Den ersten Schritt zur Diagnose, ob eine Allergie vorliegt, stellt in den meisten Fällen der Pricktest dar. Dieser über die Haut ausgeführte Allergietest ist kaum schmerzhaft, dafür aber relativ zuverlässig.

Leidet man ohne offensichtlich nachvollziehbare Ursache bzw. akute Infektion an einem Schnupfen oder hat z.B. mit entzündlichen Hautreaktionen zu kämpfen, sollte man die Symptome abklären lassen und zwecks Durchführung eines Allergietests einen Allergologen aufsuchen. In aller Regel führt dieser dann zunächst einmal einen so genannten Pricktest (engl.: „(to) prick“ = einstechen) durch.

Ziele

Der Pricktest ist ein relativ zuverlässiges Verfahren, um erstmalig zu ergründen, ob beim Patienten Sensibilisierungen auf Pollen, Hausstaubmilben, Insektengift oder Tierhaare vorliegen. Wie u.a. allergie.medhost.de hier berichtet, kann der Pricktest jedoch keine klare Aussage zu Schimmelpilz- und Lebensmittelallergien liefern.
Für eine tiefer gehende Diagnostik und eine optimale Behandlung ist es ferner notwendig, ein ausführliches Gespräch mit dem Allergologen zu führen und sich eventuell weiteren Tests zu unterziehen.

Ablauf

Wie es z.B. auch für den Reibetest gilt, darf mindestens vier Tage vor dem Pricktest kein Antiallergikum eingenommen werden, da dies das Testergebnis verfälschen könnte. Ist dies gegeben, wird der Test wie folgt durchgeführt:

Beim Pricktest werden mittels einer Nadel oder Lanzette die Lösungen verschiedener Allergene oberflächlich in die Haut eingestochen. Um die Testergebnisse besser beurteilen zu können, wird zusätzlich zu den Allergen-Lösungen auch eine Negativkontrolle mit Kochsalz sowie eine Positivkontrolle mit Histamin aufgetragen. Für die Einstiche wird meistens das Hautareal des Unterarms herangezogen, manche Tests werden aber auch auf dem Rücken des Patienten durchgeführt.
Nach etwa 15 bis 30 Minuten lässt die Reaktion der betroffenen Hautstellen (bzw. in schwereren Fällen können auch zusätzliche allergische Symptome wie Niesreiz, etc. auftreten) dann darauf schließen, ob gegen die angewandten Stoffe eine Sensibilisierung vorliegt oder nicht. Anhand eines zuvor aufgezeichneten ‚Stech-Plans’ kann der Arzt genau ablesen, auf welche Lösungen reagiert worden ist.

Nebenwirkungen und Risiken

Während die Einstiche in der Regel kaum spürbar sind, kann die darauf folgende Reaktion der Haut umso gewaltiger ausfallen: Manche Patienten staunen beispielsweise nicht schlecht, wenn sich in kurzer Zeit brennende, rote Quaddeln und Juckreiz auf ihren Unterarmen breitmachen. Darüber hinaus gilt der Pricktest aber als relativ komplikationslos und verläuft in der Regel ohne weitere nennenswerte Nebenwirkungen.
Eine gründliche Anamnese vor dem Test reduziert das Risiko, in Folge des Pricktests einen anaphylaktischen Schock zu erleiden. Um dieses zusätzlich zu minimieren, sollte der Patient nach dem Test sicherheitshalber noch mindestens eine Stunde in der Arztpraxis verweilen.

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Pricktest

Der Pricktest war übrigens auch mein erster Allergietest. Obwohl er nun schon einige Jahre her ist, erinnere ich mich noch klar und deutlich an das Prozedere und kann sagen:
Die Einstiche selbst waren tatsächlich kaum spürbar – danach aber brannte es an einigen Einstichstellen, da sich in vielen Fällen eindeutige allergische Reaktionen einstellten. Zwischendurch bekam ich schon ein wenig Angst, da die Einstiche zu dicken Knubbeln anschwollen und rot wurden. Die Reaktion blieb aber auf das getestete Hautareal begrenzt, zu Niesattacken, Tränenfluss oder sogar Atemnot kam es also – glücklicherweise – nicht.

Wirklich weitergebracht hat mich der Pricktest seinerzeit übrigens nicht. Da ich gegen so viele einzelne Allergene sensibilisiert war, machte – laut Allergologe – eine Desensibilisierung für mich keinen großen Sinn.
Aber immerhin konnte ich später allen Leuten stolz meinen lädierten Testarm zeigen, der auch Stunden später noch so aussah, als ob ich ihn in ein Wespennest gehalten hätte…

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