Die sogenannte „Dschungeltheorie“ (ja, sie heißt wirklich so) besagt, dass Menschen, die im (Klein-)Kindesalter möglichst vielen Reizstoffen ausgesetzt waren später weniger dazu neigen, eine Allergie zu entwickeln. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Kinder, die in einer besonders hygienischen Umgebung aufwachsen, allergiegefährdeter sind als ihre Altersgenossen.

Das gilt freilich nicht für Säuglinge: In den ersten sechs Lebensmonaten ist es – zumindest, was Allergien betrifft – für ein Kind am Besten, ausschließlich gestillt zu werden. Kinder, die nicht gestillt werden, entwickeln später eher eine Allergie als Stillkinder. Auch anschließend sollte die Ernährung bestimmte Nahrungsmittel nur langsam und stufenweise einführen.

Zurück in den Dschungel: Tatsächlich nimmt die Zahl der Allergiker, besonders in Großstädten, wesentlich zu. Zwar ist die „Dschungeltheorie“ nicht bewiesen; aber die Indizien sprechen deutlich dafür, dass ein unangemessen hoher Hygienestandard unserer Gesundheit nicht unbedingt zuträglich ist.

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