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Tipps für Allergiker
Dank des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama, dessen Tochter allergisch auf Tierhaare ist, wird die Welt nun auf eine Hunderasse aufmerksam, die speziell für Allergiker gezüchtet wurde.
Der Labradoodle ist eine Mischung aus Labrador und Pudel. Bereits seit 1989 wird diese Rasse gezüchtet und ist in vielen Ländern noch längst nicht als eigenständige Rasse anerkannt. Ziel war es, die Eigenschaften des Labradors, der als sehr folgsamer und braver Hund gilt, mit denen des Pudels zu vereinen. Pudel haben sehr festes Haar, das kaum bis gar nicht ausfällt- ideal also für Menschen, die allergisch auf Tierhaare reagieren.
Dadurch, dass kaum ein Fellwechsel stattfindet, werden die Auslöser für eine Allergie auf Tierhaare reduziert. Zudem lässt sich das Fell des Labradoodle besonders gut pflegen- eine weitere Eigenschaft, die das Risiko auf eine Tierhaarallergie reduziert.
Eine 100prozentige garantie gibt es freilich nicht, denn sehr empfindliche Menschen können auch auf diese Hunderasse reagieren. Zudem steckt die Labradoodle-Zucht noch in den Kinderschuhen, sodass vereinzelte Tiere trotz aller Voraussetzungen durchaus haaren können. Dennoch ist dies ein bedeutender Schritt in Richtung eines nicht allergieauslösenden Hundes- Millionen Kinder auf der ganzen Welt wird es freuen.
Neben dem Labradoodle gibt es auch Goldendoodles, eine Mischung aus Goldenretriever und Pudel.
Tags: Tierhaarallergie
9 Kommentare zu “Der Labradoodle, ein Hund für Allergiker”
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April 18th, 2009 at 19:54
Ich finde es sehr bedenklich, wenn auf einer speziellen Seite zum Thema Allergie solche Thesen verbreitet werden. Eine Tierhaarallergie beruht nicht auf einer Allergie gegen Haare sondern gegen den Speichel und Hautschuppen des Tieres. Da sich darin ein Eiweiß befindet, dass die Allergie auslöst. Wie soll also nur der Umstand, dass ein Hund weniger oder gar nicht haart, die Auslösung einer Allergie verhindern? Hier wird doch meiner Meinung nach Menschen unnötig Hoffnung darauf gemacht, einen Hund halten zu können. Auch der Hinweis auf anderen SEiten mit den Hundehaaren zum Allergologen zu gehen um es testen zu lassen, finde ich eher lustig.
Das ganze Gerede von einem Allergiehund ist doch wohl eher eine riesige Werbekampagne.
April 28th, 2009 at 19:49
Ich muss Michaela da vollkommen zustimmen! Einen “Antiallergischen-Hund” gibt es nicht! Auch Hunde die nicht haaren können die allergieauslösenden Stoffe in sich tragen und somit schwere allergische Reaktionen auslösen!
Einen Hund mit der Aussage “Der verliert keine Haare, deshalb bekommt man auf ihn keine Allergie” ist pure Geldmacherrei und dazu noch gefährlich! Immerhin kann man an einer Allergie sogar sterben (allergisches Asthma)!
Deshalb bitte keine Aussagen wie “Ein Hund für Allergiker”, denn das stimmt einfach nicht!
April 30th, 2009 at 13:18
Es heißt in dem Bericht aber, dass die Auslöser für die Allergie reduziert werden und nicht, dass die Allergie gar nicht mehr vorhanden ist. Das ist wohl ein Unterschied. Außerdem ist wohl ein Blog, das über diese Rasse berichtet kaum mehr als das Zünglein an der Waage, wenn es um die Hoffnungen von Menschen geht. Sicher ist es unverantwortlich, sich einen solchen Hund anzuschaffen, ohne sich richtiog zu informieren, das gilt aber ebenso für alle anderen Hunderassen.
April 30th, 2009 at 14:22
Ich finde: Die Tatsache, dass Obama diese Hunderasse – nach monatelanger Suche – seinen Töchtern ‘zumutet’, lässt eigentlich schon darauf schließen, dass am obigen Bericht irgendetwas dran sein muss.
November 11th, 2009 at 15:42
Hallo,
das kann es doch aber auch nicht sein, dass der Mensch sich die Umwelt so zurecht züchtet, wie er sie braucht.Bin mal gespannt ob diese Rasse auch in ein paar Jahren noch gefragt ist, wenn man die ersten Komplikationen dieser Kreuzung entdeckt hat. Eine Lösung für das Problem gibt es immer. Ich hatte selbst lange mit einer Hundehaarallergie zu kämpfen. Als mein neuer Partner mir nun aber seinen “anderen Lebensgefährten” vorstellte, hatte ich ein echt Problem. Ich konnte ja schlecht sagen “Freundin oder Hund”. Also sind wir von Arzt zu Arzt und haben etliche Mittelchen ausprobiert um ein Leben zu dritt zu haben. Letztendlich hat mir die Seite Hundehaarallergie-info.de echt geholfen. Der Mann ist geblieben, der Hund auch. Nur meine Hundehaarallergie ist weg. Nein mal ehrlich es gibt, wie gesagt immer einen Weg. Ich musste lange suchen und hab ihn dann auch gefunden. Hab es bis heute nicht bereut.
November 21st, 2009 at 01:44
sorry, muss als VetMed studentin meinen Senf dazugeben:
jedes Individuum hat seinen besonderen Haupthistokompatibiltätskomplex aus aminogruppen auf jeden seiner Zellen, der auch rassetypisch beeinflusst ist. Pudel und machen anderen Rassen fehlen bestimmte Eiweißbausteine, die für andere Individuen allergen sind. Wenn bestimmte Menschen dann zufällig (und das ist meistens der fall) gegen diese Eiweißbausteine allergsich reagieren, kann Ihnen mit diesen Hunderassen der Wunsch vom Hund erfüllt werden.
Bezüglich Durchsetzung der Rasse Labradoodle: Die Züchtung mahct nur Sinn, solange man weiterhin nur Labradore mit Pudeln kreuzt und die daraus resultierenden Hybriden nicht verpaart. Nur so können die Vorzüge der beiden Rassen ausgebildet werden. Das ist auch der grund, warum die meisten Züchter solche Hybriden früh kastriert abgeben.
November 22nd, 2009 at 18:34
Vielen Dank zwietscha und Christina, für eure beiden langen, interessanten und informativen Kommentare! Viele Grüße, Nadine
Januar 4th, 2012 at 15:36
Hallo!
Ich bin Tierhaarallergikerin und als ich vor einigen Jahren vom Labradoodle hörte, war das für mich eine wahnsinns Chance.
Wir haben es ausprobiert und ich habe WIRKLICH nicht auf die Tiere beim Züchter reagiert.
Wir haben zwei Züchter besucht – einer stellte sich als Vermehrer heraus, der tatsächlich Pudel in jeder Größe mit Labradoren verpaarte (nur einmal vorstellen: ein Zwergpudel muss die Welpen eines Labradors austragen um einen Miniature zu erzielen!!! Tatsächlich erreicht man die Miniature Labradoodles durch die Zucht mit jeweils kleinen Hybriden).
Der Zweite züchtete mit Hybriden und erklärte auch einiges zur Genetik – und wie lang der Weg hin zum tatsächlichen allergiefreundlichen Hund ist. Ein Mix aus Labrador und Pudel kann die Merkmale der Eltern aufweisen – aber wie die gelagert sind, weiß vorher niemand. Daher sind gerade diese Hybriden NICHT zu empfehlen. In Australien wird seit etlichen Jahren der Australian Labradoodle gezüchtet – ursprünglich als Hilfshunde für behinderte Allergiker. Es ist eben NICHT damit getan, Labrador und Pudel zu kreuzen. Allerdings reicht es auch nicht, die ersten Hybriden zu kreuzen, der eigentliche Labradoodle – in dem Sinn, in dem er angepriesen wird, ist das Produkt vieler Generationen. Viele Informationen findet man auf rutlandmanor.com
Der seriöse Züchter, den wir besucht und kennengelernt haben, hat seine Zuchttiere Übrigens extra aus Australien aus dieser Zucht (siehe Link) – gerade WEIL es eben Jahre dauert, die positiven und gewollten Eigenschaften des Labradoodles herauszuzüchten. Also mein Rat an alle Interessenten. SEHR SEHR gut informieren!!! Nur das schützt vor Fehlanschaffungen.
Januar 9th, 2012 at 03:48
Vielen Dank für diesen informativen Kommentar. LG, Nadine