Die Natur sprießt und Pollenstaub sammelt sich auf meiner Haut. Das hat Konsequenzen: Während sich mein Heuschnupfen einigermaßen in Grenzen hält, sprießen auf meiner Haut unansehnliche Erhebungen.

Schön, schön, dachte ich mir, als ich heute hinaus trabte und einen Blick auf die vorm Haus erblühende Blumenpracht warf. Satt und ansehnlich streckten sich mir bildschöne Blüten entgegen, Hummeln schleckten und ich überlegte mit einem Lächeln, ob ich mich nicht auf die Lauer legen sollte, um eins der gierigen Fluginsekten in ein Bild zu bannen.

Letztendlich tat ich es jedoch nicht. Denn: Alsbald ich mich hinab zu den farbenfrohen Blumen neigte, fühle ich recht rasch ein unwohles Kribbeln auf der Haut. So ein insektenartiges Kriechen… unangenehm und langsam erstreckte es sich über meine Arme und Hände… und kroch weiter… so als wolle es schlussendlich auch meine Nase und meine Augen entern…

Pollenstaub auf meiner Haut

Nein, niesen musste ich letztendlich nicht. Dennoch war das Ganze eine seltsame Erfahrung. Sie war derart prägnant, dass ich mich (endlich) des Pollen-Übels bewusst wurde, von dem Blumenmeer abwandte und (ungeachtet der unleugbaren Schönheit der Blüten) schnurstracks in die andere Richtung ging. Das unwohle Gefühl auf der Haut blieb leider.

Auch abends hatte ich – so scheint es mir zumindest – noch etwas von der satten Pollen-Dröhnung am sonnenverwöhnten Nachmittag, denn: Ein paar ekzematöse Erhebungen hatten sich auf meiner Haut verbreitet. Eine davon juckte innig. Doch ich widerstand dem Reiz, an dem roten Knubbel herumzujucken und verfluchte stattdessen meinen Drang, allen schön anzusehenden Blüten stets so nah kommen zu wollen.

Tja… und was sagt mir das? Dass es sich mit Heuschnupfen wohl nicht wirklich ‚gehört‘, so nah an satt-blühende Pflanzen heranzutreten. Schade, schade, schade!