Glutenintoleranz oder Sprue bekannt ist, stellt eine Unverträglichkeit gegen den in vielen Getreidesorten enthaltenen Klebereiweiß (Gluten) dar.

Zöliakie: Unbehandelt kann sie Spätfolgen nach sich ziehen

Bei den Betroffenen zieht der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich. Die Aufnahme von Nährstoffen wird erschwert, häufig sind Mangelerscheinungen die Folge. Bleibt eine Glutenintoleranz unentdeckt und wird in der Folge trotz bestehender Zöliakie weiterhin Nahrung mit Klebereiweiß zugeführt, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der Darmepithelzellen, was schwere Spätfolgen nach sich ziehen kann.

Gibt es bald eine Therapie?

Bis jetzt lässt sich die Zöliakie nur durch strikte Karenz, also mittels absoluter Meidung von glutenhaltigen Lebensmitteln, behandeln. Doch die Forschung gibt Grund zur Hoffnung, dass in Zukunft eine Therapie gegen die chronische Erkrankung entwickelt werden könnte. In einem von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) geförderten Projekt erforschen Christian Zimmermann und Prof. Dr. Klaus-Peter Zimmer von der Abteilung Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), wieso manche Menschen gegenüber Gluten tolerant sind und andere nicht. Es wäre möglich, dass sich aus den Forschungsergebnissen für Zöliakie-Betroffene ein therapeutischer Ansatz entwickeln lassen könnte. – Ausführlichere Informationen zu diesem recht komplexen Thema gibt es hier.

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