Eigentlich sollte man annehmen, dass Menschen in Wüstenregionen nicht von Heuschnupfen betroffen sind. Da dort aber immer mehr künstlich angebaute Grünflächen Einzug genommen haben, mehren sich die Pollenallergiker auch in der Wüste.

In der nächsten Zeit wird die Natur hierzulande wieder kräftig sprießen und erblühen – und den Pollenallergikern unter uns damit wieder regelmäßige, furchtbehaftete Blicke auf den aktuellen Pollenflugkalender entlocken.

Wer als Pollenallergiker nun aber denkt, er würde es zum Beispiel in der Wüste besser haben, der fehlt. Denn wie zum Beispiel hier nachgelesen werden kann, sind auch die Menschen in Wüstenregionen immer öfter von Heuschnupfen betroffen.

Laut einer Studie, die in „The National“, einer in Abu Dhabi erscheinenden Zeitung, veröffentlicht wurde, hat dieses geradezu außergewöhnlich wirkende Phänomen allerdings einen guten Grund: In den arabischen Wüstenstaaten am Golf seien in der Vergangenheit derart viele künstliche Grünanlagen geschaffen worden, dass diese bei vielen Bewohnern Heuschnupfen hervorgerufen hätten.

Inzwischen leide beispielsweise im Emirat Al-Ain bereits ein Drittel aller Erwachsenen an einer allergischen Rhinitis. In Ballungszentren wie Dubai und Abu Dhabi seien möglicherweise sogar mehr Menschen an Heuschnupfen erkrankt, da hier noch erschwerende Faktoren wie stärkere Luftverschmutzung und erhöhte Feinstaubwerte hinzukämen.

Wer als Pollenallergiker also damit rechnet, in wüstenreichen Ländern eine beschwerdefreie Zeit verleben zu können, dürfte aller Voraussicht nach enttäuscht werden.

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