Bei der Gürtelrose, die auch als Herpes zoster bezeichnet wird, handelt es sich um einen durch Varicella-Zoster-Viren ausgelösten Hautausschlag. Die entsprechenden Symptome und Behandlungsmöglichkeiten sollen im Folgenden dargestellt werden.

Die für die Gürtelrose verantwortlichen Viren sind für die in der Kindheit auftretenden Windpocken verantwortlich. War ein Kind von den Windpocken betroffen, kann es Jahre später an einer Gürtelrose erkranken, da die Viren im Körper verweilen und reaktiviert werden können.

Wie äußert sich eine Gürtelrose?

Eine Gürtelrose beschränkt sich ausschließlich auf den Teil des Körpers, der sich unmittelbar an den Nervenbahnen befindet, in denen die Viren sozusagen geschlummert haben. Im Normalfall sind von einer Gürtelrose die Haut des Bauch- und Brustbereichs betroffen, wobei die Gürtelrose meistens an der Wirbelsäule beginnt und sich dann wie ein Gürtel um den Körper herum ausbreitet. Typischerweise kommt es zu einem Anschwellen der Haut mit einhergehender Rotfärbung und Bläschenbildung.
Betroffen von einer Gürtelrose sind einzig Personen, die zuvor an einer Windpockeninfektion gelitten haben.

Verlauf der Erkrankung

Neben anfänglicher Müdigkeit äußert sich eine Gürtelrose durch ein brennendes Gefühl an den Hautstellen an den Nervenbahnen. Etwa zwei bis drei Tage nach Beginn der Schmerzen bilden sich kleine Blasen und die Haut darunter nimmt eine rote Färbung an.

Nach maximal sieben Tagen hat sich der Ausschlag in seiner maximalen Form herausgebildet. Damit einhergehend öffnen sich die Blasen und die hinterlassenen Wunden bedecken sich mit Schorf, der nach drei Wochen abfällt.

Begleitende Symptome der Gürtelrose können Fieber und geschwollene Lymphknoten in der betroffenen Region sein. Bei einigen Patienten können noch nach einigen Wochen Schmerzen an den betroffenen Hautstellen auftreten, wobei es sich um eine so genannte postzosterische Neuralgie (Nervenschmerzen) handelt.
Das Alter der Patienten spielt zudem eine große Rolle bei der Entwicklung der Schmerzen. So sind bis zu 70% der Patienten mit einem Alter von über 40 Jahren von den Schmerzen betroffen, die sich über Monate hinweg hartnäckig halten können.

Behandlung

Behandelt wird die Gürtelrose auf medikamentösem Weg mit so genannten antiviralen Präparaten wie Aciclovir oder Valaciclovir, die möglichst früh angewendet werden sollten. Idealerweise wird mit der Behandlung zwei Tage nach der Bläschenbildung begonnen. Bei starken Symptomen können die Präparate auch auf intravenösem Weg verabreicht werden. Bei den meisten Patienten führt die frühzeitige Verabreichung der Medikamente zu einer Rückbildung der Schmerzen innerhalb kurzer Zeit und nach nur wenigen Stunden sind die Schmerzen oft beseitigt.

Im Fall sehr starker Schmerzen empfiehlt sich die Einnahme von Schmerzmitteln, aber auch die Verordnung von Antibiotika durch ein ärztliches Rezept ist sehr sinnvoll.

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