Wer Urtikaria hat, leidet unter Hautausschlägen mit quälendem Juckreiz und auffälligen Quaddeln. In einer Studie fand man nun heraus: Omalizumab, das sonst bei schwerem Asthma verordnet wird, hilft auch bei Nesselsucht.

Leidet man an Urtikaria, im Volksmund besser als Nesselsucht bekannt, muss man einen Hautausschlag mit Juckreiz und Quaddeln erdulden. Die Beschwerden können akuter oder chronischer Natur sein.

Urtikaria: Medikamente gegen Nesselsucht

Nicht selten verschwindet der Hautausschlag binnen kurzer Zeit von selbst wieder. Manchmal ist jedoch die Gabe von Medikamenten erforderlich, etwa dann wenn die Beschwerden schwer zu ertragen sind oder über einen längeren Zeitraum anhalten. Ist das der Fall, kann die Verabreichung von Antihistaminika oder Cortisol dabei helfen, die Symptome abzumildern.

Omalizumab hilft auch bei Nesselsucht

Wenn die Behandlung mit Antihistaminika nicht anschlägt, kann möglicherweise die Anwendung von Omalizumab hilfreich sein. Bei Omalizumab handelt es sich um einen Anti-IgE-Antikörper, der bislang bei der Therapie von besonders schwerem Asthma eingesetzt worden ist. Wissenschaftler des Allergie-Centrums der Charité in Berlin fanden mittels einer Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie vor kurzem heraus, dass sich der Wirkstoff auch bei chronischer spontaner Urtikaria anwenden lässt.

Informationen zur Studie

Konkret ist eine Studie mit insgesamt 49 Nesselsucht-Patienten durchgeführt worden: 27 Teilnehmern wurde Omalizumab verabreicht. Der Rest erhielt ein Placebo-Präparat. Nach 24 Wochen der Behandlung mit dem Wirkstoff zeigten 19 Patienten (70 Prozent der Teilnehmer) keine Symptome mehr. Von den Patienten, denen Placebos verabreicht wurde, war nach der Studie lediglich ein Teilnehmer (4,5 Prozent) symptomfrei.

Weitere Informationen zu der Studie sind zum Beispiel hier auf der Website des Allergie-Centrums der Charité sowie hier auf Aerztezeitung.de zu finden.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.