Wer eine Apfelallergie hat, die auf eine Birkenpollenallergie zurückzuführen ist, könnte sich für die Ergebnisse einer vor kurzem durchgeführten Studie aus der Schweiz interessieren. Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass der Genuss von kleinen, sich steigernden Apfelmengen eine Toleranz aufbauen kann.

Sie haben nicht nur pralle, farbenfrohe Bäckchen, die verführen, sondern sind auch ganz schön gesund – die Rede ist von Äpfeln. Die runden Früchtchen, die es mittlerweile in so vielen neuen Sorten und Farbschlägen gibt, können allerdings zu einem Problem werden, wenn ihr Genuss eine Allergie auslöst. Die zu einer Apfelallergie gehörigen Symptome äußern sich dann in den meisten Fällen direkt im Mund- und Rachenbereich: Die Zunge juckt, der Hals brennt und/oder kribbelnde Bläschen machen sich breit.

Apfelallergie: Kreuzreaktion von Birkenpollenallergie

Nicht immer ist man allerdings tatsächlich direkt auf das schmackhafte Obst allergisch, sondern leidet vielmehr unter Kreuzreaktionen, während man eigentlich auf Birkenpollen allergisch ist (siehe auch den Artikel „Birke: Pollenreiche Schönheit mit Kreuzallergie-Potential“). Da sich die allergieauslösenden Eiweiße von Birkenpollen und Äpfeln ähneln, reagiert man als Birkenpollenallergiker oft auch auf den Apfel allergisch.

Toleranz durch mehr Äpfel?

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine kürzlich durchgeführte Schweizer Studie, an der insgesamt 40 Birkenpollenallergiker mit Apfelallergie teilnahmen: 27 der Teilnehmer formierten die Interventionsgruppe und erhielten täglich 1 bis 128 Gramm Apfel zum Verzehr. Die übrigen 13 Patienten in der Kontrollgruppe aßen keinen Apfel. Acht Monate lang verzehrte die Interventionsgruppe Tag für Tag ihre Apfelportion, welche alle zwei bis drei Wochen verdoppelt wurde. Nach Ablauf der acht Monate konnten 17 der 27 Patienten aus der Interventionsgruppe symptomfrei mindestens 128 Gramm Apfel vertragen, während bei den Teilnehmern aus der Kontrollgruppe keiner Apfel essen konnte, ohne Allergiesymptome davonzutragen. – Weitere Informationen zu der Studie sind zum Beispiel hier zu finden.

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