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Tipps für Allergiker
Es gibt sie öfter, als man denkt: Eine Allergie gegen Zimt. Besonders in der Vorweihnachtszeit bedeutet dies für Betroffene wenig Vergnügen.
Häufig handelt es sich zwar “nur” um eine Unverträglichkeit oder eine Kreuzallergie (Stichwort Beifuß), das ändert jedoch nichts daran, dass sich Menschen, die auf Zimt reagieren, besonders von Oktober bis Januar in Acht nehmen müssen.
Kaum eine Weihnachtsleckerei, ob nun Gebäck, Kakao, Tee, Glühwein oder weihnachtliche Gemüsebeilagen wie Rotkohl, kommt ohne Zimt aus und oft ist dieser Stoff auf den Inhaltsangaben nicht exakt deklariert und versteckt sich hinter der simplen Bezeichnung “Gewürze”. Es ist erstaunlich, wieviele Gewürzmischungen für Backwaren oder Tees Zimt enthalten und in wie vielen Küchen Zimt verwendet wird. weiter Lesen »
Manche Substanzen, die in bestimmten Lebensmitteln enthalten sind, können eine Verwandtschaft mit den Allergieauslösern von Pollen aufweisen.
Jahrelang hielten Ärzte und Allergologen meine heftige Reaktion auf Zimt für Einbildung, niemand man meine Beschwerden ernst, selbst dann nicht, als mir der Magen ausgepumpt werden musste. Zum Glück ist die Forschung heute etwas schlauer und weiß, dass eine Kreuzallergie an meinen Symptomen Schuld war. Letzten Endes müssen wir Allergiker selbst jedoch die Fachleute sein, denn WIR sind es, die die Beschwerden ertragen müssen. Und wir sind es, die die auslösenden Stoffe meiden müssen wie der Teufel das Weihwasser.
Nun ist beispielsweise die Verwandtschaftsbeziehung bei den Pollen des Haselnussstrauches und den Haselnüssen für jeden nachvollziehbar.
Weniger bekannt und weitaus überraschender: Wer gegen Beifuss allergisch ist, verträgt häufig auch Sellerie, Kamille, Anis, Paprika, und Kartoffeln nicht. weiter Lesen »
Beifuß gehört zur Gruppe der hochwirksamen Kräuter, doch leider machen seine Pollen uns Allergikern schwer zu schaffen. Und jetzt, im August, ganz besonders.
Beifuß ist eine unserer heimischen Pflanzen und schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. So wurde Beifuß beispielsweise den Pilgerern mitgegeben und sollte so zum einen ihre Füße heilen, zum anderen vor Gefahren schützen.
Die ausdauernde krautige Pflanze erreicht bei ungebremstem Wuchs eine Höhe bis zu 2 Metern, die Blattoberseite ist grün, die Unterseite auf Grund von Behaarung grau-weißlich.
Beim Beifuß handelt es sich um eines der wichtigsten Inhalationsallergene, die Beifußpollenallergie ist die wichtigste Kräuterpollenallergie. weiter Lesen »
Eine australische Studie, die über 8500 Australier zwischen 7 und 44 Jahren beobachtete, hat einen Zusammenhang zwischen Neurodermitis in der Kindheit und späterer Asthmaerkrankung festgestellt.
Dabei war die Zahl derjenigen Personen, die als Kind Neurodermitis hatten, und später dann Asthmatiker geworden sind, doppelt so hoch wie die von Versuchsteilnehmern, die keine Hautkrankheit in der Kindheit gehabt haben. Das bedeutet, jedenfalls gehen die Wissenschaftler der Studie davon aus, dass zwischen Kindheits-Neurodermitis und Erwachsenem-Asthma ein zumindest statistischer Zusammenhang besteht.
Wenn der Mensch also bereits als Baby neurodermitischen Ausschlag hat, ist die Chance größer, dass er das volle Allergie-Programm mit Heuschnupfen und sich verlagerndem Asthma absolvieren müssen wird. Von den Ärzten wurde gefordert, dass eine effektivere Therapie gegen das Exzem gesucht werden müsse, um den nachfolgenden Krankheiten effektiver vorzubeugen.
Diese Schlussfolgerung scheint mir als medizinischem Laien nicht ganz verständlich, schließlich ist die Anlage für Neurodermitis und damit die höhere Anfälligkeit für allergische Krankheiten – vorausgesetzt, die Studienergebnisse stimmen – doch trotzdem vorhanden, auch wenn man die Symptome bekämpft? Anscheinend gehen die Ärzte davon aus, dass nur der Ausbruch der Neurodermitis die asthmatische Verlagerung auslöst.
Jedenfalls hat die Studie einen interessanten Zusammenhang zutage gefördert. Es liegt jetzt an den Ärzten, in dieser Richtung die Forschungen zu intensivieren.
Quelle: Focus
Unverträglichkeit auf UV-Strahlung kann zu einem echten Problem werden, gerade jetzt, wo die Sonnentage zunehmen und sich das Klima in den nächsten Jahren wohl südländischer wandeln wird.
Eine schöne Übersicht über die einzelnen Formen der Sonnenallergie findet sich bei incantator.de. Danach gibt es drei Formen von Sonnenallergie: Allergie auf Sonneneinstrahlung (Polyphorme Lichtdermatose), allergische Reaktionen auf Sonnenlicht in Verbindung mit fettigen Hautcremes (Mallorca-Akne) und allergische Reaktion auf die Verbindung von Medikamenten und Sonneeinstrahlung.
Den letzten beiden Allergieformen ist relativ einfach zu begegnen, fettfreie Cremes benutzen und das Medikament absetzen. Im ersten, häufigsten Fall, der Polyphormen Lichtdermatose, hilft eine schrittweise Gewöhnung des Körpers an die Sonne.
Lichtallergie ist keine Allergie, die im herkömmlichen Sinne bekämpft werden kann. Man kann vor allem versuchen, den Körper an die Sonne zu gewöhnen und bleibt ansonsten im Schatten.
Dieses Problem gehört leider Gottes zu den Allergien, die lange Zeit nicht sonderlich ernst genommen wurden. Eine “echte” Fleischallergie ist auch ziemlich selten, daran könnte es natürlich liegen, dass bis in die 90er eine Allergie auf Rind- oder Schweinefleisch in Deutschland nicht anerkannt wurde. Es existieren jedoch eine Menge Unverträglichkeiten auf Stoffe im Fleisch, sowie auf Stoffe, die in der Herstellung verwendet werden.
Gerade bei Wurst ist das Feld der möglicherweise unverträglichen Stoffe riesig, aber auch bei auf den ersten Blick “reinen” Fleischstücken sind Mittel zugegeben, die für Allergiker problematisch werden könnten. Abgepackte Fleischstücke im Supermarkt werden oft mit Ascorbinsäure behandelt, damit sie nicht grau anlaufen. Außerdem benutzen Metzgerbetriebe oft Latexhandschuhe beim Behandeln des Fleisches und lassen so die eigentlich verträglichen Fleischstücke zu einem Problem für Menschen mit einer Latexallergie werden.
In der Wurst sind wie gesagt eine ganze Menge Stoffe enthalten, die zur Verarbeitung notwendig, aber für den Allergiker schädlich sind. Es werden Phosphate verwendet, damit die Wurst nicht auseinanderfällt, oder statt althergebrachtem Räuchern chemische Aromen verwendet.
Eine der häufigsten “grundlegenden” Allergien, was Fleisch betrifft, tritt in Zusammenhang mit einer Laktoseallergie auf. Diese Allergiekombination ist vor allem bei Kindern bekannt. Der Allergieträger ist das Protein Bovines Serumalbumin oder BSA. Auch bei Erwachsenen ist eine Allergie auf Fleisch möglich, häufig kombiniert mit besagter Laktoseunverträglichkeit oder Neurodermitis.
Wer also glaubt, nach Fleischverzehr bei sich allergische Reaktionen festzustellen, muss sich nicht zwangsläufig im weiten Feld der Einbildung bewegen. Leider ist es immer noch Usus, gerade bei Lebensmittelunverträglichkeiten, die Reaktionen von Allergikern als Einbildung oder Spinnerei abzutun. Lasst Euch davon nicht verunsichern und geht zum Arzt!
Juckreiz, Quaddeln, Schwellungen – Die Urtikaria
In Deutschland leiden nach Angaben von urticaria.net rund 800.000 Menschen an Chronischer Urtikaria. In der Umgangssprache ist diese Hautkrankheit, die durch Quaddeln, Schwellungen und starkem Juckreiz der Haut gekennzeichnet ist, als Nesselsucht, Nesselfieber oder auch Quaddelsucht bekannt.
Der Name Urtikaria leitet sich aus dem lateinischen Ausdruck für Brennnessel ab (lt. Urticaria urens, urere = brennen). Die häufige Hautkrankheit trägt diesen Namen, weil die Haut bei einer Nesselsucht so aussieht, als habe man sich an Brennnesseln ‚verbrannt’. Es bilden sich Schwellungen in der Haut und ein starkes Jucken tritt auf.
Bei frisch aufgetretenen Quaddeln sieht man auf der Haut weißliche kleine “Hubbel”, die umgebende Haut ist gerötet.
Quaddeln bestehen hauptsächlich aus Wasser, das aus den Blutgefäßen in die Haut freigesetzt wurde. Dadurch werden die kleinsten Blutgefäße der Haut zusammengedrückt und können weniger Blut transportieren, so dass die Haut einen weißlichen Farbton annimmt. Da ungefähr jeder vierte Mensch im Laufe seines Lebens eine Urtikaria bekommt, gehört sie zu den am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten. Meistens dauern diese ‚Episoden’ aber nur wenige Tage oder Wochen, man nennt sie in diesem Fall ‚akute Urtikaria’. Daneben gibt es aber auch Fälle, die mehrere Monate oder Jahre anhalten, man spricht dann von einer Chronischen Urtikaria.
Bei der Chronischen Urtikaria führen unter andrem die Unverträglichkeit von Stoffen, chronische Infekte, Überempfindlichkeit gegen Nahrungsmittel oder Medikament und in manchen Fällen auch Allergien zum täglichen oder wöchentlichen Aufkommen von Quaddeln oder Schwellungen. Die meisten Betroffenen klagen über eine überhöhte Empfindlichkeit der Haut. Schon leichtes Kratzen mit den Fingernägeln über die Haut ruft gerötete Schwellungen und starkes Jucken hervor.
Zumeist ist die Hauterkrankung nur durch die andauernde Einnahme von juckreizunterdrückenden Medikamenten zu ertragen. Es empfiehlt sich also für Betroffene eine gründliche Suche nach den Auslösern und Ursachen der Nesselsucht, um diese gegebenfalls beseitigen zu können.
Glücklicherweise ist die Urtikaria weitestgehend erforscht, sodass man als Betroffener viele Informationen zusammen tragen kann, die einem das Leben mit der Nesselsucht erleichtern können. Hier empfiehlt sich besonders die Internetseite www.urtikaria.net , sie richtet sich gezielt an Betroffene der Nesselsucht und bietet zahlreiche Informationen über die Krankheit.
Wer an einer Allergie leidet, reagiert meistens nicht nur auf einen einzelnen Stoff allergisch, sondern auf eine Vielzahl verschiedener Stoffe. Häufig finden sich darunter Allergene, deren Zusammensetzungen einander stark ähneln. Man vermutet, dass sogenannte “Kreuzallergien” entstehen, weil die körpereigenen Antikörper die chemischen Zusammensetzungen sehr ähnlicher Stoffe nicht unterscheiden können.
So muss, wer eine Allergie gegen ein Getreide hat, auch damit rechnen, dass er auf manche Gräser reagiert. Und wer auf Haselnüsse allergisch reagiert, für den besteht ein erhöhtes Risiko, auch auf Buchen-, Erlen-, Birken- und Eichenpollen entsprechende Reaktionen zu zeigen. Kuhmilch-Allergiker (keine Lactoseintoleranz) reagieren auf Rindfleisch, et cetera.
Im Internet finden sich ein paar Listen, welche die häufigsten Kreuzallergene nennen. Allerdings sind Kreuzallergien noch nicht erschöpfend erforscht; bei Verdacht ist ein Arztbesuch daher unerlässlich.