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Tipps für Allergiker
Forscher haben einen Ansatz zur Allergie-Verhinderung gefunden. Eine Rolle spielen hierbei bestimmte Zellen des Immunsystems, die dazu befähigt sind, Allergiezellen auszuschalten.
Als Allergie wird die überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe (Allergene) bezeichnet. Allergien können auf unterschiedliche Art und Weise behandelt werden, zum Beispiel durch die Gabe von Medikamenten, durch die Meidung der betreffenden Allergene oder mittels Durchführung einer Spezifischen Immuntherapie (SIT), auch Hyposensibilisierung genannt.
Ansatz zur Allergie-Verhinderung gefunden
Wie es aussieht, könnte es bald eine weitere Möglichkeit geben, der Allergie auf den Leib zu rücken bzw. von vornherein ihre Entstehung zu verhindern. Forscher der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Johannes Gutenberg Universität in Mainz konnten mit Hilfe eines Mausmodells erstmals wichtige körpereigene Mechanismen entschlüsseln und fanden dabei heraus, dass die zum Immunsystem gehörigen killerdendritischen Zellen dazu in der Lage sind, Allergiezellen auszuschalten. Die Ergebnisse der Studie, die in der Fachzeitschrift „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht worden sind, könnten für zukünftige Strategien zum Schutz vor Allergien eine Rolle spielen. weiter Lesen »
Schwere allergische Reaktionen sind durch das Neuroleptikum Asenapin möglich. Darauf weist die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA hin.
Die Einnahme des Arzneistoffs Asenapin kann zu einer schweren Allergie führen. Laut der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA ist es im Zusammenhang mit dem Neuroleptikum wohl bereits in über 52 Fällen zu allergischen Reaktionen gekommen. Konkret habe es sich dabei um Reaktionen vom Typ-1 (Soforttyp-Allergie) gehandelt, die sich nicht nur in Gestalt von Hautausschlägen, sondern auch in Form von potentiell lebensbedrohlichen Beschwerden wie anaphylaktischen Reaktionen, Hypotonie, Tachykardie, Atemnot, Schwellungen der Zunge und als Angioödem geäußert hätten. Acht Fälle hätten sich bereits nach der ersten Einnahme des Medikaments ereignet. Da dies nicht charakteristisch für eine Typ-1-Allergie ist, vermutet die FDA eine Kreuzreaktion mit einer anderen Substanz. – Weitere Informationen zu dem Thema sind zum Beispiel hier zu finden. weiter Lesen »
Wer an einer Zöliakie leidet, verträgt das in vielen Nahrungsmitteln vorkommende Klebereiweiß (Gluten) nicht. Bislang ist die Meidung von Gluten das einzige Mittel, um beschwerdefrei bleiben zu können. Doch es besteht Grund zur Hoffnung, dass bald eine Therapie gegen die Zöliakie entwickelt werden könnte.
Die Zöliakie ist keine Lebensmittelallergie, sondern eine Nahrungsmittelintoleranz. Die chronische Erkrankung, welche auch als Glutenintoleranz oder Sprue bekannt ist, stellt eine Unverträglichkeit gegen den in vielen Getreidesorten enthaltenen Klebereiweiß (Gluten) dar.
Zöliakie: Unbehandelt kann sie Spätfolgen nach sich ziehen
Bei den Betroffenen zieht der Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut nach sich. Die Aufnahme von Nährstoffen wird erschwert, häufig sind Mangelerscheinungen die Folge. Bleibt eine Glutenintoleranz unentdeckt und wird in der Folge trotz bestehender Zöliakie weiterhin Nahrung mit Klebereiweiß zugeführt, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der Darmepithelzellen, was schwere Spätfolgen nach sich ziehen kann. weiter Lesen »
Eine Erdnussallergie wird oft mittels Pricktest festgestellt. Eine Studie australischer Wissenschaftler deutet jedoch darauf hin, dass dieser Test allein häufig zu ungenau ist. Experten raten deshalb zu einer Absicherung der Diagnose durch einen Provokationstest.
Die Erdnussallergie gilt als eine der gefährlichsten Lebensmittelallergien. Bereits kleinste Spuren der Erdnuss können bei Allergikern schwere, mitunter sogar lebensgefährliche Reaktionen auslösen. Da auch viele Fertigprodukte und Backwaren Erdnuss beinhalten können, müssen Betroffene stets auf der Hut sein und Inhaltslisten genau studieren bzw. sich gezielt nach der Zusammensetzung eines Produktes erkundigen.
Erdnussallergie – Pricktest zu ungenau?
Um festzustellen, ob eine Erdnussallergie vorliegt, wird in der Regel zunächst ein Pricktest durchgeführt. Beim Pricktest werden dem Patienten speziell aufbereitete Allergene in die Haut eingestochen. Bilden sich nach der Einwirkzeit Quaddeln, deren Durchmesser größer als 8 Millimeter ist, gilt dies als positives Ergebnis dafür, dass eine Allergie vorliegt.
Forscher: Provokationstest als Absicherung
Forscher des Sydney Children’s Hospital fanden jedoch heraus, dass der Pricktest möglicherweise zu ungenau sei und dass nicht jede durch einen Pricktest festgestellte Erdnussallergie tatsächlich auch vorliegen müsse. Laut ihnen sei der Pricktest erst ab einem Durchmesser von 15 Millimetern akkurat.
Die Wissenschaftler ließen 84 Kinder, die per Pricktest positiv auf eine Erdnussallergie getestet worden waren, unter medizinischer Beobachtung Erdnüsse essen und ermittelten dabei, dass rund ein Drittel der Testpersonen gar nicht allergisch auf die vermeintlichen Übeltäter war. Die Forscher raten deshalb zur Absicherung einer positiven Pricktest-Diagnose durch einen unter medizinischer Aufsicht durchgeführten Provokationstest. Die vollständigen Forschungsergebnisse wurden im Fachjournal „Pediatric Allergy and Immunology“ (Band 18, Seite 231) publiziert. Weitere Details zu der Untersuchung sind außerdem zum Beispiel hier zu finden.
Wer Urtikaria hat, leidet unter Hautausschlägen mit quälendem Juckreiz und auffälligen Quaddeln. In einer Studie fand man nun heraus: Omalizumab, das sonst bei schwerem Asthma verordnet wird, hilft auch bei Nesselsucht.
Leidet man an Urtikaria, im Volksmund besser als Nesselsucht bekannt, muss man einen Hautausschlag mit Juckreiz und Quaddeln erdulden. Die Beschwerden können akuter oder chronischer Natur sein.
Urtikaria: Medikamente gegen Nesselsucht
Nicht selten verschwindet der Hautausschlag binnen kurzer Zeit von selbst wieder. Manchmal ist jedoch die Gabe von Medikamenten erforderlich, etwa dann wenn die Beschwerden schwer zu ertragen sind oder über einen längeren Zeitraum anhalten. Ist das der Fall, kann die Verabreichung von Antihistaminika oder Cortisol dabei helfen, die Symptome abzumildern. weiter Lesen »
Die Allergien im Osten Deutschlands unterscheiden sich mittlerweile anscheinend nur noch geringfügig von denen im Westen.
Sobald Pollen durch die Luft fliegen, beginnt für Allergiker jeden Sommer aufs Neue eine lange, lange Leidenszeit – dann erwacht nämlich ihr Heuschnupfen, der unbehandelt sogar den Etagenwechsel zu Asthma vollziehen kann.
Egal ob der allergene Staub von der Birke, von Gräsern oder dem Beifuß stammt, die allergischen Symptome ähneln sich in den meisten Fällen und treten in Gestalt von heftigen Niesattacken, dauerhaftem Fließschnupfen, juckenden, tränenden Augen und/oder Atembeschwerden auf.
Gewisse Unterschiede gibt es in Sachen Allergien aber dennoch: Zum Beispiel treten immunologische Erkrankungen, wie auch Allergien welche sind, nicht überall mit derselben Häufigkeit und Schwere auf. Je nach Lebensstil und Lokalisation der Menschen (im Grünen oder in der Stadt) kann es Divergenzen geben. So ist bzw. war es bislang auch in Deutschlands Osten und Westen der Fall. weiter Lesen »
Wer Heuschnupfen hat, sollte seine Kleidung ausschütteln, solange er sich noch im Freien befindet. Insbesondere im Bereich der Hosenbeine kann durch diese einfache Maßnahme eine Menge des allergenen Blütenstaubs draußen bleiben.
Sommerzeit – Heuschnupfenzeit. Zwar kommt dieser Sommer äußerst verregnet und feucht daher, nichtsdestotrotz machen sich Pollen in der Luft breit. Derzeit hat zum Beispiel immer noch der Beifuß Saison – ein allergenes Übel, das vielen Pollenallergikern zu schaffen macht. Bald kommt dann ein noch größeres Problem auf unsere Atemwege zu – die hoch allergene Ambrosia wird im Spätsommer unsere Bronchien strapazieren.
Heuschnupfen: Nicht immer kann man Pollen meiden
Wer Heuschnupfen hat, sollte ‘seinen Pollen’ möglichst weiträumig aus dem Weg gehen. Leicht gesagt, schwer umgesetzt. Denn nicht immer ist es einfach, den Allergenen der verschiedenen Pflanzen auszuweichen – so macht sich der Beifuß beispielsweise oft recht unauffällig am Straßenrand und an anderen häufig besuchten Orten breit.
Kleidung ausschütteln und (viele) Pollen draußen lassen
Dabei muss es anscheinend gar nicht unbedingt sein, sämtliche Wiesen und Pflanzenansammlungen zu meiden – solange man nach dem Naturgenuss die Kleidung kräftig ausschüttelt. Wie ich nämlich hier gelesen habe, bestätigten Wissenschaftler aus Finnland vor kurzem, dass das Ausklopfen von Anziehsachen bewirken kann, bis zu 70 Prozent der darauf angesammelten Pollen wieder loszuwerden. Die Forscher stellten ferner fest, dass sich nach dem Spazieren über eine sommerliche Wiese zwischen zwölf bis 230 Pollen pro Quadratzentimeter Kleidung befinden könnten. Vor allem im Bereich der bodennahen Körperpartien, also am Schuhwerk und an der Hose, sei die Konzentration des anhafteten Blütenstaubs hoch. Egal ob man sie ausschüttelt oder nicht, raten die Wissenschaftler dazu, draußen getragene Kleidung generell nicht im Schlafzimmer aufzubewahren. Außerdem sei auch Tierfell mit einer Vielzahl von Pollenkörnern verunreinigt, was bei Haltern mit Heuschnupfen ebenfalls zum Problem werden könnte. Die vollständigen Ergebnisse sind in der “Aerobiologia” nachzulesen (doi: 10.1007/ s10453-011-9200-8).
Wer an Heuschnupfen, einer Lebensmittelallergie oder einer Milbenallergie leidet, kann sich an das Allergie-Centrum-Charité in Berlin wenden. Die Klinik sucht Studienteilnehmer für wissenschaftliche Untersuchungen.
Igitt, in meiner Region herrscht seit Ewigkeiten ein fieses „Waschküchen-Wetter“! Zwar lässt sich die Sonne in diesem Brei aus Wolken und (be)stehender Feuchtigkeit nur selten sehen, mein Heuschnupfen macht mich aber trotzdem total fertig. Derzeit sind es keine ständigen Niesattacken, die meine Atemwege belasten. Stattdessen schlagen mir die Pollen anderweitig auf die Gesundheit und machen mir das Durchatmen schwer.
Wenn ich es mir recht überlege, wäre es sicher nicht das Schlechteste, wenn ich mit meiner oft schwer therapierbaren Pollenallergie mal an einer wissenschaftlichen Studie teilnehmen könnte. Da ich aber leider „weit vom Schuss“ wohne, wird das in absehbarer Zukunft wohl nicht möglich sein.
Heuschnupfen und Co. – Studienteilnehmer gesucht
Wer hingegen in Berlin wohnhaft ist, unter einem Heuschnupfen oder einer Milbenallergie leidet, zwischen 18 und 55 Jahre alt ist und Interesse an der Teilnahme an einer wissenschaftlichen Untersuchung hat, kann sich an das Allergie-Centrum-Charité in Berlin wenden. Die Klinik sucht nach Allergikern, die an neuen Heuschnupfen-Behandlungen teilnehmen möchten. Laut des Studienaufrufs wird den Teilnehmern eine Aufwandsentschädigung gezahlt.
Ferner sucht das Allergie-Centrum-Charité in Berlin für weitere wissenschaftliche Untersuchungen auch nach Studienteilnehmern mit einer Lebensmittelallergie. So können sich dort zum Beispiel Menschen mit Erdnuss-, Haselnuss- oder Soja-Allergien melden, die zwischen 18 und 55 Jahre alt sind. Auch hier wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Weitere Informationen zu der Studie für Nahrungsmittelallergiker sind hier zu finden.
Gegen Allergien und Asthma könnte bald ein neuer Wirkstoff zum Einsatz kommen. Entdeckt wurde er von einem Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Allergien und Asthma betreffen immer mehr Menschen – und machen ihnen das Leben schwer. Viele der Betroffenen sind sogar der Auffassung, dass die Krankheit – trotz der Durchführung von entsprechenden Therapie-Maßnahmen – ihre Lebensqualität in einem erheblichen Umfang einschränkt.
Allergien / Asthma: Verschiedene Therapien möglich
Zwar gibt es verschiedene Therapie-Ansätze zur Behandlung der jeweiligen Krankheiten, doch können die dabei zum Einsatz kommenden Medikamente nicht nur lindernde Effekte, sondern auch problematische Nebenwirkungen haben. Nicht nur Präparate mit Kortison sind dafür bekannt, dass sie unerwünschte Wirkungen haben, auch rezeptfreie Antiallergika wie zum Beispiel Antihistaminika können Nebeneffekte wie etwa Müdigkeit oder Kopfschmerzen verursachen. weiter Lesen »
Ist bei einer Milchunverträglichkeit im Kinderalter die schrittweise Gewöhnung an Milch möglich? Eine kürzlich durchgeführte Studie deutet darauf hin, dass sich manche Kinder, die keine Milch vertragen, wieder nach und nach an den Verzehr von Milchprodukten herantasten können.
Milch – jeder kennt sie, doch nicht jeder verträgt sie.
Milchunverträglichkeit: Eiweißallergie oder Laktoseintoleranz?
Milchunverträglichkeit ist jedoch nicht gleich Milchunverträglichkeit. Leidet man zum Beispiel an einer Milcheiweißallergie, reagiert man auf das Eiweiß in der Milch allergisch. Die Folge sind Symptome, die sich von Hautreaktionen über Verdauungsprobleme bis hin zu einem anaphylaktischen Schock erstrecken können. Eine weitere Form der Milchunverträglichkeit ist die Laktoseintoleranz, bei welcher man nicht gegen die Proteine in der Milch, sondern auf den enthaltenen Milchzucker mit Beschwerden wie zum Beispiel Blähungen und Durchfall reagiert. weiter Lesen »