Die Ambrosia breitet sich in Deutschland mehr und mehr aus. Das führt nicht nur zu einer steigenden gesundheitlichen Belastung für die Bevölkerung. Die hochallergene Pflanze wird laut einer Pilotstudie auch zu einer großen finanziellen Herausforderung werden.

Der Herbst ist da, und man denkt, die Zeit der Pollen ist vorbei. Doch tatsächlich gibt es da noch immer eine Pflanze, die auch weiterhin in der Lage ist, mit äußerst aggressiven Allergenen auf den Menschen einzuwirken. Die Rede ist von der Ambrosia, die auch als „Beifußblättriges Traubenkraut“, „Asthma-Pflanze“ und „Ragweed“ bekannt ist.

Ambrosia: Importiertes Kraut mit verheerender Wirkung

Das Beifußblättrige Traubenkraut ist kein heimisches Gewächs, sondern kam einst über Samen, etwa in Vogelfutter-Mischungen, aus Nordamerika nach Europa. Seitdem breitet sie sich vor allem in Ungarn, aber auch in Deutschland, von Jahr zu Jahr immer weiter aus. Problematisch ist die Ambrosia vor allem deshalb, weil es sich bei ihr um ein hochallergenes Gewächs handelt. Die Pflanze sondert nicht nur stärkere Allergene als die in Europa verbreiteten Haupt-Heuschnupfen-Auslöser (wie z.B. Gräserpollen) ab, sondern beinhaltet pro Pflanze auch vielfach mehr Pollen. Wer mit Ragweed in Kontakt kommt, kann – bei Berührung – Verbrennungsschmerzen, Hautausschläge und Juckreiz oder – bei Inhalation – Niesanfällen, Augentränen, Atembeschwerden und Asthma-Attacken davontragen.

Könnte zu einer großen finanziellen Belastung werden

Doch nicht nur die Gesundheit des Menschen wird durch die Beifuß-Ambrosie angegriffen, sondern auch sein Geldbeutel bzw. der von Krankenkassen und Arbeitgebern. Eine kürzlich veröffentlichte Pilotstudie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und des Allergiezentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München, bei der Daten aus Süddeutschland auf Gesamtdeutschland hochgerechnet wurden, hat ans Licht gebracht, dass eine Ausbreitung der Ambrosia immense Kosten verursachen würde. Demnach müsse man dann mit jährlichen Zusatzkosten, bedingt etwa durch Behandlungskosten oder Ausfallzeiten im Beruf, in Höhe von mindestens 200 Millionen bis schlimmstenfalls mehr als einer Milliarde Euro rechnen. Damit dies verhindert werden könne, müsse die Pflanze ausgerottet werden. – Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachblatt „Umweltmedizin in Forschung und Praxis“ publiziert und sind beispielsweise hier weiter ausgeführt.

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