Wer Neurodermitis hat, leidet unter einer besonders trockenen Haut, die stark entzündungsanfällig ist. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bisweilen nicht vollständig geklärt. Kürzlich haben Forscher im Zuge einer groß angelegten Studie drei neue Gene identifiziert, die bei der Entstehung der chronischen Hautkrankheit eine Rolle spielen können.

Patienten mit Neurodermitis, welche auch als atopisches oder endogenes Ekzem bekannt ist, haben generell sehr trockene Haut und dadurch weniger Schutz vor äußeren Gefahren – immer wiederkehrende Entzündungsreaktionen mit Juckreiz (Ekzeme) sind die Folge.
Darüber hinaus ist das Krankheitsbild der Neurodermitis aber eher unterschiedlich und variiert von Alter zu Alter. Im Säuglingsalter treten beispielsweise andere Symptome als in der Kindheit auf, während Patienten im Erwachsenenalter wiederum unter anderen Beschwerden als Kinder leiden.

Neurodermitis: Noch nicht vollständig erforscht

Die genauen Ursachen der Neurodermitis sind noch nicht vollständig erforscht. Oft wird die Krankheit vererbt. Außerdem gelten zum Beispiel Heuschnupfen und Hausstauballergie, das Wetter oder auch Stress als begünstigende Faktoren.

Neue Gene identifiziert

Was die genetischen Ursachen angeht, konnte eine weltweit angelegte Studie kürzlich etwas mehr Licht ins Dunkel bringen. Für die Studie untersuchten Wissenschaftler des EAGLE-Konsortiums Teilnehmer aus zwölf Ländern. Insgesamt nahmen die Forscher die Gene von mehr als 10.000 Neurodermitis-Patienten sowie 40.000 Gesunden in der Vergleichsgruppe unter die Lupe. Dabei entdeckten sie drei neue Gene, die für eine intakte Hautbarriere sowie die Immunregulation wichtig sind und bei der Entstehung des atopischen Ekzems eine Rolle spielen. Die Forscher sind zuversichtlich, die Erkenntnisse in Zukunft zum Beispiel für neue Vorsorge- und Behandlungsansätze nutzen zu können. – Weitere Informationen zu der Studie sind zum Beispiel hier zu finden.

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