Nicht nur Produkte aus dem Bereich Babynahrung, sondern auch Kosmetika und Körperpflegeartikel werden oft als „hypoallergen“ ausgewiesen. Was steckt aber genau hinter der Kennzeichnung, die übersetzt soviel wie „wenig allergieerzeugend“ bedeutet?

Als Allergiker werden wir manchmal mit recht schwer verständlichen bzw. irreführenden Begriffen konfrontiert. Vor einiger Zeit hatte ich mir zum Beispiel das Wort „Karenz“ etwas näher angesehen. Heute möchte ich die Kennzeichnung „hypoallergen“ ein wenig genauer betrachten, da diese dem Konsumenten beispielsweise nicht nur auf Babynahrung, sondern auch auf so manchem Kosmetik- und Körperpflegeartikel – wie mir scheint: immer häufiger – begegnet.

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Zunächst erst einmal eine ausführliche Begriffserklärung: Die Bezeichnung „hypoallergen“ setzt sich, wenn ich es richtig verstanden habe, aus der altgriechischen Vorsilbe „hypo“ und dem aus dem Altgriechischen bzw. Griechischen stammenden Wort „allergen“ zusammen und lässt sich insgesamt mit „wenig allergieerzeugend“ übersetzen.

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Ich als Verbraucher gehe dementsprechend also erstmal davon aus, dass ich mit einem Produkt, das als „hypoallergen“ gekennzeichnet wurde, besonders gut verträgliche Ware vor mir habe, bei deren Nutzung ich vor Allergien weitgehend gefeit bin.

Bei hypoallergener Babykost mag das in der Regel auch so sein. Denn bei der auch als HA-Nahrung bekannten Kost wird das menschenkörperfremde Kuhmilch-Eiweiß klein gespalten, so dass es vom Immunsystem des Säuglings nicht als fremd erkannt werden kann.

Allerdings sollten sich Allergiker im Bereich der Kosmetik und Körperpflege nicht allzu sehr auf den Aufdruck „hypoallergen“ verlassen. Denn wir zum Beispiel hier nachgelesen werden kann, ist der Begriff rechtlich nicht geschützt. Das heißt: Die Hersteller können die Bezeichnung nach Bedarf verwenden; es erfolgen aber keine Kontrollen. Zwar sind in den betreffenden Schönheitsprodukten oft tatsächlich keine Konservierungs-, Farb- oder Duftstoffe enthalten. Dennoch sollten Allergiker vor einem Kauf unbedingt die Liste der Inhaltsstoffe auf bedenkliche Zutaten abklopfen.

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