Bei einer Pfirsichallergie ist bislang nur die strikte Meidung der Frucht die bestmögliche Therapie. Doch wie es aussieht, ist bald vielleicht auch eine Impfung gegen die Allergie möglich.

Pfirsiche sind schmackhaft und gesund – sofern man sie verträgt bzw. nicht allergisch auf sie reagiert. Leidet man jedoch an einer Pfirsichallergie, dann ist bisher die Karenz – also die Meidung der Frucht – die erste Wahl, um allergische Beschwerden zu verhindern.

Pfirsichallergie – Kann verschiedene Symptome verursachen

Die Pfirsichallergie tritt vorwiegend in Gestalt eines oralen Allergiesyndroms (OAS) auf, kann aber auch zu schweren allergischen Reaktionen innerhalb des Verdauungstrakts führen. Im Fall des OAS können verschiedene Beschwerden im Mund- und Rachenraum auftreten. Das Syndrom kann beispielsweise zu einem pelzigen Gefühl oder Bläschen auf der Zunge, zu einer Schwellung oder Bläschenbildung der Lippen oder zu einem Juckreiz im Rachen führen. Die meisten Allergene des Pfirsichs sitzen in der Schale, nicht im Fleisch.

Bald Impfung gegen Pfirsichallergie möglich?

Bisweilen gilt die Meidung der allergieauslösenden Nahrung als die bestmögliche Therapie beim Vorliegen einer Lebensmittelallergie. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) – gemeinsam mit Kollegen aus Salzburg, Wien und Tarragona – sind nun aber optimistisch, dass in Zukunft möglicherweise eine Impfung zur Behandlung der Pfirsichallergie entwickelt werden kann. Den Wissenschaftlern ist es offenbar gelungen, eine modifizierte Faltungsvariante von Pru p 3, dem Hauptallergen aus Pfirsich, zu erzeugen. Diese sei kaum noch allergen, zeichne sich aber durch ihre hohe zelluläre Immunogenität aus, was sie für die Verwendung in einem potentiellen Impfstoffkandidaten in Frage kommen ließe.

Ausführliche Informationen zu dem möglichen Impfantigen sind zum Beispiel hier zu finden.

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