Raumerfrischer, Duftsprays und jetzt zur Weihnachtszeit Duftkerzen und Räucherstäbchen: Alles um uns herum ist voller Duftstoffe. Und gegen die sind einige von uns allergisch.

Nach der Nickelallergie gilt die Allergie gegen Duftstoffe, oder die abgeschwächte Duftstoffunverträglichkeit, derzeit als zweitstärkste Kontaktallergie. Rund eine Million Deutsche sind bereits betroffen.

Das Problem dabei ist, dass Düfte immer wichtiger zu werden scheinen. Duftstoffe wirken direkt auf das limbische System ein und damit unmittelbar auf unser Wohlbefinden. Das machen sich immer mehr Supermärkte und Kaufhäuser zunutze. Auch Zahnärzte greifen gerne auf Duftstoffe zurück, um damit den typischen Zahnarztgeruch zu dämpfen und den Patienten die daran gekoppelte Angst zu nehmen. Bewusstseinsbeeinflussung durch spezielle Duftnoten wird als Geschäftsmöglichkeit benutzt.

Bei der Herstellung von Kosmetik werden mehr als 6.000 unterschiedliche Stoffe eingesetzt, hinzu kommen etwa 2.500 Duftstoffe und kaum welche wurden bislang auf ihre Unbedenklichkeit getestet. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) berichtet sogar von rund 20.000 Substanzen, bei denen eine allergieauslösende Wirkung vermutet wird.

Die Symptome können wie bei allen Allergien sehr unterschiedlich sein: von den geröteten Augen über die Schniefnase bis hin zu Hautreizungen und Kontaktekzemen ist alles möglich.

Wenn eine solche Allergie vermutet wird, hilft in der Regel nur eins: Vermeidung. Vermeiden Sie zuhause den Gebrauch von Duftstoffen und reduzieren Sie auch die Kosmetika auf ein Minimum. Verwenden Sie nur welche, deren Inhaltsstoffe bekannt sind und die als unbedenklich gelten. Machen Sie einen Allergietest beim Hausarzt. Besonders bei Patienten mit MCS ist es allerdings sehr schwierig, die Ursache wirklich genau einzugrenzen und zu eliminieren.

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