Eine Erdnussallergie kann böse Folgen haben und sogar in einem allergischen Schock gipfeln. Forscher aus den USA haben nun verlauten lassen, dass eine verträglichere Nuss in Sicht ist.

Wer unter einer Erdnussallergie leidet, der lebt gefährlich. Denn selbst wenn man dem Lebensmittel – das übrigens eigentlich gar keine Nuss ist – bewusst fernbleibt, kann es trotzdem passieren, dass man auf Spuren von Erdnüssen z.B. in Fertigprodukten oder Backwaren trifft. Aber auch wenn man potentiell gefährliche Produkte konsequent umgeht, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Denn Erdnüsse haben ein derart hohes Allergiepotential, dass man als Sensibilisierte(r) sogar beim Küssen aufpassen muss, nicht mit minimalen Resten in Kontakt zu kommen – denn selbst das könnte schlimme Folgen haben.

Wenig aufmunternd ist auch die Tendenz, dass immer mehr Kinder an einer Erdnussallergie erkranken. Da ist die z.B. hier (auf Englisch) erschienene Meldung, dass amerikanische Forscher daran arbeiten, eine verträglichere Erdnuss zu erschaffen, doch weitaus erfreulicher.

Die US-Wissenschaftler gehen davon aus, dass es noch etwa zwei bis fünf Jahre dauern wird, bis die spezielle Erdnuss den Markt entern wird. Bislang ist noch nicht klar, ob die Nuss, deren allergieauslösende Proteine durch Kreuzung (und nicht etwa durch Genmanipulation) ausgeschaltet wurden, in der Lage sein wird, sich so fortzupflanzen, dass auch die natürlichen Nachkommen mit der verringerten Anzahl der allergenen Eiweiße auftreten.

Die verträglicheren Erdnüsse würden allergische Symptome zwar nicht komplett ausschließen, jedoch könnte die Gefahr von besonders gefährlichen Reaktionen durch sie reduziert werden. Außerdem wäre es möglich, durch ihre Verwendung das Risiko für Kinder zu verringern, an einer Erdnussallergie zu erkranken. Ferner könnten die speziellen Erdnüsse, laut den US-Forschern, auch zur Desensibilisierung eingesetzt werden.

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