Tipps zu Allergie, Pollenflug & Heuschnupfen

Eure Meinung

Forschung

7. Mai 2009
Autor: Nadine

Den Pollenflug kann man als normaler Mensch nicht vorhersehen. Spätestens wenn man als Allergiker aber an seiner Wirkung zu leiden hat, wünscht man sich, dass man ihn hätte vorausahnen und meiden können. Neue vollautomatische Pollenmonitore setzen genau an dieser Stelle an und sollen Unterstützung bieten.

Pollenregen © flickr.com / goforchris

Bereit seit längerem sind Voraussagen des Pollenfluges möglich. Auch ist schon seit einiger Zeit die Erstellung von Kalendern realisierbar, die dem Allergiker eine Stütze sein sollen – wie beispielsweise der Pollenflugkalender 2009.
Ausgereift sind diese Verfahren allerdings noch nicht, da sie dem Betroffenen nur eine ungefähre Orientierung bieten. Zumindest war das bisher so. weiter Lesen »

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
3. März 2009
Autor: Ariane

Forscher der Berliner Charité arbeiten mit Hochdruck an einer Schluckimpfung, die bei Allergien und Neurodermitis helfen soll.

Berlin ©frollein2007/ Flickr

In Tierversuchen wurde die Schluckimpfung bereits sehr erfolgreich getestet, nun wird derzeit eine Untersuchungsreihe ausgewertet, die an Babys durchgeführt wurde. Die täglichverabreichte Schluckimpfung sollte die Babys gegen viele Allergien abhärten und ein Leben lang vor Heuschnupfen und Neurodermitis schützen.

“Die Säuglinge erhalten eine Schluckimpfung mit Bestandteilen zweier Darmbakterien. Deren Gift – das Enterotoxin – stimuliert über den Darm des Babys das Immunsystem”, so Professor Ulrich Wahn im Apothekenmagazin.
Die Fäkalkeime haben Wissenschaftler aus Bayern vor einigen Jahren zufällig entdeckt.

Versuche mit Mäusen haben sehr gute Resultate erbracht. Wurden ihnen die Keime gleich nach der Geburt verabreicht, waren sie lebenslang gegen alle Arten von Allergien immun. Diese Wirkung erhofft man sich nun auch bei der Auswertung der Baby-Studie.

Wenn alles wie geplant klappt, kann die Schluckimpfung in spätestens zwei Jahren beim Arzt erhältlich sein und wäre dann zusammen mit Tropfenlösungen und Gräserpille eine große Hilfe für Allergiker.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
28. Februar 2009
Autor: Ariane

Eigentlich ist es eine ganz logische Sache, dass Stress sich negativ auf die Gesundheit und natürlich auch die allergischen Symptome auswirkt.

Der stressige Alltag, Stress ©(((((i))))) (((((see))))) (((((you)))))/ Flickr

Denn bei Stress schüttet der Körper vermehrt Histamin aus und genau das macht dem Allergiker ohnehin schon zu schaffen.

Nun hat die Ohio State University noch weitere erstaunliche Ergebnisse zum Thema Stress + Allergie herausgefunden. Demnach benötigen allergieanfällige Menschen oftmals nicht unbedingt Pollen & Co., um allergische Symptome zu bekommen: Stress hat offenbar bei vielen denselben Effekt.

Psychobiologen untersuchten eine Gruppe von Probanden, deren Mitglieder an Heuschnupfen litten. Zu jedem Probanden wurde ein ausführliches Profil erstellt, in dem die Allergiegeschichte, der Alltag und die Stressbelastung ausgewertet wurden. Danach wurden allergieauslösende Substanzen in die Haut eingebracht.
Nachdem sich an den behandelten Stellen die allergischen Ausschläge gebildet hatten, wurden die Teilnehmer zusätzlich durch verschiedene Maßnahmen unter Druck gesetzt und gestresst. Schon bei leichtem Stress vergrößerten sich die Quaddeln, bei erhöhtem Stress breiteten sich die betroffenen Areale deutlich aus und bei starkem Stress hatten die Probanden noch Tage später erhebliche Beschwerden.

Besonders spannend ist die Erkenntnis, dass Allergiker unter Stress noch auf weit mehr Allergene reagieren, als ihnen zuvor bekannt war. Und verabreichte Antihistamine hatten in diesen Fällen keine nennenswerte Wirkung. Bei den Untersuchungen wurde deutlich, dass das Immunsystem die Ausschüttung des Hormons Cortisol verhinderte.

Dass die Psyche bei Allergikern eine Rolle spielt, war keine neue Erkenntnis. Dass sich unter Stress jedoch neue Anfälligkeiten entwickeln und auf neue Allergene reagiert wird, war das wichtigste Ergebnis dieser Untersuchung.

Für den Allergiker bedeutet dies, unbedingt auf seinen Stresshaushalt achtzugeben. Denn wer zuviel Stress ausgesetzt ist, gelangt schnell in den Teufelskreis Allergie -> stressende Symptome -> mehr Stress -> mehr Allergie.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
18. Februar 2009
Autor: Ariane

Schon Großmutter wusste, dass ein bisschen Dreck durchaus gesund sein kann. Nun haben Forscher herausgefunden, dass Kuhstalldreck sogar vor Allergien schützen kann.

Kuh im Kuhstall ©nonanet/ Flickr

Dass zuviel Sauberkeit Allergien begünstigen kann, wusste man ja bereits, aber dass in bestimmtem Dreck wirklich Potential für die Gesundheit steckt, ist neu.
Nun läuft die Forschung auf Hochtouren. Den Wissenschaftlern (unter anderem von der Ludwig- Maximilians-Universität München) ist es gelungen, zwei Keime zu identifizieren, die besonders oft im Kuhstall vorkommen und die Entstehung von Allergien verhindern können. Dabei handelt es sich um den Lactococcus lactis und den Acinetobacter lwoff.

Bei der “Kuhstallstudie”, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurde, haben Forscher Bauernhofkinder in Bayern, Baden-Württemberg, Tirol und der Schweiz beobachtet. Dabei wurde auch der Stalldreck untersucht und die Rohmilch, denn mit beidem kamen die Kinder von klein auf in Kontakt. Auf diese Weise entdeckten die Forscher zwei Bakterien, die offenbar effizient die Immunabwehr der Kinder aufbauen.
Parallel untersuchte man eine Vergleichsgruppe mit Kindern, die zwar auch auf dem Land aufwuchsen, nicht jedoch auf Bauernhöfen. Hier trat eine deutliche höhere Neigung zu Allergien und auch Neurodermitis auf.

Mittels Versuchen an Mäusen wird nun getestet, inwieweit die Keime für medizinische Zwecke genutzt werden können. Zunächst wurden den Mäusen die Keime in die Nase gestrichen und anschließend allergieauslösende Stoffe gegeben. Die Mäuse bekamen jedoch nicht Asthma und andere Reaktionen wie die Tiere in der Vergleichgruppe.

Basierend auf diesen Erkenntnissen soll nun eine Impfung für den Menschen entwickelt werden. Dies kann jedoch noch einige Jahre dauern, da bislang kein Pharma-Konzern Interesse daran hat, die Forschungen voran zu treiben und dementsprechend Geldmittel fehlen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
11. Februar 2009
Autor: Ariane

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) hilft Allergikern im Alltag, indem sie besonders taugliche Produkte mit einem Qualitätssiegel auszeichnet.

ECARF-Qualitätssiegel ©ECARF

Die ECARF will Allergikern so unter dem Motto “Lebensqualität trotz Allergie” besonders den Erwerb neuer Produkte oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen erleichtern, die möglicherweise Einfluss auf den Gesundheitszustand haben könnten. Das Qualitätssiegel steht somit für geprüfte Qualitätssicherheit und entspricht den Richtlinien und Stiftungszielen der ECARF.
Eine absolute Sicherheit gewährleistet das Siegel natürlich nicht. Jeder Allergieverlauf ist so individuell und von so vielen Faktoren abhängig, dass dies auch nicht zu bewerkstelligen ist.

Das ECARF-Qualitätssiegel wurde bereits mehrfach vergeben. Zuletzt für die Innenraumausstattung des Ford Fiesta. Die im Innenraum verbauten Materialien wurden vier Untersuchungen (dermatologischer Test, chemische Prüfung, Geruchstest, Untersuchung der Innenraumluft) unterzogen, in denen festgestellt wurde, dass die verwendeten Materialen das Risiko einer allergischen Reaktion minimieren. Zudem wurde der Pollenfilter des Fahrzeugs als besonders geeignet eingestuft.

Ebenfalls wurde das Maritim Hotel Berlin als besonders allergikerfreundliches Hotel mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Das Hotel hat für Allergiker neun haustierfreie Zimmer mit teppichfreien Böden, Betten mit milbendichten Schutzbezügen und Sets mit duftstofffreier Haut- und Körperpflege. Am Frühstücksbuffet und im hoteleigenen Restaurant finden Lebensmittelallergiker umfangreiche Alternativen und können jederzeit Hilfe und Beratung in Anspruch nehmen.

Alle mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten Produkte und Dienstleistungen finden Sie auf der Website der ECARF.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
30. Januar 2009
Autor: Ariane

Schweizer Forscher haben eine neue Methode zur Impfung gegen Heuschnupfen entwickelt und erfolgreich getestet.

Pollen  ©higgystfc/ Flickr

Dabei handelt es sich um eine abgewandelte Form der Desensibilisierung. Allergieauslösende Substanzen werden dabei über einen Zeitraum von 8 Wochen einmal wöchentlich direkt in die Lymphknoten injiziert. Auf diese Weise können binnen zwei Monaten Ergebnisse erzielt werden, die bislang durch konventionelle Desensibilisierungen erst nach drei Jahren und mehr als 50 Injektionen erzielt werden konnten.

Diese Erkenntnis wurde in einer klinischen Studie mit 100 Probanden belegt, die an Heuschnupfen litten.
Die Forscher teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen auf, von denen eine konventionell und die andere mit der neuen Methode behandelt wurde. Abgesehen davon, dass bei der neuen Methode die Behandlungszeit verkürzt wird, wurde auch sehr schnell deutlich, dass auch die Nebenwirkungen deutlich geringer ausfallen als bei den klassischen Behandlungen. Zum Vergleich: in der Gruppe mit der konventionellen Methode kam es zu 20, in der anderen Gruppe nur zu sechs behandlungsbedürftigen Reaktionen.
Dazu kommt, dass die neue Methode deutlich weniger schmerzhaft sein soll und dementsprechend vermutlich weniger Patienten die Behandlung abbrechen.  Während der akuten Pollenflugzeiten mussten die Probanden der neuen Therapie deutlich weniger antiallergische Medikamente einnehmen als die Patienten der Vergleichsgruppe.

Gabriela Senti (Universitätsklinikum Zürich) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0803725105

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
28. Januar 2009
Autor: Ariane

Ein allergischer Kreislaufzusammenbruch ist eine enorme Belastung für den Körper. Forscher haben nun einen Weg gefunden, wie man diesem Schock möglicherweise vorbeugen kann.

Eine Schlüsselrolle, um einer derartigen Überreaktion des Immunsystems vorzubeugen, haben Proteine inne, die in den Zellwänden kleiner Blutgefäße vorkommen.
Bei Versuchen mit Mäusen fand man heraus, dass man allergischen Schockreaktionen vorbeugen kann, wenn die Gene, die den Bauplan für diese Proteine beinhalten, ausgeschaltet werden. Diese Entdeckung kann hoffentlich dabei helfen, neue Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung des allergischen Schocks zu entwickeln.

Ein allergischer Schock (auch anaphylaktischer Schock genannt) bedeutet für Allergiker nicht selten Lebensgefahr. Dabei werden die Immunzellen im Blut durch die Allergene dazu veranlasst, verschiedene Stoffe wie zum Beispiel Histamine oder Leukotriene auszuschütten. Diese lassen Blutdruck und Körpertemperatur abfallen, bewirken Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden und oft auch akute Reaktionen im Magen, Darm und auf der Haut.

An der Forschungsstudie beteiligt waren die Universität Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum, veröffentlicht wurde sie in der Fachzeitschrift “The Journal of Experimental Medicine” (JEM Januar 26, 2009)

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
22. Januar 2009
Autor: Ariane

So paradox es klingt: Allergien scheinen auch etwas Gutes an sich zu haben.

So gehen amerikanischer Forscher davon aus, dass Allergien jenes Körpergewebe vor Tumoren schützen, das Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt ist. Dazu zählen Haut, Lunge, Mund und Rachen, Magen und Darm sowie Gebärmutter und Gebärmutterhals.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der New Yorker Cornell University, nachdem sie zahlreiche Studien ausgewertet hatten (veröffentlicht im “The Quarterly Review of Biology”).

646 einzelne Studien über Allergien wurden dabei ausgewertet und ergaben, dass die meisten der Studien eine Schutzfunktion von Allergien bestätigten. Das gilt besonders für Heuschnupfen, Ekzeme, Nesselsucht sowie Allergien gegen Lebensmittel und Tiere.

Die Forscher vermuten, dass das Immunsystem mit der Abwehrreaktion bei Allergien auch solche Stoffe abstößt, die direkt oder indirekt Krebs auslösen, Giftstoffe beispielsweise.
Diese Erkenntnis deckt sich anscheinend auch mit Studien, die besagen, dass der Organismus von Allergikern im Vergleich zu anderen Menschen weniger mit Umweltgiften belastet ist. Dies legt den Schluss nahe, dass Allergien nicht einfach nur Störungen des Immunsystems sind, sondern den Betroffenen sogar einen Überlebensvorteil bieten.

Eine Ausnahme bildete das Verhältnis von Asthma und Lungenkrebs. Hierbei liegt die Schwierigkeit darin, Schleim aus der Lunge abzutransportieren, was bedauerlicherweise die Chancen auf Lungenkrebs zu steigern scheint.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
16. Januar 2009
Autor: Ariane

Viele Menschen reagieren empfindlich auf Schimmelpilze, die sich schnell mal in Wohn- und Arbeitsräumen bilden können. Allergisch bedingtes Asthma kann eine Folge sein.

Wie den Patienten, die mit Asthma auf Schimmelpilzbelastungen reagieren, geholfen werden kann, hat unlängst eine Studie untersucht. Dabei untersuchten britische Forscher an 60 Probanden, ob die medikamentöse Behandlung mit einem Antipilzmittel erfolgreich ist.
Alle Studienteilnehmer litten an allergisch bedingtem Asthma und reagierten auf mindestens sieben verschiedene Pilzsorten allergisch. 32 Wochen lang erhielt die Hälfte der Probanden ein Placebo, die andere Hälfte ein Antipilzpräparat.

Von den 29 Studienteilnehmern, die das Antipilzmittel erhielten, berichteten 18 nach Abschluß der Studie von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität und einem drastischen Rückgang ihrer Beschwerden, ihre morgendliche Lungenfunktion hatte sich deutlich verbessert.
Bei den Probanden aus der Placebo-Gruppe trat keinerlei Veränderung auf. Auch vier Monate später bestätigte sich die Wirkung des Mittels in einer Nachfolgeuntersuchung, denn die Patienten, die mittlerweile das Mittel abgesetzt hatten, zeigten die gleichen Symptome und Beschwerden sowie ein stark erhöhtes Asthma-Risiko, die sie vor der Einnahme des Medikaments hatten.

Die Wissenschaftler sind nun damit beschäftigt, eine kontinuierliche Therapie zu entwickeln.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...
9. Januar 2009
Autor: Christophe

Das Immunsystem wird durch Schmutz geschützt – Ein funktionierendes Immunsystem protektiert unseren Körper vor Krankheiten. Studien haben bewiesen, dass Kinder aus ländlicheren Regionen resistenter gegen Krankheiten, wie Allergien und Grippe sind.

Spielendes Mädchen©flickr/tina keller

Das Immunsystem in der Jugend zu schulen, nicht zu schonen ist wichtig. Nach der Devise: “Schutz durch Schmutz” sollen laut Ergebnisse der Forschung die Eltern ihre Kinder früh in der Natur und im Dreck spielen lassen, um das Immunsystem zu trainieren.

Auch Spielkreise oder Krabbelgruppen bzw. das Treffen auf andere Kinder setzt ein Kind Krankheiten und Viren in stärkerem Maße aus und stärkt die körperliche Abwehr.

Kinder mit vielen sozialen Kontakten und vielen Geschwistern erkranken im Laufe ihres Lebens weitaus seltener an Asthma und/oder Allergien.  Schutzimpfungen sind trotz bestehender Abhärtung in der Natur auch für alle Kinder zu empfehlen.

Eine übertriebene Hygiene und Kinder in klinisch sauberer Umgebung aufwachsen zu lassen, ist dem Immunsystem abträglich, weil die Bakterien und Viren das Immunsystem trainieren. Zu wenig Bakterien schwächen die Abwehr und können Krankheiten und Allergien verursachen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...