Wer eine Erdnussallergie hat, muss einen großen Bogen um eine Vielzahl von Lebensmitteln machen – und sei es nur wegen kleinsten Spuren des Allergens. Möglicherweise wird es zukünftig anders sein. Denn es gibt Neues in Sachen SIT (Spezifische Immuntherapie) zu vermelden.

Sie schmecken das ganze Jahr über und sind Bestandteil von vielen anderen Lebensmitteln – die Rede ist von Erdnüssen. Die gesunden Nüsse (die eigentlich gar keine Nüsse sind, sondern zur Familie der Hülsenfrüchte gehören) sind jedoch nicht für jeden ein Genuss. Richtig problematisch werden die schmackhaften Snacks sogar, wenn man allergisch darauf reagiert.

Erdnussallergie: Schon minimale Mengen sind gefährlich

Die Erdnussallergie zählt zu den gefährlichsten und gefürchtetsten Lebensmittelallergien überhaupt. Dies gründet sich zum einen darauf, dass Erdnüsse bzw. deren Spuren in vielen Fertigprodukten enthalten sind und Allergiker deshalb gleich einen weiten Bogen um verschiedene Speisen machen müssen. Zum anderen sind Erdnüsse besonders starke Allergene, die schon in kleinsten Mengen zu mitunter lebensbedrohlichen Reaktionen wie Atemnot oder Allergieschock führen können.

Neues in Sachen SIT

Bislang gibt es noch keine Möglichkeit, die Erdnussallergie ursächlich, also mittels SIT (Spezifische Immuntherapie) zu behandeln. Stattdessen ist strenge Erdnusskarenz derzeit das Mittel der Wahl, um als Allergiker unbeschadet durch den Alltag zu kommen. Da die absolute Meidung von Erdnüssen aber nicht ganz einfach ist, erforschen Wissenschaftler schon seit längerem, ob eine Desensibilisierung möglich ist. Verschiedene Studien mit positiven Ergebnissen deuten darauf hin, dass es bald eine Impfung gegen die Erdnussallergie geben könnte. Auch jetzt hat ein US-amerikanisches Forscherteam wieder hoffnungsvolle Resultate einer neuen Studie veröffentlicht. Im Zuge der Untersuchung, an der insgesamt 40 Probanden mit Erdnussallergie teilnahmen, wurde 20 Personen über einen längeren Zeitraum eine stetig steigende Menge Erdnusspulver in Flüssigkeit verabreicht, während eine Kontrollgruppe eine erdnussfreie Flüssigkeit erhielt. Nachdem 44 Wochen vergangen waren, vertrugen 70 Prozent der Probanden aus der Erdnussgruppe fünf Gramm oder aber immerhin zehnmal mehr Erdnusspulver als am Anfang der Behandlung. Das Ausmaß des Therapieeffekts sei laut der Forscher aber noch verbesserungswürdig. – Weitere Details zu der Studie sind zum Beispiel hier auf Netdoktor.de zu finden.

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