Anscheinend sind weniger Allergien im Erwachsenenalter zu erwarten, wenn man in jüngster Kindheit mit bestimmten tierischen Hausgenossen zusammengelebt hat. Die frühe Tierhaltung zahlt sich laut einer Langzeitstudie wohl vor allem in Bezug auf Katzen aus.

Eine Tierhaarallergie ist bitter – vor allem, wenn sie erst dann richtig bemerkt wird, wenn man bereits mit Katze, Hund und Co. zusammenwohnt. Leider ist es zum Wohle der eigenen Gesundheit in den meisten Fällen aber nicht zu vermeiden, das allergieauslösende Tier wieder abzugeben.

Weniger Allergien durch frühe Tierhaltung

Wie wirkt sich eigentlich eine frühe Tierhaltung auf das Immunsystem aus? Unter anderem dieser Frage wollte eine vor kurzem abgeschlossene Langzeitstudie in den USA auf den Grund gehen. Die Ergebnisse dazu wurden neulich im Fachmagazin „Clinical and Experimental Allergy“ veröffentlicht.

Langzeitstudie zur Tierhaarallergie

Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler um Ganesa Rebecca Wegienka vom Detroiter Henry Ford Hospital befragten Haushalte, in denen zwischen den Jahren 1987 und 1989 Babys geboren wurden. Im Fokus der Forscher stand dabei, ob die Kinder in ihrem ersten Lebensjahr entweder mit Katzen oder mit Hunden zusammenlebten. Eine weitere Befragung erfolgte, als die ehemaligen Babys das Erwachsenenalter erreicht hatten. Zusätzlich wurde an den Probanden auch noch ein Bluttest vorgenommen, um zu ermitteln, ob sie Allergene gegen Haustiere entwickelt hatten.

Katzen schneiden besser ab

Die Ergebnisse der Langzeitstudie erinnert an die Theorien zum Thema ‚Kinder und Kuhstalldreck‘: Tatsächlich scheint es so zu sein, dass eine frühe Tierhaltung dazu führen kann, dass sich im späteren Leben weniger Allergien ausbilden.

Bei den Probanden, die in ihrem ersten Lebensjahr mit Katzen zusammenlebten, trat eine Allergie gegen Katzenhaare nur halb so oft auf wie bei Vergleichspersonen, die ohne Katzen groß geworden waren.

Unter den Studienteilnehmern, die mit Hunden aufwuchsen, erkrankten lediglich die männlichen Personen nur halb so oft im Erwachsenenalter an einer Allergie gegen Hundehaare. Bei den weiblichen Probanden machte es anscheinend keinen Unterschied, ob sie in ihrem ersten Lebensjahr mit einem Hund zusammengelebt hatten oder nicht.

Weitere Details zu der Studie sind zum Beispiel hier zu finden.

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