Tipps zu Allergie, Pollenflug & Heuschnupfen

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Allergien

5. März 2008
Autor: Christophe

“Allergie? Unsinn – das bildest Du Dir doch nur ein!”

Den Spruch haben wohl die meisten Allergiker irgendwann schon mal gehört, und sei es im Kindesalter. Tatsächlich ist es ja auch nicht eben einfach für einen Nicht-Allergiker, zu begreifen, wieso sein Gegenüber sich angesichts einer Blume in Heul- und Nieskrämpfen ergehen kann … Immerhin, ein Wahres hat die Aussage: Denn tatsächlich ist nicht jeder, der an sich die typischen Symptome beobachten kann, gleich allergisch – eine zunehmende Zahl von Menschen leidet an einer “Pseudoallergie“. Damit bezeichnen Mediziner eine Erkrankung, die weitgehend der Allergie entspricht, ohne aber immunologisch bedingt zu sein.

Der entscheidende Unterschied zur “gewöhnlichen” Allergie besteht darin, dass die sogenannten Mastzellen von einem Allergen “unspezifisch” aktiviert werden, das heißt, dass es weder Allergen-Antikörper noch entsprechende Rezeptoren braucht, um eine Reaktion auszulösen – die Reaktion der Mastzelle erfolgt, flapsig ausgedrückt, “einfach so”. Die medizinische Forschung sieht inzwischen einen – freilich bislang unbewiesenen – Zusammenhang zwischen Pseudoallergien und bestimmten Lebensmittelinhaltsstoffen.

Für Pseudoallergien gilt die sogenannte “Dosis-Wirkungskurve”: Kurz gesagt, umso mehr Allergene, desto heftiger die Reaktion. Das ist bei herkömmlichen Allergien nicht der Fall (es sei denn in Extremen); die Reaktion bleibt sich relativ gleich. Pseudoallergien äußern sich aber in ähnlichen Symptomen (Juckreiz, Hautauschlag, gastrointestinale Symptome…) wie herkömmliche Allergien.

Was sind typische Auslöser? Wie gesagt, sieht die Medizin inzwischen eine mögliche Korrelation zwischen Pseudoallergien und Lebensmittelinhaltsstoffen. Dementsprechend reagieren viele Pseudoallergiker auf Fertigprodukte, behandeltes Obst und Gemüse, manchen Käse etc. Eine definierte Anzahl von Auslösern gibt es nicht; mangels weiterer Erkenntnisse stehen darum bislang alle unter Verdacht. Die Pseudoallergien werden erst seit wenigen Jahren erforscht, darum ist der Wissenstand um ihr Wesen – und um mögliche Therapien – noch sehr gering.

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29. Februar 2008
Autor: Christophe

Allergie © flickr / Antarius

Die Methode existiert schon seit längerer Zeit, wirklich Erfolge zeigt sie erst seit ein paar Jahren: Desensibilisierung wird immer mehr zu einer ernstzunehmenden Heilmethode bei Allergien.

Die Methode ist vom Prinzip her simpel und der Impfung nicht unähnlich. Der Allergiker bekommt über einen längeren Zeitraum kleine Dosen des Allergens verabreicht. Dabei hat man heutzutage die Wahl zwischen Spritzen, die subkutan, also direkt unter die Haut verabreicht werden, und Tabletten.

Blüte voller Pollen © flickr / tanakawhDadurch, dass man dem Allergen andauernd ausgesetzt ist, sollen sich innerhalb von ein oder zwei Jahren Antikörper bilden. Die Dosis wird über diesen Zeitraum bei optimalem Verlauf langsam gesteigert, so dass sich der Körper daran gewöhnen kann.

Wurde früher von den meisten Ärzten von einer solchen Therapie abgeraten, so ist heute die Erfolgsquote viel höher. Durch die Einführung von Tabletten vor ein paar Jahren ist die Therapie zudem auch deutlich schmerzfreier geworden.
Man muss jedoch aufpassen: Für alle Arten von Allergien hilft die Desensibilisierung nämlich nicht.

Als alter Hausstauballergiker muss ich wahrscheinlich weiterhin Teppiche meiden und das Parkett saugen. Optimal für eine Desensibilisierung sind nämlich Allergien, die nur in einer bestimmten Jahreszeit auftreten, zum Beispiel Heuschnupfen. Die Therapie wird dann angesetzt, wenn der Körper gerade unbelastet ist, um ihn auf die stressige Zeit schonend vorzubereiten.

Auch Leute, die viele Allergien auf einmal mit sich herumschleppen, sollten sich lieber gut beraten lassen, bevor sie eine derartige Therapie in Erwägung ziehen. Ganz wichtig ist auch, dass man dem Arzt vertraut. Es drohen schwere Allergierisiken. Wenn die Injektion schlampig durchgeführt wurde, sich die Schwester bei der Dosis vertut oder man aufgrund seines Allergieprofils einfach nicht geeignet ist, dann stehen einem möglicherweise allergischer Schock und heftige Lokalreaktionen ins Haus. Leute mit Neurodermitis müssen sich auf eine mögliche Verschlechterung ihrer Symptome gefasst machen.

Trotzdem, wenn man Glück hat, kann eine Desensibilisierung die Tür öffnen zu einem weitgehend allergiefreien Leben. Eine Beratung beim HNO- Arzt des Vertrauens lohnt also allemal.

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29. Januar 2008
Autor: Christophe

Wie gefährlich ist eine Hornisse für Allergiker? © flickr / pixelmaster-x

Obwohl der Januar nicht mal richtig vorbei ist, erreichen die Temperaturen teilweise bereits typische Frühlings-Werte. Für Allergiker heißt das: Aufgepasst! Denn mit den wärmeren Temperaturen treten auch ein paar unliebsame Insekten auf den Plan…

Der Volksmund behauptet, dass drei Hornissenstiche für Menschen tödlich sein können. Das stimmt freilich nicht, obwohl sie sehr schmerzhaft sind: Weder Bienen-, noch Wespen- oder Hornissenstiche sind in der Regel tödlich – es sei denn, es werden Menschen angegriffen, die durch frühere Stiche sensibilisiert wurden. In diesem Fall kann eine allergische (anaphylaktische) Reaktion auftreten, die mitunter tatsächlich tödlich ausgehen kann. Statistisch reagieren 2-3% der Bevölkerung allergisch auf Insektenstiche.

Es empfiehlt sich in diesem Fall, den Umgang mit Insekten unbedingt zu vermeiden. Das heißt aber nicht, dass Sie als Betroffener/Betroffene das Haus nicht mehr verlassen dürfen. Entgegen der vielfachen Annahme sind weder Bienen, noch Wespen oder Hornissen aggressiv, das heißt sie greifen eigentlich nie von sich aus an. Das Risiko, bei einem Waldspaziergang gestochen zu werden, ist also gering. Daneben können Sie sich mithilfe detaillierter Kalender über das Vorkommen der Insekten in den verschiedenen Jahreszeiten informieren. Denn für Allergiker gilt dasselbe wie für alle anderen auch: Provozieren Sie die Insekten nicht, und sie lassen Sie in Ruhe.

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9. Januar 2008
Autor: Christophe

Fisch als die Prophylaxe

fischgerichtEine aktuelle Studie amerikanischer Forscher besagt, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft und Stillzeit viel Fisch aßen, in allen Belangen weiter entwickelt waren als ihre Altersgenossen. Man vermutet, dass die im Fisch vorhandenen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren dafür verantwortlich sind, da diese vor allem für dne Aufbau des Gehirns benötigt werden.

Darüber hinaus ergab eine spanische Studie, dass Kinder, deren Mütter besonders viel Fisch aßen, weniger anfällig für Allergien sind. Die Studie wurde mit über 400 Teilnehmern erstellt und besagt, dass dieser Vorteil den betroffenen Kindern bis ins Grundschulalter erhalten bleibt. Aßen die Mütter statt einmal zwei-bis dreimal die Woche Fisch, so sank das Risiko für einen juckenden Ausschlag im ersten Lebensjahr der Kinder um 37 Prozent. Das allgemeine Risiko an einer beliebigen Allergie zu erkranken, verringerte sich bei Sechsjährigen um 35 Prozent, sagen die Spanier. Ihrer Meinung nach wirken die Omega-3-Fettsäuren zum einen entzündungshemmend und zum anderen verändern sie angeblich die Aktivität der eigenen Immunzellen und dämpfen die allergiebeteiligte Immunantwort. Dazu muss der Betroffene natürlich diese Fettsäuren auch tatsächlich zu sich nehmen. Wie genau die Wirkung von der Mutter auf das Kind übertragen wird, ist noch unklar. Man vermutet, dass die Gesundheit (speziell das Immunsystem) des Kindes durch die Nabelschnur von der Mutter beeinflusst wird.

Die Ergebnisse dieser beiden Studien wurden kürzlich von einer dritten, schwedischen Studie bestätigt. Auch hier hatten die Kinder der Mütter, die mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, deutlich weniger Allergien, als jene Kinder, deren Mütter lediglich ein Placebo bekamen.

Eine alte Weisheit, die schon Oma wusste, wurde also mal wieder bestätigt. Aber Vorsicht, roher Fisch und rohe Meerestiere, Räucherlachs und andere kalt und heiß geräucherten Fischerzeugnisse können mit Bakterien belastet und somit für Schwangere gefährlich sein, da eine Infektion mit solchen Keimen des ungeborene Kind schädigen können.

(Quelle: aid, Dr.Margit Ritzka)

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5. Januar 2008
Autor: Christophe

Internetseite bietet Selbsttest an

Laut einer Pressemitteilung der PR Agentur von meineAllergie.at können die typischen Anzeichen einer Erkältung, also eine laufende Nase, rote, geschwollene Augen und anhaltende Kopfschmerzen, auch Symptome einer Allergie sein.

“Ob es sich nur um eine harmlose Erkältung oder um eine allergische Reaktion handelt, hängt in erster Linie von der Länge der Beschwerden ab”, sagt der Allergologe Anju Peters von der Gesellschaft „American Academy of Allergy, Asthma & Immunology“. Der Wissenschaftler weiter: „Ein Grippe ist normalerweise nach einer Woche überstanden. Die Symptome einer Allergie treten aber viel länger auf.“
Im Gegensatz zu Erkältungskrankheiten ist eine Allergie die Störung des Immunsystems. Es kommt zu einer Überreaktion des Körpers auf die Reize (Allergene) von Haustieren, Blütenpollen, Nahrungsmitteln etc. Der Kontakt mit den Allergenen lässt die Schleimhäute anschwellen und führt zu einer Entzündung der Atemwege und Augen. Eben genau die gleichen Anzeichen, die auch bei einer Erkältung auftreten können.

Meiner Meinung nach eine Vermutung, die höchstwahrscheinlich nur bei Hypochondern Anklang findet oder sowieso schon gesunde, aber empfindliche Menschen zu solchen macht. Meines Empfindens nach kann man als Betroffener auch ohne Online-Selbstdiagnose feststellen, ob man einen Allergieschub oder eine leichte Grippe hat. Die von meineAllergie.at angeführten Symptome bilden schließlich auch nur einen geringen Anteil der Symptome, die bei Allergien auftreten können und zählen dann auch nur zur leichten, ungefährlichen Sorte. Allen, die dennoch unsicher sind, will ich den Link für die Selbstdiagnose natürlich nicht vorenthalten.

meineAllergie.at über sich selbst:

“meineAllergie.at ist Österreichs umfangreichstes Informationsportal für Allergiker. Ziel des Selbsthilfeprojekts ist die rasche, kostenlose und unbürokratische Hilfe von Allergikern für Allergikern.”

Und in der Tat finden sich auf der Seite nützliche Tipps und Infos für Allergiker. Manches bleibt natürlich der persönlichen Beurteilung darüber, ob es nun glaubwürdig und hilfreich ist, überlassen.

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28. Dezember 2007
Autor: Christophe

Ja, Sie lesen ganz recht. Es gibt Haustiere, insbesondere Katzen, die gegen Menschen allergisch sind. Genau genommen sind es die Haare und Hautschuppen des Menschen, die bei den Tieren zu allergischen Reaktionen führen. Diese sind denen der Menschen, die eine Tierhaarallergie haben, sehr ähnlich: Niesen, Juckreiz und Asthma. Aber nicht nur der Mensch allein macht die Katze krank. Hinzu kommen, Zigarettenrauch, Hausstaub oder Katzenstreu.

Diese neusten Erkenntnisse stammen aus Schottland, dort arbeitet vor allem der Biologe Niki Reed an diesem Phänomen. Er und Forscher von der Universität von Edinburgh wollen nun nach den Ursachen der Menschenallergie und entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten suchen.

“Die Symptome verschlimmern sich häufig, wenn die Katze in einem Haushalt lebt, in dem geraucht wird oder in dem andere Allergene vorhanden sind”, erklärt Nicki Reed. Eine Besserung sei bisher nur dann zu erzielen, wenn man die Katzen in eine andere Umgebung bringt. Ein Weg, den man als liebender Katzenhalter nur ungern geht, erst recht, wenn man selbst gar nicht allergisch auf den Vierbeiner reagiert. Tiermediziner in den USA haben bei Untersuchungen in jeder fünften Katze, die an Asthma leidet Mycroplasmen gefunden. Durch vorherige Untersuchungen an Menschen weiß man, dass dies kleine Bakterien sind, die zu chronischen Krankheitszuständen führen können.

Die Wissenschaftler um Reed melden, dass zurzeit von hundert Hauskatzen etwa zwei an einer Menschenallergie leiden. Die Tendenz sei steigend. Nach ihren Angaben, gelten Siamkatzen als besonders anfällig.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) gibt bekannt, dass jedes zwanzigste Haustier (dazu zählen neben Hunden und Katzen auch Vögel und Pferde) empfindlich auf Menschen reagieren. Die Tiere husten, niesen und kratzen sich, sobald sie in die Nähe von Menschen kommen.

In Edinburgh will man nun an einer Studie mit 50 Katzen untersuchen, wie die Erreger der Allergie bei den Tieren bekämpft werden können.

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10. Dezember 2007
Autor: Christophe

Muss ich jetzt mein Haustier weggeben?
Gerade in deutschen Familien haben Haustiere einen hohen Stellenwert und auch die meisten Alleinstehenden wollen nicht auf einen vierbeinigen Gefährten verzichten. In Deutschland gibt es 23 Millionen Haustiere (Zierfische und Terrarienbewohner ausgenommen). Doch leider zeichnet es sich ab, dass ihre Halter immer öfter zu allergischen Reaktionen neigen. Die Tierhaarallergie wird auch zu den Allergien im Alltag gezählt.Jede zehnte Frau und jeder zwölfte Mann klagt mittlerweile über die typischen Symptome (Niesen, Augenjucken, Atemnot), sobald er in die Nähe eines behaarten Tieres kommt. Aber bedeutet eine Tierhaarallergie immer gleich das Aus für die Beziehung zum Haustier? Zunächst sollte man sich in jedem Fall erst einmal an einen Arzt wenden, damit dieser feststellen kann, ob und in welchem Maße wirklich eine Tierhaarallergie vorliegt.

Im Zweifelsfall können nämlich auch Virusinfekte, bakterielle Infekte, Veränderungen des Nasengerüsts, Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Umstellungen oder dergleichen Auslöser für die Symptome sein. In diesem Fall sollte man zunächst eine umfassende Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt über sich ergehen lassen, um sich eindeutige Klarheit zu verschaffen. Ist die Tierhaarallergie eindeutig festgestellt, muss unbedingt eine Therapie erfolgen. Bleibt die Allergie unbehandelt, kann sie sich ausweiten, zum Beispiel auf Hausstaubmilben oder Blütenpollen und im schlimmsten Fall kann die Überempfindlichkeit von den oberen Atemwegen (Nase, Rachen) auf die unteren (Bronchien) übergehen, daraus kann Asthma entstehen.

Für viele Allergiker stellt sich nun die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt gegen ihre Tierhaarallergie vorzugehen, ohne sich von ihren geliebten Haustieren trennen zu müssen. Diese Hoffnung besteht zurzeit leider nur für Katzenhalter. Durch die so genannte Immuntherapie werden nicht nur die Symptome der Allergie, sondern auch die Ursachen der überschießenden Immunreaktion des Körpers behandelt. Dabei werden den Betreffenden Personen kleinste Mengen eines Allergen-Extraktes injiziert. Zunächst steigt die Dosis wöchentlich, bis die Höchstmenge erreicht ist, danach erfolgen die Injektionen nur noch alle vier bis acht Wochen. Dies soll dem Immunsystem die überempfindliche Abwehrreaktion ‚abgewöhnen’. Man bezeichnet diese Methode auch als ‚Hyposensibilisierung’, ‚Desensibilisierung’ oder ‚Allergie-Impfung’. Leider sind die Forschungen in diesem Feld noch nicht komplett abgeschlossen und so bleibt der sicherste Weg für Tierhaarallergiker die Trennung vom Haustier.

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22. November 2007
Autor: Christophe

Wer an einer Allergie leidet, reagiert meistens nicht nur auf einen einzelnen Stoff allergisch, sondern auf eine Vielzahl verschiedener Stoffe. Häufig finden sich darunter Allergene, deren Zusammensetzungen einander stark ähneln. Man vermutet, dass sogenannte “Kreuzallergien” entstehen, weil die körpereigenen Antikörper die chemischen Zusammensetzungen sehr ähnlicher Stoffe nicht unterscheiden können.

So muss, wer eine Allergie gegen ein Getreide hat, auch damit rechnen, dass er auf manche Gräser reagiert. Und wer auf Haselnüsse allergisch reagiert, für den besteht ein erhöhtes Risiko,  auch auf Buchen-, Erlen-, Birken- und Eichenpollen entsprechende Reaktionen zu zeigen. Kuhmilch-Allergiker (keine Lactoseintoleranz) reagieren auf Rindfleisch, et cetera.

Im Internet finden sich ein paar Listen, welche die häufigsten Kreuzallergene nennen. Allerdings sind Kreuzallergien noch nicht erschöpfend erforscht; bei Verdacht ist ein Arztbesuch daher unerlässlich.

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20. November 2007
Autor: Christophe

Wenn das Licht zur Qual wird: Lichtallergien.

Unter dem Oberbegriff “Lichtallergie” werden verschiedene Lichtunempfindlichkeiten zusammengefasst:

Polymorphe Lichtdermatose (PDL): Die häufigste Form der “Sonnenallergie”. Rund 20% der Bundesbürger sind gelegentlich betroffen. Hautpartien, welche kaum Sonnenbestrahlung gewöhnt sind, entwickeln nach Sonnenbädern einen fleckigen, bläschenartigen Ausschlag. Meist klingt PDL nach einiger Zeit ab.

Phototoxische Reaktionen: Hautveränderungen, die von einer chemischen Substanz unter Einwirkung von UVA-Licht verursacht werden. Strenggenommen keine allergischen Reaktionen; aber relativ häufig, da sie von verschiedenen Kosmetik- und Lichtschutzprodukten sowie Pflanzen hervorgerufen werden.

Photoallergische Lichtdermatosen: Eine sehr seltene Form der “Lichtallergie”, die von photosensibilisierenden Substanzen im Körper ausgelöst wird. Häufig durch Medikamente ausgelöst. Symptomatisch sind Rötungen, Knötchen, Blasen und Schuppen; der allergische Ausschlag kann sich ausbreiten. In Extremfällen kann es zu völliger Unverträglichkeit von sichtbarem Licht kommen.

Lichturtikaria: Ebenfalls sehr selten. Starke Hautunverträglichkeit von UVA-Strahlen; möglicherweise eine allergische Reaktion. Bislang kaum erforscht.

Die verschiedenen Formen der Lichtunverträglichkeit verlangen individuelle Therapiemethoden. Während es im Fall einer phototoxischen Reaktion meist genügt, die auslösende Substanz (Sonnenmilch, Seife, Rasierschaum etc.) zu ermitteln und ihren Gebrauch einzustellen, lassen sich die Ursachen einer Lichturtikaria meist nicht so einfach identifizieren. Ärztlicher Rat ist unumgänglich. Da unser Körper nur unter Lichteinfluss das für den Tag-Nacht-Zyklus zuständige Hormon Melatonin herstellt, können schwere Formen der Lichtallergie sich auch auf den Stoffwechsel auswirken.

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19. November 2007
Autor: Christophe

Volksleiden Heuschnupfen: Eine kleine Einführung

Der Heuschnupfen ist wohl die bekannteste und weitverbreiteste Allergie in Deutschland. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund geht davon aus, dass 16-20% der Deutschen unter Heuschnupfen leiden. Grundsätzlich sind mehr Männer als Frauen betroffen. Verursacht werden die (meist) saisonalen Beschwerden von einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißbestandteile bestimmter Pollen. Die allergische Reaktion äußert sich unter anderem in Schnupfen, Bindehautentzündung und tränenden Augen.

Heuschnupfen kann tendenziell schlimmer werden; so kann beispielsweise die Zahl der auslösenden Stoffe zunehmen, ferner kann jahrelanger Heuschnupfen sich auf die Atemwege auswirken und einen Asthmaausbruch begünstigen. Um über eine Therapie zu entscheiden, müssen die Beschwerden im Einzelnen bedacht werden. In jedem Fall ist ein Arztbesuch unerlässlich.

Bei geringeren Beschwerden können schon Nasensprays gut helfen, ferner gibt es rezeptfreie Medizin zum Dämpfen allergischer Reaktionen. Seit ein paar Jahren besteht zudem die Möglichkeit, sich online über Pollenflug zu informieren.

Wenn die Beschwerden indes sehr stark sind, kann ein Arzt bestimmte Medikamente verschreiben – es gibt eine Vielzahl verschreibungspflichtiger Allergie-Mittel, die sich dem individuellen Beschwerdenbild anpassen sollen. Nicht alle sind zufriedenstellend, und bislang können nicht alle Beschwerden umfassend therapiert werden. Im Falle einer Früherkennung ist es aber möglich, das Ausbrechen von Heuschnupfen zu verzögern, eventuell sogar ganz zu unterbinden.

Für bis zu 70 Prozent der Geplagten bietet die Desensibilisierungs-Therapie, auch Hyposensibilisierung genannt, eine mögliche Lösung. Meist wird im Herbst begonnen, wenn der Patient nicht ohnehin schon von Allergieschüben geplagt wird. Vereinfacht gesagt, wird das Immunsystem langsam an steigende Dosen des Allergens gewöhnt, so dass das Immunsystem seine Antwort reduziert oder ganz aufgibt.

Neben anderen Allergien soll auch Heuschnupfen in diesem Blog ausführlich behandelt werden; wir wollen uns um eine sinnvolle Definition sowie Artikel über Studien, Therapien und andere relevante Themen bemühen.

Gräser lösen häufig allergische Reaktionen aus.

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