Per Inhalation wird das Allergen beim bronchialen Provokationstest aufgenommen. Schlimmstenfalls kann es dabei zu einem schweren Asthmaanfall kommen.

Nachdem kürzlich der nasale Provokationstest Gegenstand einer meiner Artikel war, möchte ich meine Serie zu den Provokationstests heute mit der spezifischen inhalativen Provokation fortsetzen:

Der bronchiale Provokationstest eignet sich dazu, beim Auftreten von allergischem Asthma das auslösende Allergen ausfindig zu machen. Ähnlich wie der nasale ist auch der bronchiale Provokationstest dann angebracht, wenn Auslöser wie Tierhaare, Schimmelpilze, Hausstaubmilben oder Pollen vermutet werden.

Der Ablauf des spezifischen inhalativen Testverfahrens ist in etwa wie folgt zusammenzufassen:

Nachdem zunächst die Lungenfunktion des Patienten gemessen wurde, inhaliert dieser erst eine Trägerlösung, um anschließend das stark verdünnte Allergen in Gestalt eines Aerosols einzuatmen. Während des Tests überwacht der Arzt die Lungenfunktion und Nasenatmung des Patienten und beobachtet, ob er asthmatische Reaktionen zeigt. Sofern dies der Fall ist, wird der Test abgebrochen. Ansonsten wird die Prozedur mit demselben Allergen in erhöhter Konzentration wiederholt.

Da der bronchiale Provokationstest – auch noch mehrere Stunden nach seiner Durchführung – das Risiko eines Asthmaanfalls birgt, sollte er nur durch einen Lungenfacharzt angewandt werden. Ferner ist der Test in einer Klinik durchzuführen, da im Ernstfall – auch dann, wenn ein anaphylaktischer Schock droht – notärztliche Rettungsmaßnahmen erforderlich sind.
Aufgrund seines Gefahrenpotentials ist er als Allergietest für Kinder ungeeignet und sollte generell nur bei absoluter Notwendigkeit eingesetzt werden.

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