Es gibt Neues zum Thema „Milchprodukte und Allergien“. So scheint fettarmer Joghurt, der während der Schwangerschaft verzehrt wird, zu einem erhöhten Allergie-Risiko beim Kind zu führen. Außerdem gibt es neue Ergebnisse in Sachen Rohmilch.

Auf der Suche nach Allergiker-News sind mir heute gleich zwei neue Artikel zum Thema „Milchprodukte und Allergien“ aufgefallen. Dabei handelt es sich aber nicht um Neues in Sachen Milchunverträglichkeit. Vielmehr dreht sich der eine Text um fettarmen Joghurt, während der andere Rohmilch thematisiert.

Fettarmer Joghurt: Problematisch während der Schwangerschaft?

Wird fettarmer Joghurt von Schwangeren gegessen, kann das später beim Kind das Risiko erhöhen, an Asthma und Allergien zu erkranken. Dies hat eine Studie von Forschern der Harvard University ermittelt, die auf dem Jahreskongress der European Respiratory Society in Amsterdam vorgestellt wurde. Während der Verzehr von Milch dem Kind später sogar eher zugute kommen könnte, scheint fettarmer Joghurt hingegen die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass das Kind später unter Asthma oder Heuschnupfen leidet. Schon ein fettreduzierter Joghurt pro Tag während der Schwangerschaft erhöht demnach das Risiko um den Faktor 1,6, dass das Kind später bis zum Alter von sieben Jahren Asthma entwickelt. Die genauen Gründe dafür sind noch unklar und müssen erst erforscht werden. – Mehr dazu beispielsweise hier.

Rohmilch kann Kinder vor Asthma und Allergien schützen

Eine Studie des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel hat ermittelt, dass der Verzehr von Rohmilch Kinder vor Asthma und Allergien schützen kann. Demnach wiesen die Kinder, die Rohmilch tranken, ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko an Asthma zu erkranken auf als Kinder, die erhitzte Milch zu sich nahmen. Auch Allergien traten bei den Kindern, die Rohmilch verzehrten, um 26 Prozent seltener auf, Heuschnupfen im Speziellen sogar um 49 Prozent. Dennoch raten die Forscher vom Verzehr der Rohmilch ab, weil darin gefährliche Mikroben wie Listerien enthalten sein könnten. Ein Ziel für die Zukunft sei, aus den Erkenntnissen eine Milch zu entwickeln, die vor Allergien schütze, aber frei von Bakterien sei. Für die Erhebung, deren Ergebnisse im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ publiziert worden sind, wurden die Daten von 8334 Schulkindern ausgewertet. – Mehr dazu z.B. hier.

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