Eine Neurodermitis belastet nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Vor allem Kinder leiden unter der chronischen Hautkrankheit.

Wer Neurodermitis (auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bekannt) hat, leidet an einer besonders trockenen Haut, die immer wieder von entzündlichen Schüben heimgesucht wird.

Neurodermitis: Auslöser und Symptome

Bislang konnte die Wissenschaft nicht vollends klären, wodurch Neurodermitis verursacht wird. Als Auslöser des atopischen Ekzems gilt derweil unter anderem die genetische Veranlagung. Doch nicht jeder, der für Neurodermitis familiär disponiert ist, erkrankt letztendlich auch an der chronischen Hautkrankheit. Denn auch weitere Faktoren wie Stress und allergische Substanzen spielen eine Rolle, wenn es um die Auslöser der atopischen Dermatitis geht.

Belastet auch die Seele

Doch nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele ist die chronische Hautkrankheit (deren lateinischer Name sich mit „neuro“ = „das Nervensystem betreffend“ und „dermitis“ = „Hautentzündung“ übersetzen lässt) eine Belastung. Denn tatsächlich kann eine Neurodermitis nicht nur seelische Beschwerden verursachen. Stress, psychischer Druck, anhaltende Konflikte und Rauchen können das atopische Ekzem andersherum auch auslösen bzw. verschlechtern.

Vor allem für Kinder eine Bürde

Am Beispiel von Kindern, die an Neurodermitis erkrankt sich, offenbart sich oft die gesamte Beschwerdepalette der Krankheit: Neben physischen Symptomen wie Rötungen, Juckreiz und schmerzhaften Entzündungen leiden insbesondere Heranwachsende auch an psychischen Beschwerden. Während die Betroffenen gerade in der Zeit ihres Wachstums die elterliche Zuneigung auch in Form von körperlicher Zuwendung, etwa durch Berührungen oder Küsse, benötigen, ist diese Form der Kontaktaufnahme und Liebesbekundung aufgrund der Symptomatik ihrer Hauterkrankung oftmals gestört. Denn Eltern sind oft gehemmt, sich ihren Kindern körperlich zuzuwenden, wenn diesen bereits flüchtige Berührungen unangenehme Empfindungen oder sogar Schmerzen bereiten können. Da es darüber hinaus möglich ist, dass die Betroffenen aufgrund ihrer Hauterkrankung in vielen Fällen auch gesellschaftlich nicht voll involviert werden können (weil sie z.B. sportlich nicht mit Gleichaltrigen konkurrenzfähig sind), kann es  mit fortschreitendem Alter zur Abspaltung von der Gruppe, zu Hänseleien sowie auch zur einer Abgrenzung vom sozialen Leben kommen. – Interessantes zu diesem Thema gibt es etwa auch hier zu lesen.

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