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Tipps für Allergiker
Viele Menschen, die im Verkauf arbeiten, kennen das: Nach einem langen Arbeitstag an der Kasse sind die Finger auf einmal geschwollen und schmerzen. Dahinter kann eine Allergie stecken.
Wer an einer Kontaktallergie gegen Nickel leidet, sollte die Finger im wahrsten Sinne des Wortes vom Kleingeld lassen. Denn die meisten Euro-Münzen enthalten viel mehr Nickel, als eigentlich erlaubt ist- eine Katastrophe für Menschen mit Kontaktallergie. Denn diese reagieren meistens besonders sensibel auf alle nickelhaltigen Materialien.
Die Ein- und Zwei-Euro-Münzen enthalten durchschnittlich rund 25 Prozent Nickel. Das problematische ist jedoch, dass sie teilweise mehr Nickel abgeben als Münzen, die vollständig aus Nickel gearbeitet sind. Im Wissenschaftsmagazin “Nature” Bd. 419, S. 132 wurde hierzu eine Studie veröffentlicht. Demnach lösen sich aus Euro-Münzen 240- bis 320-mal mehr Nickel als erlaubt ist.
Da Münzen meistens nur kurz mit der Haut in Kontakt kommen, ist dies an sich noch nicht kritisch- kritisch wird es jedoch bei allen Personen, die tagtäglich der Berührung mit dem Kleingeld in mehr als normalem Maße ausgesetzt sind, so zum Beispiel Verkäufer und Bankangestellte.
Allergikerverbände fordern schon lange, Nickellegierungen bei Münzen zu unterlassen.
Ursache der hohen Nickel-Auslösung aus den Euro-Stücken ist laut Schweizer Wissenschaftlern die Bi-Metallstruktur des Kleingelds, deren äußerer und innerer Ring aus verschiedenen Legierungen bestehen. Durch Schweiss an den Handflächen wird dann unter Umständen Nickel gelöst. Laut der verschiedenen Studien löst sich bei verschwitzten Händen pro Minute rund ein Mikrogramm Nickel pro Münze.
Tags: Kontaktallergie
4 Kommentare zu “Allergisch aufs Geld”
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Dezember 6th, 2011 at 21:44
…finde ich eine schweinerei,
dass €-münzen ein vielfaches der erlaubten nickelmenge abgeben und beruflich betroffene menschen davon krank werden. sollten wir geld nur noch mit handschuhen anfassen?
wird das nickel über die haut auch aufgenommen?
pfui teufel!
Dezember 8th, 2011 at 23:31
Hallo Disodiva, danke für Deine Frage. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es so, dass der Schweiß auf der Haut Nickelionen aus dem Nickel herauslöst. Durchdringen diese Ionen die Hornschicht der Haut, ruft das die Immunabwehr auf den Plan – die Allergie beginnt (bei Erstkontakt erfolgt erst einmal die Sensibilisierung, bei den nachfolgenden Kontakten kommt es dann zu allergischen Reaktionen). LG, Nadine
Januar 3rd, 2012 at 14:02
Da ich Kassiererin bin und eine Nickelallergie habe,sehen meine Hände dementsprechend aus
Mit Handschuhen habe ich es auch probiert,ist baer nicht so der Hit.
1.Fühle ich nicht richtig wenn ich Scheine rausgebe,wieviele es sind.
2.Wird es mit der zeit zu warm und schwitzig,das ist auch unangenehm.
Da ich fast 48 bin,wird es mir wohl nicht möglich sein,andere Arbeit zu finden.
Meien erlernten Beruf als Floristin,musste ich auch wegen einer Allregie gegen verschiedene Pflanzenarten aufgeben
Januar 9th, 2012 at 03:47
Hallo Martina, vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar. Es tut mir sehr leid, dass Sie so unter Ihrer Nickelallergie zu leiden haben. Ich wünsche Ihnen alles Gute. LG, Nadine