Bei den Kontaktallergien thront nach wie vor Nickel ganz oben auf dem Podest. Das Metall, das in allen Lebensbereichen verbreitet ist, reizt uns Menschen am häufigsten.

Ich werde mich wohl ein Leben lang an mein erstes Zusammentreffen mit Modeschmuck zurückerinnern. Der Grund war nicht etwa, dass der Schmuck – konkret: ein Paar Ohrringe – unvergesslich schön war. Nein, vielmehr brannte sich der unechte Klunker deshalb in mein Gedächtnis ein, weil er einen buchstäblich bleibenden Eindruck an meinem Ohrloch hinterließ. Schuld war wohl der darin befindliche Nickel, der mein Immunsystem zu einer Abwehrreaktion animiert hatte und mir tagelang rote Ohrläppchen bescherte.

Kontaktallergie: Wenn die Haut rebelliert

Die zuvor von mir beschriebene Reaktion tritt im Rahmen einer Kontaktallergie auf und ist auch als allergisches Kontaktekzem bekannt. Das populärste Allergen, das zu Symptomen wie gerötete, geschwollene Haut und Juckreiz führen kann, ist das Metall Nickel, das nicht nur in Modeschmuck, sondern z.B. auch in Geldmünzen, Reißverschlüssen, Knöpfen, Türknäufen, Gelenkprothesen und Zahnersatz vorhanden sein kann. Weitere mögliche Auslöser einer Kontaktallergie sind beispielsweise Duft- und Aromastoffe, Konservierungsmittel sowie Perubalsam.

Nickel reizt am häufigsten

Seit langem führt Nickel die Hitliste der häufigsten Auslöser einer Kontaktallergie an. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders, wie ich kürzlich hier in einem Bericht auf Nickelfrei.de erfahren durfte. Demnach hat der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) in seiner aktuellen Erhebung mit Daten von mehr als 12.000 Patienten ermittelt, dass Nickel nach wie vor das häufigste Kontaktallergen ist. – Weitere Details zu der Erhebung sind zum Beispiel in dem erwähnten Bericht auf Nickelfrei.de zu finden.

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