Tipps zu Allergie, Pollenflug & Heuschnupfen

Eure Meinung

Archiv für Januar, 2008

31. Januar 2008
Autor: Christophe

Kein Durchatmen für Allergiker: Die Pollen fliegen schon

Wie der Deutsche Wetterdienst vermeldet, haben die ungewöhnlich milden Wintertemperaturen dafür gesorgt, dass Haselnuss und Erle ihren Blütenstaub schon seit Mitte Januar verbreiten. Für Heuschnupfen-Patienten ist damit die vermeintlich beschwerdefreie Jahreszeit vorbei. Allerdings werden die Pollenbelastungen als schwach bis mäßig kategorisiert.

Zwar ist der erste Pollenflug damit vergleichsweise früh - aber immer noch später als im Winter 2006/7: Damals reizte der erste Blütenstaub empfindliche Nasen schon im Dezember. Ein weiterer, deutlicher Beleg dafür, wie Klimaveränderungen sich auf Mitteleuropa auswirken können.


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29. Januar 2008
Autor: Christophe

Wie gefährlich ist eine Hornisse für Allergiker? © flickr / pixelmaster-x

Obwohl der Januar nicht mal richtig vorbei ist, erreichen die Temperaturen teilweise bereits typische Frühlings-Werte. Für Allergiker heißt das: Aufgepasst! Denn mit den wärmeren Temperaturen treten auch ein paar unliebsame Insekten auf den Plan…

Der Volksmund behauptet, dass drei Hornissenstiche für Menschen tödlich sein können. Das stimmt freilich nicht, obwohl sie sehr schmerzhaft sind: Weder Bienen-, noch Wespen- oder Hornissenstiche sind in der Regel tödlich - es sei denn, es werden Menschen angegriffen, die durch frühere Stiche sensibilisiert wurden. In diesem Fall kann eine allergische (anaphylaktische) Reaktion auftreten, die mitunter tatsächlich tödlich ausgehen kann. Statistisch reagieren 2-3% der Bevölkerung allergisch auf Insektenstiche.

Es empfiehlt sich in diesem Fall, den Umgang mit Insekten unbedingt zu vermeiden. Das heißt aber nicht, dass Sie als Betroffener/Betroffene das Haus nicht mehr verlassen dürfen. Entgegen der vielfachen Annahme sind weder Bienen, noch Wespen oder Hornissen aggressiv, das heißt sie greifen eigentlich nie von sich aus an. Das Risiko, bei einem Waldspaziergang gestochen zu werden, ist also gering. Daneben können Sie sich mithilfe detaillierter Kalender über das Vorkommen der Insekten in den verschiedenen Jahreszeiten informieren. Denn für Allergiker gilt dasselbe wie für alle anderen auch: Provozieren Sie die Insekten nicht, und sie lassen Sie in Ruhe.


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9. Januar 2008
Autor: Christophe

Fisch als die Prophylaxe

fischgerichtEine aktuelle Studie amerikanischer Forscher besagt, dass Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft und Stillzeit viel Fisch aßen, in allen Belangen weiter entwickelt waren als ihre Altersgenossen. Man vermutet, dass die im Fisch vorhandenen mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren dafür verantwortlich sind, da diese vor allem für dne Aufbau des Gehirns benötigt werden.

Darüber hinaus ergab eine spanische Studie, dass Kinder, deren Mütter besonders viel Fisch aßen, weniger anfällig für Allergien sind. Die Studie wurde mit über 400 Teilnehmern erstellt und besagt, dass dieser Vorteil den betroffenen Kindern bis ins Grundschulalter erhalten bleibt. Aßen die Mütter statt einmal zwei-bis dreimal die Woche Fisch, so sank das Risiko für einen juckenden Ausschlag im ersten Lebensjahr der Kinder um 37 Prozent. Das allgemeine Risiko an einer beliebigen Allergie zu erkranken, verringerte sich bei Sechsjährigen um 35 Prozent, sagen die Spanier. Ihrer Meinung nach wirken die Omega-3-Fettsäuren zum einen entzündungshemmend und zum anderen verändern sie angeblich die Aktivität der eigenen Immunzellen und dämpfen die allergiebeteiligte Immunantwort. Dazu muss der Betroffene natürlich diese Fettsäuren auch tatsächlich zu sich nehmen. Wie genau die Wirkung von der Mutter auf das Kind übertragen wird, ist noch unklar. Man vermutet, dass die Gesundheit (speziell das Immunsystem) des Kindes durch die Nabelschnur von der Mutter beeinflusst wird.

Die Ergebnisse dieser beiden Studien wurden kürzlich von einer dritten, schwedischen Studie bestätigt. Auch hier hatten die Kinder der Mütter, die mehr Omega-3-Fettsäuren zu sich nahmen, deutlich weniger Allergien, als jene Kinder, deren Mütter lediglich ein Placebo bekamen.

Eine alte Weisheit, die schon Oma wusste, wurde also mal wieder bestätigt. Aber Vorsicht, roher Fisch und rohe Meerestiere, Räucherlachs und andere kalt und heiß geräucherten Fischerzeugnisse können mit Bakterien belastet und somit für Schwangere gefährlich sein, da eine Infektion mit solchen Keimen des ungeborene Kind schädigen können.

(Quelle: aid, Dr.Margit Ritzka)


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5. Januar 2008
Autor: Christophe

Internetseite bietet Selbsttest an

Laut einer Pressemitteilung der PR Agentur von meineAllergie.at können die typischen Anzeichen einer Erkältung, also eine laufende Nase, rote, geschwollene Augen und anhaltende Kopfschmerzen, auch Symptome einer Allergie sein.

“Ob es sich nur um eine harmlose Erkältung oder um eine allergische Reaktion handelt, hängt in erster Linie von der Länge der Beschwerden ab”, sagt der Allergologe Anju Peters von der Gesellschaft „American Academy of Allergy, Asthma & Immunology“. Der Wissenschaftler weiter: „Ein Grippe ist normalerweise nach einer Woche überstanden. Die Symptome einer Allergie treten aber viel länger auf.“
Im Gegensatz zu Erkältungskrankheiten ist eine Allergie die Störung des Immunsystems. Es kommt zu einer Überreaktion des Körpers auf die Reize (Allergene) von Haustieren, Blütenpollen, Nahrungsmitteln etc. Der Kontakt mit den Allergenen lässt die Schleimhäute anschwellen und führt zu einer Entzündung der Atemwege und Augen. Eben genau die gleichen Anzeichen, die auch bei einer Erkältung auftreten können.

Meiner Meinung nach eine Vermutung, die höchstwahrscheinlich nur bei Hypochondern Anklang findet oder sowieso schon gesunde, aber empfindliche Menschen zu solchen macht. Meines Empfindens nach kann man als Betroffener auch ohne Online-Selbstdiagnose feststellen, ob man einen Allergieschub oder eine leichte Grippe hat. Die von meineAllergie.at angeführten Symptome bilden schließlich auch nur einen geringen Anteil der Symptome, die bei Allergien auftreten können und zählen dann auch nur zur leichten, ungefährlichen Sorte. Allen, die dennoch unsicher sind, will ich den Link für die Selbstdiagnose natürlich nicht vorenthalten.

meineAllergie.at über sich selbst:

“meineAllergie.at ist Österreichs umfangreichstes Informationsportal für Allergiker. Ziel des Selbsthilfeprojekts ist die rasche, kostenlose und unbürokratische Hilfe von Allergikern für Allergikern.”

Und in der Tat finden sich auf der Seite nützliche Tipps und Infos für Allergiker. Manches bleibt natürlich der persönlichen Beurteilung darüber, ob es nun glaubwürdig und hilfreich ist, überlassen.


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3. Januar 2008
Autor: Christophe

Eine Begriffserklärung

Ich fand, dass, wenn man, wie hier in diesem Blog, über Allergien spricht, man zunächst einmal wissen sollte, was genau eine Allergie ist. Also habe ich für diesen Beitrag aus verschiedenen Quellen eine Erläuterung des Begriffes ‘Allergie’ zusammengestellt:

Das deutsche Wörterbuch gibt an:

All|er|gie auch: Al·ler|gie f. 11 Überempfindlichkeit gegen bestimmte Stoffe

Nicht sehr gehaltvoll, wie ich fand :-)

priquetEine eingehendere Recherche ergibt, dass der Begriff ‘Allergie’ 1906 von Freiherr Clemens von Pirquet, einem Wiener Kinderarzt geprät wurde. Er verstand Allergie als eine Analogie zu Energie, wobei en-érgeia, eine innere, körpereigene Kraft bezeichnet, der die all-égeia, die Reaktion auf aüßere, körperfremde Stoffe entgegen steht. Er definierte die Allergie als „veränderte Fähigkeit des Körpers, auf eine fremde Substanz zu reagieren“. Als erster erkannte er, das Antikörper nicht nur schützende Immunantworten vermitteln, sondern auch Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können.

Heute beschreibt der Begriff Allergie die Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch eine Immunantwort gegen ansonsten harmlose Antigene ausgelöst werden. In dieser Definition umfasst der Begriff Allergie verschiedene immunologische (Immunologie = Lehre von der Immunität)

Diese Einteilung ist recht kompliziert und beinhaltet eine Menge Fachbegriffe, deshlab verweise ich an dieser Stelle auf wikipedia. Dort findet man die ausführliche klassische Einteilung nach Coombs und Gell. Ich beschränke mich in diesem Beitrag auf den Typ I der Einteilung, den Soforttyp, da ihm die am häufig auftretenden Allergien angehören.

Typ I, Soforttyp
Die Typ-I-Allergie oder Soforttyp-Reaktion ist IgE-vermittelt. (IgE-Antikörper, auch: Immunglobuline sind spezielle Proteine, mit denen das Immunsystem körperfremde Erreger abwehrt) Die Reaktion wird ausgelöst, wenn aufgenommenes Allergen IgE-Antikörper kreuzvernetzt. Das führt dazu, dass Entzündungsmediatoren, wie Histamin, Leukotriene und Prostaglandine freigesetzt werden. Hierfür ist ein Erstkontakt nötig, der symptomlos verläuft, den Patienten aber sensibilisiert. Dabei werden die betreffenden Zellen aktiviert und massenhaft IgE gebildet. Dieses setzt sich auf die mit Histamin-Granula beladenen Mastzellen. Beim Zweitkontakt ist dann schon alles vorbereitet und das Allergen bindet nur noch an das IgE auf den Mastzellen, Histamin wird ausgeschüttet und die Sofortreaktion tritt ein.

Damit umfasst der Typ I unter anderem die allergische Conjunctivitis (Bindehautentzündung), allergische Rhinitis (Heuschnupfen), allergisches Asthma, Nesselsucht (Urticaria), Larynxödem, aber auch schwerwiegende bis lebensbedrohliche Formen, wie das angioneurotische Ödem (Quincke-Ödem) und der anaphylaktische Schock.

Allergene
Die Auslöser einer Allergie, die Allergene sind mehr als vielfältig. Allergene sind jene Antigene, gegen die sich die fehlgeleitete Immunantwort, die jeder Allergie zu Grunde liegt, richtet. Häufig sind Allergene Proteine, sehr häufig Enzyme. Man kann sie grob unterteilen nach der Allergenquelle (Tierhaare, Pollen, Hausstaub etc.) oder der Art des Kontakts mit dem Allergen (Nahrungsmittel, Inhaltsstoffe). Auch hierzu finden sich natürlich noch ausführlichere, mit Fachbegriffen gespickte Ausführungen, auf die ich hier nicht eingehen will.


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