Wer Allergien hat, steht dem Thema Impfungen oft eher skeptisch gegenüber. Laut Wissenschaftlern kommt es infolge von Impfungen jedoch nur sehr selten zu einem allergischen Schock. Stattdessen könnte es sogar sein, dass vollständiges Durchimpfen Kinder vor Allergien bewahren kann.

In den vergangenen Jahren ist so manche Angst einflößende Infektion durchs Land gezogen. Während mir persönlich zuletzt vor allem EHEC große Sorgen bereitete, machte mir ein paar Monate davor das Thema Schweinegrippe schwer zu schaffen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich damals rege hin und her überlegte: „Impfung ja oder nein?“. Dies fällt mir übrigens deshalb gerade ein, weil ich vorhin beim Surfen im Netz auf einen Artikel stieß, in dem die Rede von einem neuen „Super-Impfstoff“ gegen sämtliche Grippeviren die Rede war.

Impfungen: „Allergieimpfung“ und Schutzimpfung

Was aber haben Impfungen mit dem Thema Allergien zu tun? Nun, eigentlich nicht viel, es sei denn man meint in diesem Zusammenhang speziell die „Allergieimpfung“, die besser unter den Bezeichnungen Hyposensibilisierung und Spezifische Immuntherapie (SIT) bekannt ist. Auf diese spezielle Spritzentherapie beziehe ich mich aber nicht, sondern spreche vielmehr von Schutzimpfungen, die man vor allem im Kindesalter zur Prävention von Infektionen verabreicht bekommt.

Impfungen und Allergien

Und was ist nun das Problem? Nun, ich als Allergikerin habe aufgrund meiner Erkrankung stets eine gewisse Skepsis gegenüber fremden Stoffen, erst recht, wenn sie mir in den Körper injiziert werden. Vor Schutzimpfungen habe ich immer besonders viel Bammel, denn schließlich beinhaltet so ein Impfstoff neben einer Form des jeweiligen Erregers auch allergieträchtiges Fremdeiweiß sowie möglicherweise Zusatzstoffe wie potentiell problematische Quecksilberverbindungen, Formaldehyd oder Antibiotika. Laut Wissenschaftlern ist das – natürlich gesetzt den Fall, dass man nicht an einer bekannten Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe leidet – aber alles halb so schlimm: Wie zum Beispiel hier nachzulesen ist, haben britische Forscher vor kurzem vermeldet, dass ein allergischer Schock als Folge einer Impfung bei Kindern sehr selten ist (falls er aber doch auftritt, könne dies mit Verzögerung passieren). Eine größere deutsche Studie kam vor mehr als zwei Jahren sogar zu dem Schluss, dass vollständig „durchgeimpfte“ Kinder sogar ein etwas geringeres Allergierisiko als nicht komplett geimpfte Altersgenossen hätten. Dies passt zu der Erkenntnis, dass die vollständig „durchgeimpften“ Kinder der ehemaligen DDR seltener an Allergien litten als ihre mit weniger Schutzimpfungen ausgestatteten Alterskameraden in Westdeutschland.

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