Die Begriffe „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ sind mir trotz ihrer ziemlich wichtigen Bedeutungen und meines jahrzehntelangen Daseins als Pollenallergikerin – seltsamerweise – erst relativ spät begegnet.

Erst vor einigen Monaten sind mir die Bezeichnungen „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ zum ersten Mal untergekommen. Zuvor hatte ich (zumindest nicht genau in diesem Wortlaut) noch nie von ihnen gehört – und das obwohl ich bereits seit 20 Jahren an Heuschnupfen leide und schon verschiedene Therapieversuche hinter mich gebracht habe.

Da ich mir vorstellen kann, dass es anderen Allergikern ähnlich ergeht, möchte ich mir die Termini „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ – so wie es vor einiger Zeit mit dem Wort „hypoallergen“ geschehen ist – heute etwas näher anschauen:

Die Begriffe „subkutane / sublinguale Immuntherapie“ beziehen sich auf die verschiedenen Darreichungsformen der spezifischen Immuntherapie (SIT) (die auch als Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung bezeichnet wird).

Bei der schon seit längerer Zeit angewandten subkutanen Immuntherapie (SCIT) werden die zur Behandlung notwendigen Allergene mit Spritzen „subkutan“ (= „unter die Haut“) verabreicht. Die Spritzentherapie erfolgt als Langzeit- oder Kurzzeit-Therapie und erfordert diverse regelmäßige Arztbesuche.

Ohne Spritzen läuft die sublinguale Immuntherapie (SLIT) ab. Hierbei werden die Allergene sublingual (= „unter die Zunge“) über die Mundschleimhaut in den Körper geschleust. Die sublinguale Immuntherapie erfolgt über Tabletten (wie die „Gräserpille“) oder Tropfen und erfordert die tägliche Einnahme der betreffenden Medikamente. Anders als die subkutane Methode kann sie nach ein paar Anwendungen beim Arzt zu Hause weitergeführt werden.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Therapieformen sind zum Beispiel hier zu finden.

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