Die Behandlungsoptionen von Asthma könnten in Zukunft womöglich durch ein weiteres Mittel ergänzt werden. Denn Forscher haben vor kurzem einen neuen Therapieansatz gefunden.

Alarmierend: In Deutschland sind rund zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen an Asthma erkrankt. Und wie es auch bei anderen allergischen Erkrankungen der Fall ist, nimmt die Zahl der Betroffenen immer weiter zu.

Asthma: In der schweren Form nicht vollständig zu behandeln

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische Atemwegserkrankung. Die Bronchien reagieren auf bestimmte Stoffe mit einer chronischen Entzündung: Die Schleimhäute schwellen an, es kommt zu einer verstärkten Absonderung von Sekret, Atemnot tritt auf. Während die vorgenannten Symptome durch die Gabe von Medikamenten gezielt behandelt werden können, wird bei besonders schwerem Asthma zusätzlich auch noch kaum therapierbarer zäh-trockener Schleim zum Problem.

Forscher finden neuen Therapieansatz

Möglicherweise werden die Mediziner in Zukunft auch Patienten mit schwerem Asthma gezielt helfen können. Denn Wissenschaftler aus Heidelberg und Hannover fanden vor kurzem heraus, dass den Betroffenen ein bestimmtes Transportprotein fehlt. Das betreffende Protein – SLC26A9 genannt – befördert Chlorid aus der Schleimhaut ins Lungensekret, sodass Wasser nachkommen und den Schleim befeuchten kann, was wiederum zu dessen Abfluss führt. Bei Patienten mit schwerem Asthma fehlt SLC26A9. Wenn es gelingt, einen Wirkstoff zu entwickeln, der den Chloridkanal aktiviert, könnte in Zukunft auch Patienten mit schwerem Asthma geholfen werden. Außerdem gehen die Wissenschaftler davon aus, dass bei Kindern mit Genveränderungen im „Bauplan“ des Proteins ein erhöhtes Asthma-Risiko besteht. Die Forschungsergebnisse wurden online im „Journal of Clinical Investigation“ veröffentlicht. Darüber hinaus sind hier weitere Details dazu zu finden. Um eine geeignete Therapie anwenden zu können, muss über eine Differentialdiagnose die Form des Asthmas (allergisches, intrinsisches, anstrengungsbedingtes oder Analgetika Asthma) bestimmt werden.

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