Der bunte Herbst ist eigentlich schon so gut wie vorüber. Und doch geht es bei mir recht farbenfroh zu. Allerdings nicht vor meiner Haustür, sondern direkt in und an meinem Körper.

Die Tage des schönen, bunten Herbsts scheinen gezählt zu sein. Zumindest macht es hier in meiner Region den Anschein. Denn immerhin toben hier seit mehreren Tagen heftige Herbststürme, die den Bäumen ihre letzten Blätter entreißen, so dass uns sehr bald schon nur noch kahle Äste entgegenragen werden.

Herbst: Na immerhin kein Heuschnupfen mehr . . .

Etwas Gutes hat das nasskalte Wetter aber auf jeden Fall: Die Zeit meiner Heuschnupfen-Attacken ist längst. Kein Augentränen mehr, keine Schniefnase, nichts. Na ja, wenn man von der Gefahr absieht, sich jederzeit an den Wetterumschwüngen erkälten zu können. Geschweige denn dass man zur Zeit ständig aufpassen muss, nicht auf den glitschig-feuchten Blättern auf dem Boden auszurutschen. Zugegeben, meine Begeisterung für den Herbst hält sich in Grenzen.

Meine Haut blüht!

Denn leider sind die beiden Risiken – Erkältungs- und Rutschgefahr – nicht die einzigen Probleme, die den Herbst zu einer Schlitterpartie machen. Ich selbst bin obendrein noch immer von jenem Phänomen geplättet, das ich „Herbst-Allergie“ nenne (Beschwerden wie Blähungen, Magenkrämpfe und rote Wangen nach der Nahrungsaufnahme sind also keine Seltenheit). Das ist aber längst nicht alles, was mich (manchmal) nach einem guten, üppigen Essen erwartet: Auch meine Haut dreht in diesem Herbst ab und zu Pirouetten und blüht förmlich auf, wenn ich ihm ein Zuviel von diesem und jenem zuführen. Wobei „blühen“ in diesem Kontext (denn immerhin handelt es sich bei den ‚Blüten‘ um hässliche Ekzeme) wohl ein viel zu positiver Begriff sein dürfte . . .