Für uns Allergiker ist der Beifuß in erster Linie ein tückisches Kraut, das uns heftige Niesanfälle beschert. Doch Artemis vulgaris kann noch mehr als nur Heuschnupfen-Leid bewirken.

Wir stellten es bereits an anderer Stelle fest: Beifuß macht Allergikern jetzt zu schaffen! Und tatsächlich, wirft man einen Blick auf den Pollenflugkalender bzw. sieht man sich in der immer noch florierenden Natur ein wenig um, dann erkennt (und spürt) man, dass Artemis vulgaris weiterhin aktiv ist.

Doch wie unter anderen der Wegerich und der Raps ist auch der Gemeine Beifuß (so sein vollständiger Name, den Allergiker sicher wörtlich nehmen möchten), abgesehen von seinem Allergiepotential, eine durchaus nützliche Pflanze, die – wie z.B. hier Erwähnung findet – nicht nur von der Parfümindustrie gerne verwendet wird.

So dient er beim Kochen als Gewürz, das die Verdauung fördert und mit seinen Bitterstoffen fette Speisen bekömmlicher macht.
Dem aber nicht genug: In der Homöopathie wird dem Beifuß eine positive Wirkung gegen Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden zugeschrieben. Außerdem wird es hier als mildes Beruhigungsmittel eingesetzt. Eine längere Anwendung bzw. hohe Gaben sind jedoch bedenklich, da einige Inhaltsstoffe des Krauts, wie etwa der Thujon, giftig sind.

Achtung: Beifuß-Pollenallergiker und Menschen mit Kreuzallergien sollten grundsätzlich Abstand von dem Kraut nehmen und sich nicht auf gewagte Würz- oder Heilexperimente einlassen! Dasselbe gilt für Schwangere, da die ätherischen Öle im Beifuß zu einem Schwangerschaftsabbruch führen können!

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