Wer eine Nickelallergie hat, weiß in der Regel, von welchen Gegenständen die Gefahr ausgeht und kann versuchen, diese zu meiden. Doch was tun, wenn die Nickelquelle bereits fest im Körper sitzt, wie zum Beispiel in Form einer Zahnspange?

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass noch in so vielen Dingen des täglichen Lebens Nickel enthalten ist. Denn man darf nicht vergessen: Nickel ist das häufigste Kontaktallergen überhaupt – und zwar nicht erst seit gestern, sondern schon seit etlichen Jahren.
Tauchen also an einer bestimmten Körperstelle juckende Quaddeln auf und lassen sich andere potentielle Ursachen wie Insektenstiche oder Nesselsucht-Schübe ausschließen, ist es recht wahrscheinlich, dass eine Nickelallergie dahinter steckt.

Nickelallergie: Das Metall ist unser ständiger Begleiter

Es ist aber auch gar nicht so einfach, das Metall dauerhaft zu meiden. Denn schließlich ist Nickel präsent in allen Lebensbereichen: Es ‚lauert‘ beispielsweise nicht nur in Reißverschlüssen, Jeansknöpfen, Türklinken, Brillengestellen und Münzen, sondern kann auch in diversen Nahrungsmitteln sowie in Medizinprodukten wie Gelenkprothesen enthalten sein.

Gefahr Zahnspange?

Selbst im empfindlichen Mundraum ist man vor der dauerhaften Gegenwart von Nickel nicht hundertprozentig gefeit, insbesondere dann nicht, wenn man auf das Tragen einer Zahnspange angewiesen ist. Diese enthalten nämlich nicht selten Legierungen aus Nickel. Zwar deutet eine kürzlich erfolgte Untersuchung darauf hin, dass von nickelhaltigen Spangen – die laut den Experten bei Beschienung von Ober- und Unterkiefer täglich immerhin bis zu 22-40 µg Nickel in den Mund absondern – kein erhöhtes Sensibilisierungsrisiko ausgeht. Dennoch ist bei der Wahl der passenden Zahnspange eine gewisse Vorsicht angebracht. Wie beispielsweise hier erwähnt wird, sollten insbesondere bereits mit Nickelallergie diagnostizierte Patienten (aber auch all jene, die Nickel präventiv aus dem Weg gehen wollen) vor der Anpassung der Spange mit ihrem Kieferorthopäden über in Frage kommende Alternativmaterialien sprechen. Wenn die Zahnspange bereits (fest) angepasst sei und es im Mund zu allergischen Reaktionen komme, könne es indes erforderlich sein, die alte Spange oder Teile davon zu ersetzen.

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