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Tipps für Allergiker
Die Begriffe „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ sind mir trotz ihrer ziemlich wichtigen Bedeutungen und meines jahrzehntelangen Daseins als Pollenallergikerin – seltsamerweise – erst relativ spät begegnet.
Erst vor einigen Monaten sind mir die Bezeichnungen „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ zum ersten Mal untergekommen. Zuvor hatte ich (zumindest nicht genau in diesem Wortlaut) noch nie von ihnen gehört – und das obwohl ich bereits seit 20 Jahren an Heuschnupfen leide und schon verschiedene Therapieversuche hinter mich gebracht habe.
Da ich mir vorstellen kann, dass es anderen Allergikern ähnlich ergeht, möchte ich mir die Termini „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ – so wie es vor einiger Zeit mit dem Wort „hypoallergen“ geschehen ist – heute etwas näher anschauen:
Die Begriffe „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ beziehen sich auf die verschiedenen Darreichungsformen der spezifischen Immuntherapie (SIT) (die auch als Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung bezeichnet wird).
Bei der schon seit längerer Zeit angewandten subkutanen Immuntherapie (SCIT) werden die zur Behandlung notwendigen Allergene mit Spritzen „subkutan“ (= „unter die Haut“) verabreicht. Die Spritzentherapie erfolgt als Langzeit- oder Kurzzeit-Therapie und erfordert diverse regelmäßige Arztbesuche.
Ohne Spritzen läuft die sublinguale Immuntherapie (SLIT) ab. Hierbei werden die Allergene sublingual (= „unter die Zunge“) über die Mundschleimhaut in den Körper geschleust. Die sublinguale Immuntherapie erfolgt über Tabletten (wie die „Gräserpille“) oder Tropfen und erfordert die tägliche Einnahme der betreffenden Medikamente. Anders als die subkutane Methode kann sie nach ein paar Anwendungen beim Arzt zu Hause weitergeführt werden.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Therapieformen sind zum Beispiel hier zu finden.
Tags: Desensibilisierung, Heuschnupfen
2 Kommentare zu “Subkutane / sublinguale Immuntherapie”
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Juni 13th, 2010 at 20:46
Bin seit fast 2 Jahren in einer SIT, inzwischen alle 5 Wochen eine Spritze mit 6ml Allergen unter die Haut. Die ersten 15min fühlt sich der Arm seltsam an. Danach gibts eine heisse rotblaue Beule die 1.5 Wochen anhält. Die Toleranz gegenüber dem Gräsern ist schon erheblich besser geworden.
Juni 16th, 2010 at 22:38
Da ich derzeit anscheinend auch wieder so heftig wie schon lange nicht mehr auf Gräser reagiere, sollte ich mich doch noch einmal mit meinem Allergologen beraten, ob eine SIT nun nicht doch angebracht wäre – auch wenn mich diese bunte Beule etwas abschreckt.
Vielen Dank jedenfalls für das Schildern der SIT-Wirkungen!