Menschen, die unter einer Pollenallergie leiden, reagieren auch häufig allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel. Diese, als Kreuzreaktion bezeichnete Symptomatik tritt entweder ganzjährig oder nur während der Pollensaison auf, wobei die Allergiker besonders auf Birken- und Beifußpollen und deren in der Eiweißstruktur ähnelnden Nahrungsmittel allergisch reagieren. Welche Symptome hat das orale Allergiesyndrom und welche Behandlungsmethoden können aus naturheilkundlicher Sicht herbeigezogen werden?

Die typischen Symptome und deren Auslöser

Da sich die Eiweiße der Nahrungsmittel und Pollen teilweise so sehr ähneln, kommt es häufig zu Kreuzreaktionen. Zu den typischen Symptomen des daraus folgenden oralen Allergiesyndroms zählen dabei unter anderen: Reizungen im Mund- und Rachenraum, Verdauungsbeschwerden, eine Schwellung der Lippen, Rötungen, Atemnot, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und seltener auch ein allergischer Schock. Neben den körperlichen Symptomen finden in der Naturheilkunde auch geistige und seelische Beschwerden Beachtung. Müdigkeit, Antriebsschwäche, Depressionen und Lernstörungen können beispielsweise Hinweise auf eine Kreuzreaktion sein. Die Allergiediagnostik ist oft einfach, da die Reaktionen meist gleich nach dem Verzehr der entsprechenden allergieauslösenden Nahrungsmittel auftauchen. Ansonsten kann mithilfe von Hauttests (Pricktest), Provokationstests oder Ernährungsprotokollen festgestellt werden, gegen welche Nahrungsmittel und Pollen eine Allergie vorliegt. Weitere Informationen zur Allergiediagnostik beim Heilpraktiker finden Sie hier.

Naturheilkundliche Therapieansätze

In der Naturheilkunde werden zur Allergiebehandlung verschiedene Methoden zurate gezogen. Heilpraktiker beschränken sich also nicht nur auf eine medikamentöse Behandlung, sondern versuchen, auch andere und ganzheitlichere Möglichkeiten zu finden, die Patienten von ihren Allergien zu befreien. Neben der Bekämpfung der Allergie durch Hypersensibilisierung (Immuntherapie), bei welcher der Organismus in ansteigender Dosierung mit den jeweiligen Allergenen konfrontiert wird und die bei mehr als 30 % der Allergiker erfolgreich ist, gilt die Allergenkarenz als wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Symptome der Kreuzallergie. Allgenkarenz bedeutet, dass auslösende Allergene gemieden werden. Das heißt, beim Kauf von Nahrungsmitteln muss die Zutatenliste genau studiert werden, um sicherzugehen, dass starke Allergene – wie Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch, Sesamsamen und glutenhaltiges Getreide – nicht im jeweiligen Nahrungsmittel enthalten sind.
Grundsätzlich ist es also entscheidend, die genaue Ursache zu kennen, um eine erfolgreiche Behandlung erzielen zu können. In äußerster Not können auch Antiallergika, wie Cromogycinsäure, oder Antihistaminika herbeigezogen werden. Besser ist es jedoch, Gerichte selbst zuzubereiten und zum Beispiel Mikronährstoffe, wie Zink oder Omega-3-Fettsäuren, einzunehmen, die das Immunsystem stärken.

Abbildung: Fotowerk- fotolia

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