Wer an Zöliakie leidet, kann nur auf eine sehr beschränkte Auswahl von Getreideprodukten zurückgreifen. Doch wie es aussieht, wird es Betroffenen in Zukunft möglich sein, ihren Speiseplan etwas zu erweitern, denn es ist verträglicher Hafer in Sicht.

Hinter dem Begriff Zöliakie verbirgt sich die Glutenintoleranz im Erwachsenenalter.

Zöliakie: Problem Gluten

Betroffene vertragen das in vielen Getreidesorten – wie zum Beispiel Weizen, Gerste und Roggen – befindliche Klebereiweiß nicht.  Nehmen sie dennoch glutenhaltige Lebensmittel zu sich, ist die Entzündung der Dünndarmschleimhaut sowie später auch die Zerstörung von Darmepithelzellen die Konsequenz.

Wird die Zöliakie dauerhaft ignoriert und trotzdem regelmäßig Gluten konsumiert, können schwere Spätfolgen wie Osteoporose, Dünndarmkrebs oder Karzinome auftreten.

Verträglicher Hafer in Sicht

Um beschwerdefrei leben zu können, ist die strikte Meidung glutenhaltiger Lebensmittel von Nöten. Leider schränkt diese Notwendigkeit der Karenz den Speiseplan von Zöliakie-Patienten ziemlich stark ein.
Bislang galt zum Beispiel auch Hafer als relativ problematisch, wenn es darum ging, das Getreide in einen glutenfreien Speiseplan zu integrieren – unter anderem auch deshalb, weil er im Laufe seiner Verarbeitung mit glutenreichem Getreide in Kontakt kommt. Wie es aussieht, können sich Menschen mit Glutenintoleranz nun aber über einen neuen, „sauberen“ Hafer aus einem demeter-Projekt in Norddeutschland freuen. Der spezielle Hafer soll einen Glutenanteil von unter 20 ppm aufweisen.

Ausführlichere Informationen zu dem „sauberen“ Hafer sind hier in der Pressemitteilung des aid Infodienstes zu finden.

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