So paradox es klingt: Allergien scheinen auch etwas Gutes an sich zu haben.

So gehen amerikanischer Forscher davon aus, dass Allergien jenes Körpergewebe vor Tumoren schützen, das Umwelteinflüssen direkt ausgesetzt ist. Dazu zählen Haut, Lunge, Mund und Rachen, Magen und Darm sowie Gebärmutter und Gebärmutterhals.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der New Yorker Cornell University, nachdem sie zahlreiche Studien ausgewertet hatten (veröffentlicht im „The Quarterly Review of Biology“).

646 einzelne Studien über Allergien wurden dabei ausgewertet und ergaben, dass die meisten der Studien eine Schutzfunktion von Allergien bestätigten. Das gilt besonders für Heuschnupfen, Ekzeme, Nesselsucht sowie Allergien gegen Lebensmittel und Tiere.

Die Forscher vermuten, dass das Immunsystem mit der Abwehrreaktion bei Allergien auch solche Stoffe abstößt, die direkt oder indirekt Krebs auslösen, Giftstoffe beispielsweise.
Diese Erkenntnis deckt sich anscheinend auch mit Studien, die besagen, dass der Organismus von Allergikern im Vergleich zu anderen Menschen weniger mit Umweltgiften belastet ist. Dies legt den Schluss nahe, dass Allergien nicht einfach nur Störungen des Immunsystems sind, sondern den Betroffenen sogar einen Überlebensvorteil bieten.

Eine Ausnahme bildete das Verhältnis von Asthma und Lungenkrebs. Hierbei liegt die Schwierigkeit darin, Schleim aus der Lunge abzutransportieren, was bedauerlicherweise die Chancen auf Lungenkrebs zu steigern scheint.

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