Tipps zu Allergie, Pollenflug & Heuschnupfen

Eure Meinung

Archiv für November, 2007

22. November 2007
Autor: Christophe

Wer an einer Allergie leidet, reagiert meistens nicht nur auf einen einzelnen Stoff allergisch, sondern auf eine Vielzahl verschiedener Stoffe. Häufig finden sich darunter Allergene, deren Zusammensetzungen einander stark ähneln. Man vermutet, dass sogenannte “Kreuzallergien” entstehen, weil die körpereigenen Antikörper die chemischen Zusammensetzungen sehr ähnlicher Stoffe nicht unterscheiden können.

So muss, wer eine Allergie gegen ein Getreide hat, auch damit rechnen, dass er auf manche Gräser reagiert. Und wer auf Haselnüsse allergisch reagiert, für den besteht ein erhöhtes Risiko,  auch auf Buchen-, Erlen-, Birken- und Eichenpollen entsprechende Reaktionen zu zeigen. Kuhmilch-Allergiker (keine Lactoseintoleranz) reagieren auf Rindfleisch, et cetera.

Im Internet finden sich ein paar Listen, welche die häufigsten Kreuzallergene nennen. Allerdings sind Kreuzallergien noch nicht erschöpfend erforscht; bei Verdacht ist ein Arztbesuch daher unerlässlich.


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22. November 2007
Autor: Christophe

Rund ein Fünftel aller Deutschen leiden wenigstens gelegentlich an Heuschnupfen. Besonders in Zeiten verstärkten Pollenflugs kann die Allergie lästig und, in manchen Fällen, sogar gefährlich sein. Ein paar Tipps, wie Sie sich schützen können:

  • Nehmen Sie zur Zeit des stärksten Pollenflugs täglich Calcium.
  • Führen Sie zur akuten Behandlung immer Nasenspray und/oder Augentropfen (mit Cromoglicinsäure) mit sich
  • Vermeiden Sie allergieauslösende Substanzen (kann der Hausarzt ermitteln).
  • Versorgen Sie sich gegebenenfalls mit antiallergischen Tabletten
  • Achten Sie auf Pollenflug-Prognosen
  • Waschen Sie sich jeden Abend die Haare, um Pollen zu entfernen.



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20. November 2007
Autor: Christophe

Wenn das Licht zur Qual wird: Lichtallergien.

Unter dem Oberbegriff “Lichtallergie” werden verschiedene Lichtunempfindlichkeiten zusammengefasst:

Polymorphe Lichtdermatose (PDL): Die häufigste Form der “Sonnenallergie”. Rund 20% der Bundesbürger sind gelegentlich betroffen. Hautpartien, welche kaum Sonnenbestrahlung gewöhnt sind, entwickeln nach Sonnenbädern einen fleckigen, bläschenartigen Ausschlag. Meist klingt PDL nach einiger Zeit ab.

Phototoxische Reaktionen: Hautveränderungen, die von einer chemischen Substanz unter Einwirkung von UVA-Licht verursacht werden. Strenggenommen keine allergischen Reaktionen; aber relativ häufig, da sie von verschiedenen Kosmetik- und Lichtschutzprodukten sowie Pflanzen hervorgerufen werden.

Photoallergische Lichtdermatosen: Eine sehr seltene Form der “Lichtallergie”, die von photosensibilisierenden Substanzen im Körper ausgelöst wird. Häufig durch Medikamente ausgelöst. Symptomatisch sind Rötungen, Knötchen, Blasen und Schuppen; der allergische Ausschlag kann sich ausbreiten. In Extremfällen kann es zu völliger Unverträglichkeit von sichtbarem Licht kommen.

Lichturtikaria: Ebenfalls sehr selten. Starke Hautunverträglichkeit von UVA-Strahlen; möglicherweise eine allergische Reaktion. Bislang kaum erforscht.

Die verschiedenen Formen der Lichtunverträglichkeit verlangen individuelle Therapiemethoden. Während es im Fall einer phototoxischen Reaktion meist genügt, die auslösende Substanz (Sonnenmilch, Seife, Rasierschaum etc.) zu ermitteln und ihren Gebrauch einzustellen, lassen sich die Ursachen einer Lichturtikaria meist nicht so einfach identifizieren. Ärztlicher Rat ist unumgänglich. Da unser Körper nur unter Lichteinfluss das für den Tag-Nacht-Zyklus zuständige Hormon Melatonin herstellt, können schwere Formen der Lichtallergie sich auch auf den Stoffwechsel auswirken.


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19. November 2007
Autor: Christophe

Volksleiden Heuschnupfen: Eine kleine Einführung

Der Heuschnupfen ist wohl die bekannteste und weitverbreiteste Allergie in Deutschland. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund geht davon aus, dass 16-20% der Deutschen unter Heuschnupfen leiden. Grundsätzlich sind mehr Männer als Frauen betroffen. Verursacht werden die (meist) saisonalen Beschwerden von einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißbestandteile bestimmter Pollen. Die allergische Reaktion äußert sich unter anderem in Schnupfen, Bindehautentzündung und tränenden Augen.

Heuschnupfen kann tendenziell schlimmer werden; so kann beispielsweise die Zahl der auslösenden Stoffe zunehmen, ferner kann jahrelanger Heuschnupfen sich auf die Atemwege auswirken und einen Asthmaausbruch begünstigen. Um über eine Therapie zu entscheiden, müssen die Beschwerden im Einzelnen bedacht werden. In jedem Fall ist ein Arztbesuch unerlässlich.

Bei geringeren Beschwerden können schon Nasensprays gut helfen, ferner gibt es rezeptfreie Medizin zum Dämpfen allergischer Reaktionen. Seit ein paar Jahren besteht zudem die Möglichkeit, sich online über Pollenflug zu informieren.

Wenn die Beschwerden indes sehr stark sind, kann ein Arzt bestimmte Medikamente verschreiben – es gibt eine Vielzahl verschreibungspflichtiger Allergie-Mittel, die sich dem individuellen Beschwerdenbild anpassen sollen. Nicht alle sind zufriedenstellend, und bislang können nicht alle Beschwerden umfassend therapiert werden. Im Falle einer Früherkennung ist es aber möglich, das Ausbrechen von Heuschnupfen zu verzögern, eventuell sogar ganz zu unterbinden.

Für bis zu 70 Prozent der Geplagten bietet die Desensibilisierungs-Therapie, auch Hyposensibilisierung genannt, eine mögliche Lösung. Meist wird im Herbst begonnen, wenn der Patient nicht ohnehin schon von Allergieschüben geplagt wird. Vereinfacht gesagt, wird das Immunsystem langsam an steigende Dosen des Allergens gewöhnt, so dass das Immunsystem seine Antwort reduziert oder ganz aufgibt.

Neben anderen Allergien soll auch Heuschnupfen in diesem Blog ausführlich behandelt werden; wir wollen uns um eine sinnvolle Definition sowie Artikel über Studien, Therapien und andere relevante Themen bemühen.

Gräser lösen häufig allergische Reaktionen aus.


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